• Rundbrief 3/2021

    Detmold, den 1. 6. 2021

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde, 

    mit einiger Zuversicht, dass wir uns bald wieder treffen können, wagen wir es, Ihnen erste Veranstaltungsideen für die zweite Jahreshälfte zu schreiben. 

    Diesen Brief verstehen wir als ein Lebenszeichen und als eine Vorankündigung. Sollten Veranstaltungen möglich sein, erhalten Sie jeweils genauere Hinweise und Einladungen.

    Zunächst brennt uns aber auf der Seele, unser Erschrecken über die Gewalteskalationen in Israel auszudrücken. Wir hoffen, dass die Waffenruhe anhält und weder Israelis noch Palästinenser unter der Eskalation noch mehr Leid erfahren müssen. In diesem Zusammenhang möchten wir auch unseren Abscheu gegenüber judenfeindlichen Aktivitäten hier bei uns ausdrücken. Wenn sich berechtigte Kritik an israelischer Politik mit Hass auf Mitbürger kombiniert, ist es für uns unerträglich. Unkenntnis, mangelnde Empathie, fehlgeleitete Erziehung – all das und noch viel mehr kommt in diesen Aktionen zum Ausdruck. Verwehren wir uns entschieden dagegen und vergewissern wir unseren jüdischen Freundinnen und Freunde unserer uneingeschränkten Solidarität. 

    In diesem Brief werden Sie wieder einige Links zu digitalen Präsentationen finden. Wir wissen, dass den meisten von Ihnen Präsenzveranstaltungen lieber sind, möchten uns aber all diesen Initiativen nicht verschließen. Wenn die Corona-Situation sich nicht insofern verbessert, dass wieder viele von Ihnen ins Haus Münsterberg kommen können, werden wir in Zukunft sogenannte Hybrid-Veranstaltungen planen. Präsenz plus Videostreaming. Zu einer reinen Videokonferenz mit einem ausgewiesenen Kenner der aktuellen Lage in Israel laden wir Sie weiter unten herzlich ein und sind gespannt, wie viele von Ihnen sich diesem neuen Format zuwenden werden.

    Auf unserer Homepage finden Sie inzwischen ein Verzeichnis all unserer Bücher, die wir im Haus Münsterberg haben: Eine große Sammlung von Darstellungen zur Regionalgeschichte jüdischen Lebens im Umkreis; eine Sammlung zum Teil alter und kostbarer Judaica und Standardwerke zum Thema sowie eine Sammlung moderner Romane aus dem Lesekreis zu den Themen Israel und Judentum in Europa. Sie können sich nun einen Überblick über unseren Bestand verschaffen und sich gerne melden, wenn Sie etwas ausleihen und ggf. auch behalten möchten.

    Auf der Homepage der Karla-Raveh-Gesamtschule finden Sie eine wunderbare Sammlung alter und neuer Beiträge über Karla Raveh, die am 15. Mai Geburtstag hatte. Die Karla-Raveh-Gesamtschule hat diese Beiträge sehr übersichtlich und ansprechend als sogenanntes padlet (eine digitale Pinwand) zusammengestellt – als Ersatz für die sonst üblichen Konzerte oder Lesungen zu Karlas Geburtstag.

    Das Städtische Museum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo zeigt die - für Besuche geöffnete! - Ausstellung über Karlas Mann "Shmuel Raveh - das Leben eines stillen Zeitzeugen!?". Sie können sich unter der Telefonnummer 05261/213276 anmelden oder auch direkt vor Ort! Die Ausstellung ergänzt mit eindrucksvollen Dokumenten das im vorigen Jahr erschienene Buch über Shmuel Ravehs Leben und Überleben. Auf der Homepage des Museums gibt es ausführliche Informationen und einen kleinen Film: www.museen-lemgo.de

    Am 11. Juni wäre der Vater unserer jüdischen Vorsitzenden, Fred Herzberg aus Detmold, 100 Jahre alt geworden. Gudrun Mitschke-Buchholz gratuliert ihm mit einem Beitrag auf der Homepage des Stadtarchivs Detmold: www.stadtarchiv.detmold.de/startseite

    Jürgen Scheffler, ehemaliger Leiter des Hexenbürgermeisterhauses, erinnert in dem angefügten Text an das älteste Mitglied des beeindruckenden Treffens der großen Familie Hochfeld im Jahr 2017 in Lemgo. Wilfried Hockfield ist am 27. März 2021 verstorben. In einem kleinen Video berichtet er aus seinem Leben: In Erinnerung an Wilfred Hockfield (1925-2021) - Interview anlässlich der Ausstellungseröffnung "Gehen oder Bleiben? Die jüdische Familie Hochfeld" (2017) (facebook.com)

    Das Johannesburg Holocaust & Genocide Center zeigt die ins Englische übersetzte Ausstellung aus Lemgo über die Geschichte der Familie Hochfeld ein zweites Mal. Dazu ist ein Podcast produziert worden, den man findet unter: https://soundcloud.com/user-858426360/jhgc-in-conversation-steve-penny-hochfeld-juergen-scheffler

    Am 17.Juni um 19:00 Uhr gibt es die angesprochene Möglichkeit, an einer Videokonferenz über die aktuelle Lage in Israel teilzunehmen. Vortragender ist der israelische Reiseleiter und Mitarbeiter von Yad Vashem Uriel Kashi, der uns ausdrücklich empfohlen wurde. Der Vortrag umfasst eine kurze historische Einführung, geht auf die Entwicklungen seit der 2. Intifada ein und bespricht die Rolle und Situation der arabischen Israelis in Israel allgemein. Anschließend geht er auf die Ereignisse der letzten Wochen ein und versucht die Interessen und Motivationen der verschiedenen Akteure zu erklären. Die Darstellung dauert eine knappe Stunde und anschließend gibt es Zeit für Fragen. Die Zugangsdaten sind https://zoom.us/j/93954796298?pwd=VOUwWkYzcXVldlgzbGFmMWtEQTF3dz09 Meeting-ID:93954796298 Kenncode:123456

    In der Anlage finden Sie das Programm der diesjährigen Wochen gegen Rassismus, die eigentlich bereits im März stattfinden sollte. Wir empfehlen Ihnen diese Veranstaltungen ausdrücklich.

    Nun aber in einer kurzen Übersicht die von uns als Präsenzveranstaltungen geplanten Termine:

    Sonntag, den 22.August, 17:00 Uhr: Orgelkonzert mit Werken jüdischer Musiker mit Oana Maria Bran in der Martin-Luther-Kirche in der Schülerstraße Detmold.

    Sonntag, 19.September, 15:00 Uhr Haus Münsterberg: Mitgliederversammlung mit Wahlen.

    Mittwoch, 6.Oktober, 19:00 Uhr Haus Münsterberg: Lesung mit der Detmolder Autorin Herrad Schenk: „Wie in einem uferlosen Strom. Das Leben meiner Eltern.“ Unter https://www.perlentaucher.de/buch/herrad-schenk/wie-in-einem-uferlosen-strom.html finden Sie den Klappentext und Rezensionen aus der Süddeutschen Zeitung und Der Zeit zu dem Buch von Herrad Schenk aus dem Jahr 2002.

    Dienstag, den 19.10., 19:30 Uhr Haus Münsterberg: Vortrag mit Musikbeispielen von Iris Hennig über die Sängerin Marianne Oswald.

    Donnerstag, 28.Oktober, 19:30 Uhr Haus Münsterberg: Vortrag von Bettina Hanke-Postma und Dr. Oliver Arnhold zum Thema „Antisemitismus“.

    Montag, 1. November 16:00 Uhr Synagoge in Herford: Gemeinsames Bibellesen von Bettina Hanke-Postma und Mathitjahu Kellig. Hierzu finden Sie in der Anlage weitere Erläuterungen!

    Dienstag, 9. November 19:00 Uhr in Detmold, Heilig-Kreuz-Kirche: Konzert mit dem Ensemble Horizonte „Musik im Schatten der Shoa“.

    Freitag, 12.11. in Schwalenberg evtl. 2. Konzert mit dem Ensemble.

    Im Dezember planen wir ein gemeinsames Chanukka-Fest im Haus Münsterberg.

    Im nächsten Jahr planen wir gemeinsam mit der Stadt Detmold und in Anwesenheit des Künstlers Günther Demnnig weitere acht Stolpersteine zu verlegen. Über Namen und Adressen werden wir rechtzeitig informieren. Wenn Sie interessiert sind, in der Gruppe mitzuarbeiten, melden Sie sich bitte bei Barbara Klaus oder Joanne Herzberg über unsere Gesellschaftsadresse.

    Aufmerksam machen möchten wir Sie noch auf die Kunstaktion unseres früheren evangelischen Vorsitzenden Maik Fleck in seinem Büro gegenüber dem Gedenkstein für die Synagoge in der Lortzingstraße. Jeden Freitag werden wechselnde Künstlerinnen und Künstler ihre Interpretationen von Psalmversen am Fenster zeigen.

    In der Hoffnung, dass wir uns bald wieder sehen können, grüße ich Sie im Namen des ganzen Vorstands sehr herzlich.

    Micheline Prüter-Müller

    P. S.: Die im Text erwähnten Anhänge können über die zugehörigen Links über unsere Homepage angesehen/heruntergeladen werden.

     

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  • Circular 3/2021

    Detmold, June 1, 2021

    Dear ladies and gentlemen, dear members and friends, 

    with some confidence that we will be able to meet again soon, we dare to inform you about first event ideas for the second half of the year.

    We understand this letter as a sign of life and as an advance notice. If events are possible, you will receive more detailed information and invitations.

    First of all, however, we would like to express our shock at the escalation of violence in Israel. We hope that the ceasefire will continue and that neither Israelis nor Palestinians will have to suffer any more as a result of the escalation. In this context, we would also like to express our disgust at anti-Jewish activities here in our country. When justified criticism of Israeli policies is combined with hatred of fellow citizens, it is intolerable for us. Ignorance, lack of empathy, misguided education - all this and much more is expressed in these actions. Let us resolutely oppose them and assure our Jewish friends of our full solidarity.

    In this letter you will again find some links to digital presentations. We know that most of you prefer face-to-face events, but we do not want to close ourselves to all these initiatives. If the Corona situation does not improve to the extent that many of you can come to Haus Münsterberg again, we will plan so-called hybrid events in the future. Presence plus video streaming. We cordially invite you to a pure video conference with a proven expert on the current situation in Israel below and are curious to see how many of you will turn to this new format.

    In the meantime, on our homepage you will find an index of all the books we have at Haus Münsterberg: A large collection of accounts of the regional history of Jewish life in the surrounding area; a collection of partly old and precious Judaica and standard works on the subject; and a collection of modern novels from the reading circle on the subjects of Israel and Judaism in Europe. You can now get an overview of our stock and feel free to contact us if you would like to borrow something and possibly keep it.

    On the homepage of the Karla Raveh Comprehensive School you will find a wonderful collection of old and new contributions about Karla Raveh, whose birthday was May 15. The Karla Raveh Comprehensive School has compiled these contributions very clearly and appealingly as a so-called padlet (a digital pinboard) - as a substitute for the otherwise usual concerts or readings on Karla's birthday.

    The Municipal Museum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo shows the - open for visits! - Exhibition about Karla's husband "Shmuel Raveh - the life of a silent witness!?". You can register by calling 05261/213276 or directly on site! The exhibition complements with impressive documents the book about Shmuel Raveh's life and survival published last year. On the homepage of the museum there is detailed information and a short film: www.museen-lemgo.de

    On June 11, the father of our Jewish chairwoman, Fred Herzberg from Detmold, would have turned 100. Gudrun Mitschke-Buchholz congratulates him with an article on the homepage of the Detmold City Archives: www.stadtarchiv.detmold.de/startseite.

    Jürgen Scheffler, former head of the Hexenbürgermeisterhaus, remembers in the attached text the oldest member of the impressive meeting of the large Hochfeld family in Lemgo in 2017. Wilfried Hockfield passed away on March 27, 2021. In a short video he tells about his life: In Memory of Wilfred Hockfield (1925-2021) - Interview on the occasion of the exhibition opening "Leaving or Staying? The Jewish Hochfeld Family" (2017) (facebook.com).

    The Johannesburg Holocaust & Genocide Center shows the exhibition from Lemgo about the history of the Hochfeld family a second time. A podcast has been produced for this, which can be found at: https://soundcloud.com/user-858426360/jhgc-in-conversation-steve-penny-hochfeld-juergen-scheffler.

    On June 17 at 19:00 there will be the opportunity to participate in a video conference on the current situation in Israel. The speaker will be the Israeli tour guide and Yad Vashem employee Uriel Kashi, who was expressly recommended to us. The talk will include a brief historical introduction, review developments since the 2nd Intifada, and discuss the role and situation of Arab Israelis in Israel in general. He then goes into the events of the last few weeks and attempts to explain the interests and motivations of the various actors. The presentation will last just under an hour and there will be time for questions afterwards. The access data are https://zoom.us/j/93954796298?pwd=VOUwWkYzcXVldlgzbGFmMWtEQTF3dz09 Meeting-ID:93954796298 Identcode:123456

    Please find enclosed the program of this year's Weeks against Racism, which should actually already take place in March. We strongly recommend these events.

    But now in a short overview the dates planned by us as presence events:

    Sunday, August 22, 17:00: Organ concert with works by Jewish musicians with Oana Maria Bran in the Martin Luther Church in Schülerstraße Detmold.

    Sunday, September 19, 15:00 Haus Münsterberg: General meeting with elections.

    Wednesday, October 6, 19:00 Haus Münsterberg: Reading with Detmold author Herrad Schenk: "Wie in einem uferlosen Strom. The life of my parents." (Like in a stream without banks. The life of my parents.)  At https://www.perlentaucher.de/buch/herrad-schenk/wie-in-einem-uferlosen-strom.html you will find the blurb and reviews from the Süddeutsche Zeitung and Der Zeit about Herrad Schenk's 2002 book.

    Tuesday, Oct. 19, 19:30 Haus Münsterberg: Lecture with musical examples by Iris Hennig about the singer Marianne Oswald.

    Thursday, Oct. 28, 19:30 Haus Münsterberg: Lecture by Bettina Hanke-Postma and Dr. Oliver Arnhold on the subject of "Anti-Semitism".

    Monday, November 1, 16:00 Synagogue in Herford: Joint Bible reading by Bettina Hanke-Postma and Mathitjahu Kellig. Please find further explanations in the attachment!

    Tuesday, November 9, 19:00 in Detmold, Heilig-Kreuz-Kirche: Concert with the Ensemble Horizonte "Music in the Shadow of the Shoa".

    Friday, 12.11. in Schwalenberg possibly 2nd concert with the ensemble.

    In December we are planning a joint Hanukkah celebration in Haus Münsterberg.

    Next year, together with the city of Detmold and in the presence of the artist Günther Demnnig, we plan to lay another eight Stolpersteine. We will inform about names and addresses in time. If you are interested in joining the group, please contact Barbara Klaus or Joanne Herzberg via our society address.

    We would also like to draw your attention to the art action of our former Lutheran chairman Maik Fleck in his office opposite the memorial stone for the synagogue in Lortzingstraße. Every Friday changing artists will show their interpretations of psalm verses at the window.

    In the hope that we will be able to see each other again soon, I send you my warmest greetings on behalf of the entire Board.

    Micheline Prüter-Müller

    P. S.: The attachments mentioned in the text can be viewed/downloaded via the associated links through our homepage.

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  • Rundbrief 2/2021

    Detmold, den 17. 2. 21

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

    so lautet das Oberthema dieses Rundbriefes. Es ist in einer doppelten Bedeutung zu verstehen. Erstens leben im Jahr 2021 Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Dies ist ein festlicher Anlass. Zweitens geben wir Hinweise auf regionale, bedeutsame Ereignisse bzw. Themen im Zusammenhang mit der deutsch-jüdischen Geschichte. 

    Ziel des Festjahres 2021 ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen. Durch das Schaffen von Verständnis und emotionalen Momenten sollen Brücken gebaut, Begegnungen ermöglicht und deutliche Zeichen gegen einen wachsenden Antisemitismus gesetzt werden. Aus diesem Anlass haben sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen zusammengeschlossen, um das Ereignis unter der Leitung eines eigens gegründeten Vereins zu begehen. Weitere Informationen gibt es unter www.2021jlid.de.

    Unter dem Namen „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“, werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme … Beispielsweise zeigt das Jüdische Museum Augsburg, das 1985 als erstes selbständiges Jüdisches Museum gegründet wurde, die Sonderausstellung „Schalom*Sisters“. Mehr dazu steht unter www.jmaugsburg.de. Die lebensbejahende, fröhliche Sonderbriefmarke (80 Cent) zum Jubiläumsjahr, trägt den hebräischen Schriftzug „Chai“, der für „Leben“ und „Lebensfreude“ steht.

     

    Sonderbriefmarke 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

    Die Auftaktveranstaltung „1700 Jahre – Festakt zum jüdischen Leben in Deutschland“ wird am 21. Februar von 16:30 bis 17:30 Uhr im Ersten Programm (ARD) ausgestrahlt. Rund um diese Ausstrahlung sendet das Erste eine Reihe spannender Beiträge.

    Aufmerksam machen möchten wir in diesem Zusammenhang auch auf die Plakatkampagne „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“. Dabei handelt es sich um monatlich wechselnde Plakate, die jeweils ein jüdisches und christliches Fest oder einen Anlass parallelisieren. Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit begleitet die Aktion mit einem monatlichen Podcast, aktuell über Purim. Die Kampagne ging ursprünglich von einer ostdeutschen Idee aus, die jedoch schnell in eine bundesweite Aktion mündete und inzwischen sowohl von der DBK als auch der EKD unterstützt wird. Eingebettet in den Verein „1700 Jahre jüdisches Leben“, wird die Kampagne auch durch die Bundesregierung mitgetragen. Auf der Homepage www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de finden sich vertiefende Informationen. Unter diesem Link haben wir zusätzlich einen erläuternden Text unserer evangelischen Vorsitzenden Pfarrerin Bettina Hanke-Postma angefügt.

     

    Am 26.01.21, einen Tag vor dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wurde auf einer Bundespressekonferenz der "Toleranz-Tunnel" vorgestellt. Professor Dr. Matitjahu Kellig, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, ist Vorstandsmitglied dieser NGO. Sein sehenswerter Beitrag kann unter www.toleranz-tunnel.de abgerufen werden. Toleranz-Tunnel sollen auf öffentlichen Plätzen gezeigt werden, um an Extrembeispiele gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu erinnern. Als Gegenmittel werden Respekt, Toleranz, Zivilcourage sowie Mitmenschlichkeit propagiert, um zu einem friedlichen Zusammenleben beizutragen. Einen informativen Flyer finden Sie im Anhang.

     

    Zudem möchten wir auf den lesenswerten Aufsatz unseres Mitglieds der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz hinweisen. Der Aufsatz befasst sich mit den jüdischen Synagogen in Detmold und geht insbesondere auf das Bethaus ein. Er kann abgerufen werden unter www.stadtarchiv.detmold.de/startseite.

     

    Unser Mitglied, der Theologe Dr. Oliver Arnhold, deckt in seinem aktuellen Buch „Entjudung“ von Theologie und Kirche. Das Eisenacher Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben, 1939-1945, Evangelische Verlagsanstalt, 12/2020, die Machenschaften völkischer Christen auf. Die Mitglieder des Instituts versuchten Christentum und Nationalsozialismus zu vereinbaren. Oliver Arnhold prangert dies an: „Es ist christliche Pflicht gegen Antisemitismus vorzugehen. Das Judentum ist die Mutterreligion des Christentums“, so der Autor in der LZ vom 27.1.2021.

     

    Die beiden Journalistinnen Yvonne Glandien und Janet König haben ein sehr beeindruckendes Video zu unserer Ehrenvorsitzenden Karla Raveh erstellt. Der Film hat den Titel „Karla Raveh - die unvergessliche Geschichte einer Holocaust-Überlebenden“. Er ist sehr gut recherchiert und tief berührend. Der Bericht über das Leben von Karla Raveh wird veranschaulicht durch sorgfältig ausgewählte Fotos und Interviews. „Ich war wirklich ein fröhliches, wildes Mädchen, aber dann war das vorbei“, sagte Karla Raveh 2015. Der Film löst schmerzhafte, aber auch hoffnungsvolle Gefühle aus. Der Link zum Video lautet: https://www.youtube.com/watch?v=MkFCxMbrrzU&t=7s.

     

    Die zentrale Veranstaltung des diesjährigen Holocaust-Gedenktages wurde am 27.01.21 von der Detmolder Realschule I gestaltet. Unter dem Thema „Menschlichkeit und Unmenschlichkeit damals und heute", erstellten Schulangehörige ein bemerkenswertes und aufrüttelndes Video. Es beginnt und endet mit der Fragestellung: „Was ist für dich Menschlichkeit?“ Das Themenspektrum wird engagiert und inhaltlich besonders fundiert ausgebreitet. Es ist ein würdevolles, lebendiges und umfassendes Video. Auch Karla Raveh, die eine widerständige Jugend wünschte, wie sie im Interview sagte, und sich für dies Ziel engagiert einsetzte, hätte es sehr gut gefallen. Zu sehen sind Video und Onlineausstellung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus unter www.realschule1detmold.de.

     

    Mit herzlichen Grüßen im Namen des ganzen Vorstands 

    Barbara Klaus

     

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  • Circular 2/2021

    Detmold, the 17. 2. 21

    Dear ladies and gentlemen, dear members and friends,

    1700 years of Jewish life in Germany

    is the main theme of this newsletter. It is to be understood in a double meaning. First, in the year 2021, Jews have provably been living on the territory of present-day Germany for 1700 years. This is a festive occasion. Secondly, we provide references to regional, significant events or topics in connection with German-Jewish history. 

     

    The goal of the 2021 celebration year is to make Jewish life visible and tangible. By creating understanding and emotional moments, bridges are to be built, encounters made possible and clear signs set against growing anti-Semitism. To mark the occasion, public figures and important institutions have joined forces to celebrate the event under the leadership of a specially founded association. For more information, visitwww.2021jlid.de.

    Under the name "#2021JLID - Jewish Life in Germany", around a thousand events are organized nationwide. These include concerts, exhibitions, music, a podcast, video projects, theater, films ... The Jewish Museum Augsburg,for example, which was founded in 1985 as the first independent Jewish museum, is showing the special exhibition "Shalom*Sisters". More can be found at www.jmaugsburg.de. The life-affirming, cheerful special stamp (80 cents) for the anniversary year, bears the Hebrew lettering "Chai", which stands for "life" and "joie de vivre".

     

    Sonderbriefmarke 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

    The kick-off event "1700 Years - Celebrating Jewish Life in Germany" will be broadcast on February 21 from 4:30 to 5:30 p.m. on the First Program (ARD). Around this broadcast, the channel broadcasts a series of exciting contributions.

    In this context, we would also like to draw attention to the poster campaign "#beziehungsweise: jüdisch und christlich - näher als du denkst" (#respectively: Jewish and Christian - closer than you think). This involves monthly changing posters, each of which parallels a Jewish and Christian festival or occasion. The German Coordinating Council of the Societies for Christian-Jewish Cooperation accompanies the campaign with a monthly podcast, currently about PurimThe campaign originally started from an East German idea, but quickly developed into a nationwide campaign and is now supported by both the DBK and the EKD. Embedded in the association "1700 Years of Jewish Life," the campaign is also supported by the German government. More detailed information can be found on the homepage www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de. Under this link, we have also added an explanatory text by our Protestant chairperson, Pastor Bettina Hanke-Postma.

     

    On 26.01.21, one day before the international day of remembrance for the victims of National Socialism, the "Tolerance Tunnel" was presented at a federal press conference. Professor Dr. Matitjahu Kellig, chairman of the Jewish Community Herford-Detmold, is a board member of this NGO. His contribution, which is well worth seeing, can be viewed at www.toleranz-tunnel.de. Tolerance tunnels are to be displayed in public places as a reminder of extreme examples of group-based hostility toward people. Respect, tolerance, civil courage and humanity are propagated as countermeasures to contribute to peaceful coexistence. You can find an informative flyer in this attachment.

     

    In addition, we would like to refer to the essay worth reading by our member the historian Gudrun Mitschke-Buchholz. The essay deals with the Jewish synagogues in Detmold and especially with the prayer house. It can be downloaded at www.stadtarchiv.detmold.de/startseite.

     

    Our member, theologian Dr. Oliver Arnhold, , reveals in his recent book, "Entjudung" von Theologie und Kirche. The Eisenach Institute for Research and Elimination of Jewish Influence on German Church Life, 1939-1945, Evangelische Verlagsanstalt, 12/2020, exposes the machinations of völkisch Christians. Members of the institute tried to reconcile Christianity and National Socialism. Oliver Arnhold denounces this: "It is Christian duty to act against anti-Semitism. Judaism is the mother religion of Christianity," he says in the LZ of 27.1.2021.

     

    The two journalists Yvonne Glandien and Janet König have created a very impressive video about our honorary chairwoman Karla Raveh. The film has the title „Karla Raveh - die unvergessliche Geschichte einer Holocaust-Überlebenden“ (Karla Raveh - the unforgettable story of a Holocaust survivor). It is very well researched and deeply touching. The account of Karla Raveh's life is illustrated by carefully selected photos and interviews. "I was really a happy, wild girl, but then it was over," Karla Raveh said in 2015. The film elicits painful but also hopeful feelings. The link to the video is: https://www.youtube.com/watch?v=MkFCxMbrrzU&t=7s.

     

    The central event of this year's Holocaust Memorial Day was organized by the Detmold Realschule I on 27.01.21. Under the theme "Humanity and Inhumanity Then and Now", school members created a remarkable and stirring video. It begins and ends with the question, "What is humanity for you?" The range of topics is spread out in an engaging manner and with particularly well-founded content. It is a dignified, lively and comprehensive video. Karla Raveh, who wanted a resistant youth, as she said in the interview, and was committed to this goal, would also have liked it very much. To see the video and online exhibition for the Day of Remembrance of the Victims of National Socialism, go to:  www.realschule1detmold.de.

     

    With best regards on behalf of the entire Board of Directors 

    Barbara Klaus

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  • Rundbrief 1/2021

    Detmold, den 22. 1. 2021

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    zum neuen Jahr wünschen wir Ihnen allen stabile Gesundheit und alles Gute für Sie und Ihre Angehörigen!

    Es ist langjährige Tradition, dass wir Sie im Januar auf viele Veranstaltungen der lippischen Kommunen zum Holocaust-Gedenktag aufmerksam machen dürfen. Aber noch immer ist alles anders - und so erhalten Sie zu diesem besonderen Jahresbeginn Informationen und Links zu digitalen Vorträgen, Gottesdiensten, Rundgängen und Mitarbeitsmöglichkeiten. Gerade Schülerinnen und Schüler haben sich sehr bemüht, unser gemeinsames Anliegen kreativ umzusetzen. Ein Blick in die digitalen Angebote wird sich sicherlich lohnen!

    Die Stadt Detmold lädt zu drei digitalen Veranstaltungen ein. Den Flyer können Sie hier einsehen oder herunterladen. Die zentrale Veranstaltung der Realschule I zum Thema "Menschlichkeit und Unmenschlichkeit damals und heute" finden Sie ab 27. 1. 18:00 Uhr unter  www.realschule1detmold.de  und auf YouTube. Ein Workshop der Israel-AG des Grabbe-Gymnasiums über Anita Lasker-Wallfisch beginnt digital am 28. 1. um 17:00 Uhr. Dazu können Sie sich noch per Mail anmelden unter interaktives_zeitzeugnis@e-mail.de oder direkt bei oliver.arnhold@online.de.

    Die Stadt Lage hat interessante Angebote sehr vieler Schüler*innen und Institutionen in einem Flyer zusammengefasst. Sie finden einen Gottesdienst, einen digitalen Stadtrundgang auf jüdischen Spuren, eine GeoCacheTour  zu den Gedenkstelen und einen Vortrag über die Frage "Wie groß ist die Gefahr von rechts" auf der Homepage der Stadt unter www.lage.de

    In eigener Sache möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir unsere ausgefallene Mitgliederversammlung sicherlich auch noch nicht im März werden nachholen können. Wir planen sie nun für den 19. September 2021. Einladungen mit Vorschlägen zu Satzungsänderungen und mit Wahlankündigungen werden unseren Mitgliedern rechtzeitig zugehen. Hoffentlich können wir dann auch wieder ein kleines musikalisches Rahmenprogramm bieten.

    All die ausgefallenen Lesungen, Vorträge, Konzerte und Veranstaltungen planen wir nun für die zweite Jahreshälfte 2021.

    Sie hören von uns!

    Mit herzlichen Grüßen im Namen des ganzen Vorstands

    Micheline Prüter-Müller

     

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  • Circular 1/2021

    Detmold, 22. 1. 2021

    Dear ladies and gentlemen, dear members and friends,

    For the new year we wish you all good health and all the best for you and your loved ones!

    It has been a long-standing tradition that in January we are allowed to draw your attention to many events of the Lippe communities on Holocaust Memorial Day. But still everything is different - and so for this special beginning of the year you will receive information and links to digital lectures, church services, tours and opportunities to participate. Students in particular have put a lot of effort into creatively implementing our common cause. A look at the digital offerings will certainly be worthwhile!

    The city of Detmold invites you to three digital events. You can view or download the flyer here. The central event of the Realschule I on the topic "Humanity and Inhumanity Then and Now" can be found from 27. 1. 18:00 at www.realschule1detmold.de and on YouTube. A workshop of the Israel-AG of the Grabbe-Gymnasium about Anita Lasker-Wallfisch starts digitally on 28. 1. at 17:00. You can still register for this by mail at interaktives_zeitzeugnis@e-mail.de or directly at oliver.arnhold@online.de.

    The city of Lage has summarized interesting offers from many students and institutions in a flyer. You will find a church service, a digital city tour on Jewish traces, a GeoCacheTour to the memorial steles and a lecture on the question "How great is the danger from the right" on the city's homepage at  www.lage.de.

    On our own behalf, we would like to inform you that we will certainly not be able to make up for our cancelled general meeting in March. We are now planning it for September 19, 2021. Invitations with proposals for changes to our Articles of Association and with election announcements will be sent to our members in good time. Hopefully we will be able to offer a small musical program again.

    We are now planning all the cancelled readings, lectures, concerts and events for the second half of 2021.

    You will hear from us!

    With best regards on behalf of the entire Board of Directors

    Micheline Prüter-Müller

   
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