Jacob Heinz Wolff wurde am 30. April 1920 in Detmold geboren. Mit seinen Eltern und seinem Bruder Seew Fritz Moritz lebte er in Herford, bis seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war. Nach ihrem Tod verbrachte er zunächst ein Jahr bei Verwandten in Thüringen, um dann in einem jüdischen Kinderheim in Paderborn untergebracht zu werden. Dort blieb er bis zu seinem 14. Lebensjahr.

Seine Großmutter Paula Paradies, die er stets in seinen Ferien in Detmold besuchte, gab ihm inneren Halt und vermochte, ihm das schmerzlich vermisste Elternhaus zu ersetzen. So wurde Detmold nach eigener Aussage zu seiner eigentlichen Heimat.


Kurt Gumpel wurde am 28. März 1922 in Lemgo als drittes Kind der Kaufleute Gustav Gumpel und Rosalie, geborene Mosberg, geboren. Sein Vater betrieb in der Mittelstraße 82 ein Geschäft für „Manufakturen und Betten“. Da die jüdische Gemeinde in Lemgo keinen eigenen Rabbiner oder Prediger hatte, leitete er oft den Gottesdienst.

Bereits 1936 mussten Kurts Eltern ihr Geschäft schließen. Nach dem Tod des Vaters im Jahre 1937 verkaufte die Mutter zwei Jahre später das Haus.

Kurt Gumpel wuchs in Lemgo auf und besuchte zunächst die Volksschule. Der Übergang zum Realgymnasium wurde ihm im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern Hans und Herbert (später Mordechai) verwehrt. Nach dem Abschluss der Volksschule fand Kurt aufgrund seiner Religionszughörigkeit keine Lehrstelle.

Ruth Margalit.

aus Panu Derech Band 10

 

Als Ruth Ehrmann wurde sie am 28. Februar 1931 in Heidenoldendorf bei Detmold als Tochter des jüdischen Kaufmanns Wilhelm Ehrmann und Eva Maria Ehrmann, geb. Baierl, geboren. Die Mutter war katholisch, trat aber 1927 zum Judentum über. Ruth und ihre Brüder Hans und Karl wurden jüdisch erzogen und waren dadurch gezwungen, den Judenstern zu tragen, sie entgingen aber den Deportationen 1941/42.

   
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