Orte Jüdischen Lebens in Barntrup

Ein Stadtrundgang in Barntrup

Allgemeine Kurzinformation

Barntrup, gegründet 1376, blieb eine Kleinstadt bis zum Beginn des 19. Jahrh. (vom jetzigen Westrand bis zum Marktplatz) mit rund 1000 Einwohnern. Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrh. erfolgte die Erweiterung durch die „Neustadt“ nördlich und östlich des Marktplatzes bis zur heutigen Bahnhofstraße und Hagenstraße.

Seit 1595/: 1602 sind jüdische Familien urkundlich nachgewiesen. Sie waren nicht Bürger der Stadt, sondern sie hatten den Status als „Schutzjuden“, d.h. sie hatten einzeln durch ein Privileg des Landesherrn das Recht, hier zu wohnen und Handel oder ein Gewerbe zu betreiben. Dafür mussten sie dem Landesherrn (beträchtliche) „Schutzgelder“ zahlen.

1809/10, als nach landesherrlicher Verfügung alle Juden „bürgerliche“ Namen annehmen mussten, gab es in Barntrup 6 jüdische Familien: Maybaum, Levi, Jacob, Goldschmidt, Löwenstein, Sternfeld. Ihre Wohnungen sind nicht nachweisbar.

Im Laufe des 19. Jahrh. nahm die Zahl der jüdischen Einwohner stark ab (von 49 auf 17). Ganze Familien bzw. viele junge Leute wanderten in die Städte ab, weil sie, zumal wenn sie bessere Qualifikationen hatten, in der Kleinstadt Barntrup keine Erwerbsmöglichkeiten hatten.

1904 lebten 3 jüdische Familien in Barntrup: die Familien Gustav Maybaum — Hugo Katz — Max Katz. Sie waren Brüder bzw. Schwäger.

 

Standort 1

Mittelstr. 40 (Foto R. Schleysing, 2022)

Haus Mittelstraße 40

Eigentum des Hugo Katz (1868 in Almena — 1936 in Barntrup)
Vieh- und Landhandel, wohlhabend
Lipp. Verdienstorden — EK Il aus dem 1. Weltkrieg
1938, 10.11. (Judenpogrom) Verwüstung des Hauses, Fenster entzwei.
Zur Renovierung Sparbuch beschlagnahmt.
(Frau Wiegrebe sen. vom lauten Protest zurückgehalten und weggeführt)
Unverständnis vieler Barntruper über die Zerstörung von Sachwerten
1939 an Barntruper Bürger verkauft
 

Standort 2

Mittelstr. 47 (Foto R. Schleysing, 2022)

Haus Mittelstraße 47 (Sonnemann'sches Haus-Fachwerk)

Eigentum der Familie Maybaum
Angesehener Bürger der Stadt, wohlhabend
Obst- und Gemüsehändler und Versicherungsagentur
1902 zum 1. Ratsherrn gewählt. Dagegen Protest der „gebildeten und besseren Stände” (64 Namen) beim lipp. Kabinettsministerium.
1907 trotz Unterstützung von 138 Zieglern und Arbeitern zurückgetreten.
1911 nach Hannover verzogen
1939 auch anderer Besitz verkauft.
 

Standort 3

Krumme Str. 4, (Historische Aufnahme, undatiert)

Haus Krumme Straße 4 (hinterer Teil vom Schwan)

Bethaus/Synagoge, obwohl in Barntrup zu keiner Zeit eine selbständige Gemeinde bestanden hat oder ein Rabbiner angestellt war. Auch eine Schule nur zeitweise und mit Bega zusammen.
1880 vorhanden und in Besitz der Judenschaft
1938 (10.11.), verwüstet und Dokumente ins Rathaus geschafft, aber Verbleib unbekannt .
1939 verkauft
1987 wegen Baufälligkeit abgerissen, Neubau in den vorherigen Proportionen

 

Standort 4

Obere Str. 26, (Foto R. Schleysing, 2022)

Haus Obere Str. 26

Wohnhaus der Familie Max Katz
Weltkriegsteilnehmer, „Patriot“
Bei seinem Begräbnis große Beteiligung aus der-Bürgerschaft- (Blome)
Ärger mit der Partei (Stürmer), weil der KV den kirchlichen Leichenwagen zur Verfügung gestellt hatte.
Nach seinem Tode 1935 lebte seine Frau Julie Katz zunächst nur noch mit ihrer Tochter Helene im Haus, weil die andern fortgegangen waren.
Es gab auch freundliche und hilfreiche Nachbarn (Buddeberg, Klusmeier, Ilse Bunte).
Im Kriege wurde das Haus zum „Judenhaus“.
Am 28. Juli 1942 wurden aus diesem Hause die dort noch lebenden alten Leute mit dem Zug unter Bewachung abgeholt und über Lemgo und Bielefeld nach Theresienstadt gebracht. Julie Katz (64 Jahre), ihre Schwester Emma Grünewald (80 Jahre) aus Pömbsen, das Ehepaar Hermann (73 Jahre) und Berta Herzberg (65 Jahre) aus Bösingfeld. Sie wurden ermordet.
Eine Woche später wurden vor dem Hause alle Haushaltsgegenstände öffentlich versteigert. Von den eingenommenen 864,80 RM wurden 518,95 RM an das Finanzamt Lemgo überwiesen und 345,85 RM bei der Stadtkasse vereinnahmt.
Vor dem Hause wurden im Jahre 2011 auf Initiative einiger Barntruper Bürger Stolpersteine für Emma Grünewald, Hermann Herzberg, Berta Herzberg und Julie Katz gesetzt.
 

Standort 5

Burgstr. 2, (Foto R. Schleysing, 2022)

Haus Burgstr. 2

Das Haus gehörte Gustav Maybaum und wurde in nationalsozialistischer Zeit von Sally und Antonie Katz bewohnt, dem ältesten Sohn des Hugo Katz. Sally Katz verwaltete den Besitz der Fam. Maybaum und auch den der jüdischen Gemeinde. In den Jahren 1938/39 wurde alles unter Druck an Bürger Barntrups bzw. die Stadt verkauft. Auch Sally Katz und seine Ehefrau Antonie sind ermordet worden (Riga?)
Ob die Überlebenden nach dem Kriege etwas zurück bekamen oder Entschädigungen erhielten, ist unbekannt.

 

Standort 6

Jüdischer Friedhof Barntrup, (Foto: Günter Wiegmann)

Jüdischer Friedhof an der Hagenstraße

Über jüdische Friedhöfe und Grabsteine vergl. „Einführung“ von Adelbert Böning und die Geschichte des jüdischen Friedhofes vergl. von Martin Böttcher, in:

Der Jüdische Friedhof in Barntrup, eine Dokumentation , Hrsg. Von Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. Detmold 2017.

Online-Ausgabe mit Bildern und Inschriften aller Grabsteine.

Der älteste lesbare) Grabstein wurde 1824 (Nr. 8) gesetzt, die letzte Bestattung erfolgte 1936 (Nr. 6). Der erste urkundliche Nachweis ist aus dem Jahre 1841 erhalten, als die Stadt nach einem Streit der jüdischen Gemeinde das Nutzungsrecht und später das Eigentum des schmalen Geländestreifens zubilligt.

Im Laufe der Zeit wurde die Fläche (zuletzt 1958) verkleinert. Aber, soweit bekannt, ohne Beschädigung von Gräbern.

1939 geht der Friedhof in den Besitz der Stadt und wird nach dem Kriege zurückgegeben, unter Schutz gestellt und der Stadt die Pflege übertragen.

Folgende Grabsteine sind zu beachten:
- Nr.8 Frankenstein ältester Grabstein 1824
- Nr.11 Simonette Maybaum 1885
- Nr.7 Heinemann Maybaum 1909
- Nr.3 Max Katz 1935 (u. Julie Katz 1942)
- Nr.6 Hugo Katz 1936

Anm.:
Männer sollten bei Betreten des Friedhofs eine Kopfbedeckung tragen. Auf jüd. Friedhöfen werden traditionellerweise keine Blumen gelegt oder gepflanzt, man legt zum Zeichen des Gedenkens einen Stein auf den Grabstein.

 

Standort 7

Große Twete: Gedenkstein

An der Ostseite der Großen Twete stehen 2 Denkmäler. Das eine, ältere der drei trauernden Frauen mit dem Wasserbecken wurde nach einer längeren Diskussion in der Bürgerschaft durch Ratsbeschluss mit Spendenmitteln 1958 beschlossen und am 15.11.1959 (Volkstrauertag) eingeweiht: „denen, die ihr Leben ließen, sei es im Kampf des Krieges, in den Bombennächten, oder auf der Flucht vor einem unbarmherzigen Feind“.
(Bildhauer Attila Kirilowitsch, Detmold)

Große Twete, Gedenkstein, (Foto R. Schleysing, 2022)
1. Mose 4,9: Soll ich meines Bruder Hüter sein

Zur mahnenden Erinnerung an die
1942 aus Barntrup verschleppten
und ermordeten jüdischen Bürger
Julie Katz    Helene Katz
Emma Grünwald   Hermann Herzberg
Berta Herzberg   ת⋅נ⋅צ⋅ב⋅ה

Am 13. November 1989, wiederum an einem Volkstrauertag, wird das Denkmal für die letzten Barntruper Juden, die am 28. Juli 1942 abtransportiert und später ermordet worden sind (s. Rede u.) , eingeweiht.

Über beide Denkmäler informiert die Schrift:

Friedrich und Bernhard Böttcher
„Denkmäler in Barntrup“
„Erinnerung an ein Vergessen”
Barntruper Geschichte(n) 4,
Hrsg. vom Heimatverein Barntrup 1993

Der Anstoß zum Bau des 2. Denkmals (1986), die Diskussion darüber bzw. zum einmütigen Beschluss des Rates (1988) und die Veranstaltungen anlässlich der Übergabe des Denkmals am 13. November 1988 sind dokumentiert in der Broschüre:

Erika und Martin Böttcher (Hrsg. )
„Ein Denkmal in Barntrup“
PANU DERECH (Bereitet den Weg), Band 6
Schriften der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, 1992.

Anstoß durch einen Brief von Eugen Katz aus Napa, Kalifornien, 1986.
Diskussion im Rat und in den Parteien bis zum einmütigen Ratsbeschluss im August 1988: Errichtung des Gedenksteines (von Steinmetz Bruno Buschmann, Oerlinghausen). Einladung an Eugen Katz und seine Familie, Übergabe an die Öffentlichkeit sowie Begleitprogramm am Volkstrauertag.
Erforschung der jüdischen Spuren in Barntrup und deren Schicksals durch Friedrich Böttcher. (Erste Erforschung aus den Akten)
Begleitprogramm: am Denkmal - Gymnasium - Rathaus - Kirche
Danach blieb die Verbindung zu den Brüdern Bruno und Eugen Katz durch Briefe, Telefon und Besuche erhalten - bis zu deren Tod:
Bruno Katz (Dr. Bruno J. Keith) geb. am 8.9.1911 in Barntrup ist am 4.7.2009 auf Hawaii verstorben.
Egon Katz ( Gene), geb. am 14.2.1916 in Barntrup ist am 17.6.2013 in Napa, Kalifornien gestorben.
Im Herbst 2016 besuchte Harry S. Lester Barntrup. Er war der Enkel von Max und Julie Katz, der Sohn von deren ältester Tochter Toni Katz (1899 bis 1978), verheiratete Littwitz. Er kam auf einer Deutschlandreise, um seinen Söhnen und Enkeln seine Heimat zu zeigen: Die Gräber seiner Großeltern in Barntrup und Pömbsen, das Haus in der Oberen Straße mit den Stolpersteinen, das Denkmal, den Platz der früheren Synagoge.


Martin Böttcher, Sept. 2021

Weitere Auskünfte zum Jüdischen Friedhof in Barntrup und dem Rundgang geben gerne:

Frau V. Keil
Frau  A. Pladeky
Frau C. Schröder
Tel.: 05263 4666

 

Literatur

 

Böttcher, Erika und Martin; Hrsg: Ein Denkmal in Barntrup, Detmold 1992
PANU DERECH, Schriften der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe, Nr. 6
Katz, Bruno (Bruno ). Keith): Mein Kampf ums Überleben in einer Welt der Vorurteile als Teil der Geschichte Barntrups in Lippe Detmold 2002
PANU DERECH, Schriften der Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit in Lippe Nr. 22
Blome, Heinrich: Chronik der ev. ref. Gemeinde Barntrup 1914 - 1939
Hrsg. von Böttcher, Martin, Barntrup 2016 Gemeindearchiv der ev. ref. Gemeinde Barntrup
Böning, A. und Böttcher, M.: Der jüdische Friedhof in Barntrup Barntrup 2017
Gemeindearchiv der ev. ref. Gemeinde
Online: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe
Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe:
Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold
Hrsg. Hist. Kommission für Westfalen (LWL), Münster 2013
Darin: Stadt Barntrup S. 226 — 232 (Friedrich Böttcher)
           Alverdissen S. 232 — 237 (Ursula Olschewski)



Rede von Martin Böttcher zum 60. Jahrestag der Deportation der Barntruper Juden am 28. Juli 1942

Der 28. Juli ist für Barntrup ein denkwürdiger Tag

Vor 60 Jahren geschah Folgendes:

Vier alte Menschen, die in der Oberen Straße 26 wohnten, mußten sich in der Frühe gegen 7 Uhr am Bahnhof einfinden zu dem Zuge, der um 7.30 Uhr in Lemgo ankam. Sie durften mitnehmen „einen kleinen Koffer / oder Aktentasche, einen Rucksack, Ältere auch ein kleines Kopfkissen, für zwei Tage Marschverpflegung, einen Essnapf mit Löffel“. Bevor sie in Begleitung des Gendarmeriemeisters Hellweg in den Zug stiegen, wurden sie auf Wertsachen untersucht, die ihnen abgenommen wurden.

Es waren dies Julie Katz, (64 J.) deren Familie seit 40 Jahren in Barntrup wohnte, deren ältere Schwester Emma Grünwald (80 J.) aus Pömpsen und das Ehepaar Hermann (73 J.) und Berta (65 J.) Herzberg, das 1937 aus Bösingfeld nach Barntrup gezogen war. Es waren die letzten Juden, die damals noch in Barntrup lebten, Obere Str. 26.

In den 20er Jahren waren es noch zwei große Familien mit vielen Kindern gewesen: Familie Hugo Katz in der Mittelstraße 40 und Familie Max Katz in der Oberen Str.26. Die Kinder waren dann fortgezogen oder geflohen. Die Alten waren geblieben. Seit der Machtübernahme durch die Nazis wurden sie zunehmend bedrängt, ausgestoßen, wirtschaftlich geknebelt und ruiniert und gedemütigt.

  • schon 1933 gab es Boykottaufrufe und Hausdurchsuchungen
  • 1935 beschloß der Rat der Stadt eine sogenannte Judensatzung
           niemand sollte Geschäftsbeziehungen mit ihnen haben
           alle Leistungen der Stadt wurden ihnen aberkannt
           der Zutritt zur Badeanstalt u. Tannenklause wurde verboten
  • 1938 bei der sogenannten Kristallnacht wurde nicht nur die Synagoge verwüstet und ausgeplündert, sondern auch in der Mittelstraße 40 wurde ein Teil der Einrichtung vor dem Haus verbrannt. Ihre Konten wurden gesperrt.
  • seit dem 19.09.1941 mußten sie den Judenstern tragen.
  • der Grundbesitz ist vorher schon unter Druck an Private bzw. die Stadt verkauft worden.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie und wovon die vier alten Menschen in den letzten Jahren hier noch gelebt haben: allein, diffamiert, verängstigt, hoffnungslos.

Am 24. Juli war im Rathaus der Stadt vom Kreis Lemgo die Anordnung eingegangen, daß sie am 28. Juli, heute vor 60 Jahren, „evakuiert“ werden sollen (so beschreibt man es verwaltungsmäßig). Von Barntrup nach Lemgo mit dem Zug, von dort nach Bielefeld, von wo der Transport nach Theresienstadt im heutigen Tschechien ging, von dort in eines der Vernichtungslager.

Eine gute Woche später wurde in der Stadt bekannt gemacht, daß „am Montag abend 6 Uhr vom dem Wohnhaus Katz, Obere Straße sämtliche Haushaltsgegenstände gegen Barzahlung verkauft werden“ sollten. Das geschah dann auch. Von den eingenommenen 864,80 RM wurden 518,95 RM an-das Finanzamt Lemgo (d.h. den Staat) überwiesen und 345,85 RM bei der Stadtkasse vereinnahmt.

Für Barntrup hatte sich nichts geändert. Und doch ist Ungeheuerliches geschehen: da wurden 4 alte Menschen von den staatlichen Stellen mit offizieller Anordnung in den Tod verschleppt und da teilten sich die Mitbewohner den Rest der kümmerlichen Habe zu niedrigen Preisen!

M. Böttcher 25.07.2002

   

Neues:

Juli 2022: 80 Jahre Deportationen nach und Ermordung von Jüdinnen und Juden in Riga - vierte gemeinsame Gedenk- und Erinnerungsreise der Delegationen der Mitgliedsstädte des Riga-Komitees vom 3. - 6. Juli 2022

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    Am 10. September 2020 fasste der Rat der Stadt Detmold einstimmig den Beschluss, dem Deutschen Riga-Komitee beizutreten. Noch im laufenden Jahr soll die Mitgliedschaft besiegelt werden – eine Mitgliedschaft, die uns als Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe besonders viel bedeutet. Dieser einzigartige, erinnerungskulturelle Städtebund ermöglicht ein gemeinsames Gedenken und Erinnern auf ganz besondere Weise.

    Die Städte Riga und Detmold verbindet das Gedenken und Erinnern an mehr als 30 Jüdinnen und Juden mit Bezug zu Detmold (siehe Gedenkbuch), die nach Riga deportiert und dort oder im Umfeld ermordet wurden (siehe auch: G. Mitschke-Buchholz, "Abgemeldet in den Osten").

    Vom 3. - 6. Juli fährt eine kleine Delegation aus Detmold nach Riga zur gemeinsamen Gedenk- und Erinnerungsreise und wird u.a. an der offiziellen Gedenkveranstaltung zum lettischen Holocaustgedenktag am 4. Juli teilnehmen.

30. 3. 2022: "Von Detmold in das Warschauer Ghetto – Zum 80. Jahrestag der Deportation von Jüdinnen und Juden aus Detmold nach Warschau am 31. März 1942", ein neuer Beitrag von Gudrun Mitschke-Buchholz in der LZ und auf der Homepage des Stadtarchives Detmold

29. 1. 2022: In Detmold werden an 3 Orten 7 neue Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt.

IV 2021: Die Israel-AG des Grabbe-Gymnasiums Detmold erstellt einen digitalen Stadtrundgang auf jüdischen Spuren durch Detmold

7. 11. - 13. 11. 2021: Die Gesellschaft richtet mit Beteiligung der Felix-Fechenbach-Stiftung eine Begegnungswoche mit der (Ur-)Enkel-Generation Felix Fechenbachs aus. In dieser Woche wird eine Gedenktafel am letzten Wohnort Fechenbachs in Detmold eingeweiht.

19.9. 2021: Die Mitgliederversammlung der Gesellschaft beschließt eine Erweiterung des Vorstandes. Mehr.

10. 9. 2020: Der Rat der Stadt Detmold beschließt einstimmig den Beitritt Detmolds zum Deutschen Riga-Komitee. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe hatte dies in einem Antrag an die Stadt gefordert und begründet. Aus Detmold waren 1941/42 32 Mitbürger jüdischen Glaubens nach Riga deportiert und dort und im Umfeld ermordet worden. Das Riga-Komitee betreut die Gedenkstätte im Wald von Bikernieki für die insgesamt mehr als 25.000 Opfer.

28. 10. 2019: Für ihre herausragende Arbeit als Autorin des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold erhält Frau Mitschke-Buchholz den Felix-Fechenbach-Preis 2019 der sozialdemokratischen Felix-Fechenbach-Stiftung. Redebeiträge und Bilder der Preisverleihung finden Sie über das Stadtarchiv Detmold. Das Gedenkbuch ist online als eigenständige Internetseite der Gesellschaft einsehbar.

11. 9. 2018: Onlinestellung der Dokumentation des Jüdischen Friedhofes in Barntrup

17. 5. 2018: Onlinestellung des Buches von Karla Raveh: "Überleben" als e-Buch

4.12.2017: Veröffentlichung einer Broschüre zum Haus Münsterberg

4.12.2017: Freischaltung der Internetseite, die die Online-Version des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold präsentiert.

 

Hier finden Sie uns:

Haus Muensterberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

Haus Münsterberg
Hornsche Str. 38

32756 Detmold

Tel.: +49 5231 29758

eMail: GfCJZ-Lippe@t-online.de

Homepage: www.GfCJZ-Lippe.de

 

 

   
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