Zum Holocaustgedenktag

finden in verschiedenen lippischen Kommunen Veranstaltungen statt:

 

  • Detmold
    Flyer der Stadt Detmold zu den Veranstaltungen

    Donnerstag, 23. Januar 2020 um 19:30 Uhr

    Relief im Titusbogen in Rom (Quelle: Wikipedia Commons, CC-BY-SA 3.0)

    Zwischen Vertreibung, Duldung und dem Privileg der Niederlassung

    Geschichte Jüdischen Lebens in Deutschland vor der Zeit der Industrialisierung

    Dipl.-Ing. Margarete Wißmann

    Die Beschäftigung mit dem Judentum in Deutschland besteht gesellschaftlich meist in der Aufarbeitung der jüngeren Geschichte – sprich der Zeit des Nationalsozialismus. So dringend notwendig dies auch ist, so überschatten die Gräueltaten des letzten Jahrhunderts den Blick in die ältere Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. Geht man in der Geschichte weiter zurück so stellt man fest, dass die Menschen jüdischen Glaubens einer ständig wandelnden Akzeptanz ausgesetzt waren. Die Juden lebten lange Zeit weitgehend unbehelligt inmitten der christlichen Mehrheitsgesellschaft und hatten eine wichtige Funktion für die Entwicklung der Städte und des Wirtschaftslebens. Trotzdem begannen Verfolgungen, die religiöse, soziale und wirtschaftliche Motive als Ursache hatten. Begriffe wie Schutzjude, Kammerknecht, Hofjude, Geleitbrief, Judenordnung finden in diesem Zusammenhang Verwendung.

    Es ist Ziel des Vortrages diese Termini verständlich zu erläutern und die damit verbundene gesellschaftliche Stellung der jüdischen Bevölkerung in Abhängigkeit der jeweiligen Herrscher anhand von ausgewählten Beispielen zu verdeutlichen.

    Frau Margarete Wißmann ist Verwaltungsangestellte bei der Stadt Lage.
    Seit längerem beschäftigt sie sich mit jüdischer Kultur und jüdischem Leben. So machte sie vor ca. 10 Jahren den Jüdischen Friedhof an der Flurstraße in Lage der Öffentlichkeit wieder bekannter. Sie veranlasste beispielsweise, dass vergrabene jüdische Grabsteine gehoben und wieder aufgestellt wurden. Auch die Übersetzung der hebräischen Inschriften aller 140 Grabsteine in Lage wurde von ihr initiiert.

    GfCJZ

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38


    Sonntag, 26. Januar 2020 um 10:00 Uhr

    Gottesdienst

    „Erinnern und Gedenken“ – „Was verbindet Juden und Christen“

    mit Pastorin Iris Opitz-Hollburg, dem Kirchenchor und Konfrmanden /-innen

    Ev.-ref. Kirche Berlebeck, Kindergartenweg 9

     

    Sonntag, 26. Januar 2020 um 18:00 Uhr

    MUSIKALISCHE MEDITATION

    mit der Chorgemeinschaft „cantus novus“ und Schülerinnen und Schülern der Johannes-Brahms-Musikschule

    Eintritt frei / Kollekte am Ausgang

    Martin-Luther Kirche, Schülerstraße 14


    Montag, 27. Januar 2020 um 18:00 Uhr

    Stimme geben Gesicht zeigen

    ZENTRALE GEDENKFEIER FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS

    „Stimme geben – Gesicht zeigen“

    Stadtgymnasium Detmold, Martin-Luther-Straße 4


    Sonntag, 02. Februar 2020 um 11:30 Uhr

    FILMMATINÉE

    „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Deutschland 2017)

    Einführung Gudrun Mitschke-Buchholz (Stadtarchiv Detmold)

    Veranstalter: Stadt Detmold in Kooperation mit der Filmwelt Detmold

    Eintritt 5 €

    Filmwelt, Lange Straße 74


    Dienstag, 04. Februar 2020 um 18:00 Uhr

    VORTRAG UND DISKUSSION

    „Zwangssterilisation und ,Euthanasie‘ im Nationalsozialismus und ihre Aufarbeitung in OWL“

    • Michael Spehr: Zwangssterilisierung auf dem Wittekindshof und „Eine Vernichtung, wenn auch unwerten Lebens, bezeichne ich als ‚Mord‘ – der Umgang mit der ‚Euthanasie‘“
    • Dr. Uwe Kaminsky: Paternalistische Verschwiegenheit – Bethel, die Zwangssterilisation und NS-„Euthanasie“
    • Magret Hamm: Zwangssterilisierte und „Euthanasie“-Opfer zwischen Stigmatisierung und Ausgrenzung im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik
     
    Michael Spehr ist Archivar der Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen, Dr . Uwe Kaminsky forscht als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum, Magret Hamm ist die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten, Berlin

    Veranstalter: Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe und Stadtarchiv Detmold

    Veranstaltungsort: Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe, Vortragsraum, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold


    Freitag, 07. Februar 2020 um 19:00 Uhr

    LESUNG MIT MUSIK

    „Faschist werden – Eine Anleitung“ von Michela Murgia

    • Grit Asperger, Schauspielerin und Theaterpädagogin
    • Patrick Hellenbrand, Schauspieler (Landestheater Detmold)
    • Kim Efert, Jazzgitarre (Hochschule für Musik Detmold)

    Veranstalter: Buchhandlung ‘ Kafka & Co.’ in Kooperation mit der Stadt Detmold

    Wichtiger Hinweis zum Einlass!
    Der Eintritt ist frei! Aus organisatorischen Gründen erfolgt der Einlass nur mit Eintrittskarte.
    Die kostenlosen Eintrittskarten gibt es in der Buchhandlung ‘ Kafka & Co. ’

    Großer Sitzungssaal, Rathaus am Markt, Detmold

  • Lage
    Flyer der Stadt Lage zu den Veranstaltungen

    Mittwoch, 22. Januar 2020 um 19:00 Uhr

    Lesung mit Petra Rosenberg: Verfolgung, Deportation und Ermordung an Sinti und Roma

    Petra Rosenberg liest aus der Autobiographie ihres Vaters. Sinti, „Zigeuner“, wie man sie meist abfällig nannte, auch sie gehörten zu den Verfolgten während des Nationalsozialismus. Einer, der den Völkermord u. a. in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald überlebte, ist Otto Rosenberg, der Vater von Marianne und Petra Rosenberg.
    Petra Rosenberg ist heute Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg.

    Arbeitskreis „Gegen das Vergessen“ in Kooperation mit der Stadt Lage. Die Veranstaltung ist kostenlos.

    LAGENSER FORUM Am Drawen Hof 1, Lage


    Samstag, 25. Januar 2020 um 14:00 Uhr

    Jüdischer Friedhof in Lage vom 17. Jahrhundert bis heute - Begehung des Geländes mit Erläuterungen -

    Dipl.-Ing. Margarete Wißmann

    Im Jahr 2012/2013 wurden durch Grabungsarbeiten zahlreiche Grabsteinfragmente mit hebräischen Inschriften freigelegt, restauriert und wieder zu vollständigen Grabsteinen zusammengesetzt. Zwischenzeitlich sind sowohl diese wieder ans Licht geholten sehr alten Grabsteine übersetzt als auch die 98 Grabsteine des Friedhofteiles zur Flurstraße hin. Die dadurch möglichen Rekonstruktionen der Stammbäume der Familien, die in Lage gewohnt haben und hier beerdigt wurden, sind neuer Bestandteil des Vortrages zum Jüdischen Friedhof in Lage.

    Männer werden gebeten, beim Besuch des jüdischen Friedhofs eine Kopfbedeckung zu tragen.

    VHS Lippe-West in Kooperation mit der Stadt Lage. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine telefonische Anmeldung unter 05232-95500 (VHS) ist erforderlich.

    Jüdischer Friedhof Flurstr. 9, Lage


    Samstag, 25. Januar 2020 um 18:00 Uhr

    Konzert mit „Bimetall++“

    Frauke Willer: Trompete, Jo Bayou: Kontrabass, Kai Böttinger: Klarinette und Axel Zumblick: Akkordeon spielen Klezmer und andere Musikrichtungen. Der musikalische Streifzug führt außerdem durch die sephardische Musik und bietet einige Romalieder.

    Ev.-lutherische Kirchengemeinde Lage

    Ev.-lutherische Heilig-Geist-Kirche Sedanplatz 4, Lage


    Sonntag, 26. Januar 2020 um 18:00 Uhr

    Shoa-Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

    Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird zu einem Shoa-Gottesdienst in die Marktkirche eingeladen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer der Stadtkirchengemeinden gestalten diesen Abendgottesdienst gemeinsam. Der jüdische Kantor Jakow Zelewitsch aus Bad Salzuflen wird einige Psalmen und das El male rachamim (zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Zeit) betend singen.

    Stadtkonvent Lage

    Marktkirche Lage


    Montag, 27. Januar 2020 um 13:45 Uhr

    Vortrag und Vorführung „Stolpersteine“


    In meiner Straße     Stolpersteine     Hier könnte jeder Name stehen     Irgendeiner, irgendeiner…

    Stolpersteine sind die Verbindung von damals zu heute: sie lassen Geschichte erfahrbar werden; direkt vor uns und in uns. In jedem Stolperstein verbirgt sich ein gelebtes und gewaltsam beendetes Leben eines Menschen.

    Was tun wir? Was können wir tun? Heute? In dieser Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und menschenverachtendes Verhalten zum „Hier und Jetzt“ gehören.

    In kurzen Szenen „stolpern“ Sekundarschüler*innen über menschliche Schicksale und versuchen eindrückliche Textfragmente ermordeter Dichter und Dichterinnen von damals wieder lebendig werden zu lassen.

    Veranstalter: Sekundarschule der Stadt Lage

    Die Veranstaltung ist kostenlos.

    Aula der Sekundarschule der Stadt Lage Friedrichstr. 33, Lage


    Sonntag, 02. Februar 2020 um 17:00 Uhr

    Lesung mit Grit Asperger zum 75. Todestag von Anne Frank

    Die Detmolder Schauspielerin Grit Asperger, geboren in Leipzig, Theaterpädagogin und Dozentin, liest und erzählt Auszüge aus dem Tagebuch der Anne Frank. Musikalisch begleitet wird die Lesung am Violoncello von Antje Grünwald, Diplom-Musikschulpädagogin an der Musikschule Lage.

    Veranstalter: Stadtbücherei Lage mit ihrem Förderverein in Kooperation mit der Musikschule Lage

    Eine telefonische Anmeldung unter 05232-601420 (Stadtbücherei) oder 05232-3432 (Buchhandlung Brückmann) ist erforderlich.

    Technikum Lange Str. 124, Lage

  • Lemgo

    Mittwoch, 22. Januar 2020 um 19:00 Uhr

    Die Bibel und der Koran - Gemeinsamkeiten entdecken und Unterschiede würdigen

    Bibel und Koran kommen beide aus der abrahamitischen Tradition. In einer Reihe von drei Abendveranstaltungen werden Christen und Muslime gemeinsam Texte lesen, miteinander diskutieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrnehmen und würdigen.

    Islamwissenschaftler Dr. Adem Aygün und Pastor Dr. Ulf Zastrow.

    Moderation: Hochschulpastorin Dr. Katharina Kleine-Vennekate

    Die Termine für zwei weitere Veranstaltungen werden in der Presse bekanntgegeben.

    Lippische Landeskirche, Evangelische Studierendengemeinde Detmold/Lemgo (ESG), katholisches Bildungswerk Lippe und GfCJZ.

    Gemeindehaus der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nicolai, Papenstr.17, 32657 Lemgo


    Freitag, 24. Januar 2020 um 19:00 Uhr

    Lesung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

    Lesung der Schriftstellerin Jennifer Teege aus ihrem Buch „Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen“

    Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit, mit der Schriftstellerin ins Gespräch zu kommen.

    Kooperationsprojekt der Städtischen Museen Lemgo, des Arbeitskreises 9. November, der Stadtbücherei Lemgo sowie des Vereins Stolpersteine und Frenkel-Haus in Lemgo e.V.

    Großen Sitzungssaal des Rathauses Lemgo

Freitag, 07. Februar 2020 um 16:00 Uhr

Lesekreis mit Gertrud Wagner.

Neue Teilnehmer sind immer herzlich willkommen!

Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

   

Neues:

28. 10. 2019: Für ihre herausragende Arbeit als Autorin des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold erhält Frau Mitschke-Buchholz den Felix-Fechenbach-Preis 2019 der sozialdemokratischen Felix-Fechenbach-Stiftung. Redebeiträge und Bilder der Preisverleihung finden Sie über das Stadtarchiv Detmold. Das Gedenkbuch ist online als eigenständige Internetseite der Gesellschaft einsehbar.

11. 9. 2018: Onlinestellung der Dokumentation des Jüdischen Friedhofes in Barntrup

17. 5. 2018: Onlinestellung des Buches von Karla Raveh: "Überleben" als e-Buch

4.12.2017: Veröffentlichung einer Broschüre zum Haus Münsterberg

4.12.2017: Freischaltung der Internetseite, die die Online-Version des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold präsentiert.

 

Hier finden Sie uns:

Haus Muensterberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

Haus Münsterberg
Hornsche Str. 38

32756 Detmold

Tel.: +49 5231 29758

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: www.GfCJZ-Lippe.de

 

 

   
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.