• Rundbrief V 2018

    Detmold, den 27. August 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    im Rahmen unserer Kooperation mit dem Literaturbüro und dem Freilichtmuseum machen wir Sie bereits jetzt auf die diesjährigen „Dorfgeschichten“ aufmerksam. Es ist dem Literaturbüro gelungen, Dominique Horwitz einzuladen, der aus dem Roman „Verschwörung gegen Amerika“ des in diesem Jahr verstorbenen großen amerikanischen Schriftstellers Philip Roth lesen wird. Es ist ein Roman über die Demokratie und ihre Gefährdung von innen. Was wäre, wenn Charles Lindbergh 1940 zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner geworden wäre und die Wahl gewonnen hätte. Aus Sicht des 8-jährigen Philip erzählt Roth von einer vertrauten Welt, in der das Undenkbare Wirklichkeit wird. Der Roman mischt Autobiografie und Gedankenexperiment und stellt Weltgeschichte und Alltagskatastrophen schroff gegeneinander.
    Die Lesungen werden am 20. und 21. November im Freilichtmuseum sein. Der Kartenvorverkauf beginnt am 10. September unter der Telefonnummer 05231/3080210 oder evtl. unter www.literaturbuero-owl.de. Bitte notieren Sie sich diesen Termin, denn die Karten sind erfahrungsgemäß sehr schnell ausverkauft!

    Im Folgenden laden wir Sie zu unseren Veranstaltungen im September ein, geben Ihnen eine Veranstaltungsübersicht bis zum Ende des Jahres und erlauben uns am Schluss einige Hinweise von anderen Organisationen zu unserer „gemeinsamen Sache“.

     

    Sonntag, 9. September 2018 um 14:00 Uhr

    Tag des offenen Denkmals: Haus Münsterberg

    Öffnung des Hauses Münsterberg am Tag des offenen Denkmals

    Jeweils „um halb“ werden Marlen Dettmer und Sarah Bloch vom Literaturbüro kurze Vorträge zu Geschichte und Bedeutung des Hauses halten. Die Räume der Gesellschaft für Christlich – Jüdische Zusammenarbeit werden geöffnet sein und wir freuen uns über Besucher!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

    Freitag, 14. September 2018 um 19:30 Uhr

    Im Teuto versteckt und überlebt. Das geheime Leben des Dr. Sommer.

    Dr. Marion Meier

    Jeder in einem bestimmten Alter kannte ihn: Den Sexualaufklärer Dr. Jochen Sommer aus der "Bravo". Aber nur wenige kannten den Mann hinter dem Pseudonym, den Arzt, Psychologen und Religionslehrer Dr. Martin Goldstein, der im Bielefelder Westen geboren wurde, dort aufwuchs und der sich vor den Nazis im Teutoburger Wald verstecken musste, denn Goldstein war nach der Terminologie der braunen Machthaber "Halbjude". Dr. Martin Goldstein ist als Dr. Sommer in Deutschland mit seiner Rubrik in der Jugendzeitschrift BRAVO zu einem bedeutenden Aufklärer geworden. Generationen von Teenagern ebnete er den Weg in eine befreite, selbstverständliche Sexualität. Für die Sexualpädagogik ist das Wirken von Martin Goldstein ein Meilenstein mit einem nicht zu unterschätzenden Beitrag zu demokratischer Erziehung. Nach seinem Tod 2012 erhielt er in großen überregionalen Zeitungen würdigende Nachrufe.
    Die Bielefelder Journalistin Marion Meier hat sich in ihrem 2015 herausgegeben Buch „Im Teuto versteckt und überlebt“ auf die Spuren des berühmten Arztes und Psychologen begeben und erzählt von ihren Gesprächen mit dem Mann hinter dem Pseudonym Dr. Sommer. Martin Goldstein verdeutlicht in dieser Biographie, wie Verfolgung und Fremdenfeindlichkeit den Alltag einer deutschen Großstadt zur Nazizeit prägten. Dabei gelingt ein Mahnmal, das uns den Wert gelebter Toleranz beeindruckend in Erinnerung ruft.

    Die Lesung wird musikalisch umrahmt von der Saxophonistin und Musikpädagogin Gitta Schäfer.

    In Kooperation mit der Buchhandlung „Kafka&Co", Detmold. Karten gibt es in der Buchhandlung (Tel: 05231 39569). Der Eintritt ist für die Mitglieder unserer Gesellschaft frei.

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

    Samstag, 22. September 2018 um 7:30 Uhr

    Tagesfahrt zur Ausstellung „Exil. Erfahrung und Zeugnis“ nach Frankfurt

    Die Ausstellung geht der Frage nach, was es bedeutet, ins Exil gehen zu müssen. Erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte zeigt das Deutsche Exilarchiv 1933 – 1945 eine Dauerausstellung, die folgenden Fragen nach geht: „Was bedeutet es, ins Exil gehe zu müssen? Was erlebt man dort? Gibt es ein Ende des Exils? Und was bleibt vom Exil? Die Ausstellung zeigt Spuren des Exils in 250 einzigartigen Zeugnissen und mehr als 300 Exilveröffentlichungen aus den Beständen des Exilarchivs.

    Zusätzlich gibt es die Gelegenheit, die Ausstellung „Damenwahl“ Zum 100. Geburtstag der parlamentarischen Demokratie und zum 100. Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland anzusehen.
    Am 19. Januar 1919 war es soweit. Frauen in Deutschland durften zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen. Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit einer großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen.

    Gebühr: 69,00 € (inkl. Busfahrt, Eintritt, Führungen) TN-Zahl mind. 20, max. 25.

    Bitte melden Sie sich bis zum 13.9. mit der Anmeldenummer R-BA 8 für diese Exkursion an. Telefon: 05231/976742 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    In Kooperation mit der Lippischen Landeskirche unter der Leitung von Susanne Schüring-Koop.

     

     

    Sonntag, 23. September 2018 um 11:00 UhrPassoverPictureNo2 1938
     

    Stadtrundgang in Detmold: „Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold“

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Am Beispiel dieser Familie soll der jüdischen Geschichte von Detmold mit ihren religiösen Stätten und den ehemals jüdischen Geschäfts- und Wohnhäusern nachgegangen werden. Ebenso werden Detmolder NS-Institutionen thematisiert, die für die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     

    Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold

     

    Führungen „Auf jüdischen Spuren“ für ganze Schulklassen sind kostenlos. Bitte melden Sie sich dafür unter der Telefonnummer 05231/29758!

     

    Donnerstag, 27. September 2018 um 19:30 Uhr

    Das vergessene jüdische Bethaus in Detmold von 1633

    Fred Kaspar, LWL-Amt Denkmalpflege 

    Hinter den Häusern Krumme Str. 26 und 28 stand die erste Synagoge von Detmold. Sie war von der Straße aus nicht zu erkennen und nur durch das Haus Krumme Straße 28 zugänglich. Heute ist sie als verfallendes Haus von der Bruchmauerstrasse aus zu sehen.
    Der Bau der Synagoge/des Bethauses erfolgte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als es (wieder) eine wohlhabendere Gruppe jüdischer Bürger gab. Ihr Dasein wurde vom Fürstenhaus unterstützt.
    Dr. Fred Kaspar ist es zu verdanken, dass die Bedeutung der Synagoge bzw. des Bethauses „als einzigartiges historisches Zeugnis“ in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangte. Er hat als Bauhistoriker im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe das Hinterhaus an der Bruchmauerstraße baugeschichtlich untersucht und erforscht.
    Der erkennbare ursprüngliche Bau des Hauses sowie weitere Quellen lassen seiner Meinung nach keinen Zweifel daran aufkommen, dass es als Bethaus, erste Synagoge in Detmold genutzt wurde. Vor dem erschlossenen historischen Hintergrund erweist sich das Gebäude heute als ein zentrales und schützenswertes Zeugnis der jüdischen Bevölkerung in Detmold und steht damit für einen wesentlichen Aspekt der Stadtgeschichte.

    In Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Bielefeld-Lippe und dem AK gegen das Vergessen.

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

     

    Sonntag, 7. Oktober 2018 um 11:00 UhrBlick auf den jüdischen Friedhof in Detmold
     

    Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

    Volker Buchholz

    Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     

    Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.

    Vorankündigungen:

    Montag, 29.10.: Vortrag von Michael Rubinstein, Landesverband der jüdischen Gemeinden Nordrhein: „Judesein angesichts des Antisemitismus in Deutschland heute“. In der Reihe „Religionen im Gespräch“.

    Freitag, 9.11.: Gedenkveranstaltungen in vielen lippischen Gemeinden. In Detmold im Anschluss und in Zusammenarbeit mit der Stadt: Orgelkonzert mit Werken jüdischer Komponisten mit Oana Maria Bran in der Martin-Luther-Kirche, Schülerstraße.

    Dienstag/Mittwoch 20./21.11.: „Dorfgeschichten“ im Freilichtmuseum (siehe oben)

    Freitag, 23.11.: Konzert mit Esther Bejerano in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold. Eine Veranstaltung der Deutsch-Italienischen Gesellschaft.

    Mittwoch, 28.11.: Dr. Eva Lettermann, „Onkel Franz doch nicht“. Wiederholung des Vortrages in den Räumen des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung in Detmold, Bruchstraße 38. Gäste sind willkommen.

    Donnerstag, 13.12.: Lesung aus den Werken von Ruth Michaelis-Jena, Detmold, und Jenny Aloni, Paderborn, im Haus Münsterberg. Ein Projekt des Literaturzirkels Bielefeld mit Musik des Jazzklarinettisten Lothar Henkenjohann.

    Am 1. Oktober findet der nächste Abend unter dem Motto „Wir müssen reden!“ – Talk der Religionen statt. Den genauen Ort entnehmen Sie bitte der örtlichen Presse.

    Weitere Hinweise:

    Für Mittwoch, den 29. August, 1830 Uhr lädt der Verein »Stolpersteine und Frenkel-Haus in Lemgo« e.V. ein in den Hof des Frenkelhauses zu: EIN ABEND FÜR KARLA RAVEH Hofgespräche und Musik. Leider konnten wir in der Sommerpause den Einladungsflyer nicht rechtzeitig an Sie weiterleiten.

    Am 2. September erhält unser langjähriges und sehr aktives Mitglied Ingrid Schäfer das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland! Wir gratulieren von Herzen!

    Das neue „Rosenland“ ist da. Sie können diese spannende Internetzeitschrift mit einem Vortrag von Jürgen Hartmann über Juden in Bösingfeld unter der Adresse www.rosenland-lippe.de herunterladen.

    Dank der Initiative unseres Mitglieds Martin Hankemeier finden Sie zurzeit in der Lippischen Landeszeitung sehr interessante Berichte über die jüdische Geschichte der Stadt Lage.

    Der „Arbeitskreis gegen das Vergessen“ bietet vom 12. – 14. Oktober 2018 eine Studienfahrt in die Gedenkstätte Sachsenhausen zum Preis von 249,-€ an. Falls Sie daran Interesse haben, erkundigen Sie sich bitte unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, ob aktuell noch Plätze frei sind.

    Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk IBB in Dortmund bietet vom 23. – 27. 10. zum Preis von 750€ eine Studienfahrt nach Amsterdam an: “Jüdisches Amsterdam gestern und heute“. Es werden auch Einblicke in den Umgang der Stadt mit aktuellem Rechtspopulismus und Antisemitismus gegeben. Sie können sich unter der Adresse https://ibb-d.de/events/juedisches-amsterdam-gestern-und-heute anmelden. Unsere Mitglieder Dr. Hermann und Gesine Niebuhr haben sich bereits angemeldet und schlagen Fahrgemeinschaften nach Dortmund vor.

    Über die eindrucksvolle Reise Detmolder Organisationen und lippischer SchülerInnen nach Warschau anlässlich der Gedenkveranstaltungen zur 75. Wiederkehr der Zerschlagung des Ghettoaufstandes unter der Leitung von Jürgen Stroop hat die Stadt eine Dokumentation erstellt, die Sie im Haus Münsterberg einsehen können, bzw. die wir Ihnen bei Interesse gerne zuschicken. Außerdem finden Sie dort ein Fotobuch zur Ansicht, das unser Mitglied Inge Ehrlicher für die Gesellschaft erstellt hat.

    Die Dokumentation des alten Teils des jüdischen Friedhofs in Detmold ist inzwischen abgeschlossen und über einen Link auf unserer Homepage (unter dem Menu-Punkt: Jüdische Friedhöfe in Lippe) einzusehen. Die Jüdische Gemeinde Herford-Detmold hat inzwischen die Finanzierung der Dokumentation auch des neuen Teils übernommen, so dass die Arbeit des Salomon Steinheim Institutes dort weitergehen kann!

    Bitte werfen Sie von Zeit zu Zeit eine Blick auf die Seiten des Digitalen Gedenkbuches für die Opfer des Nationalsozialismus in Detmold www.gedenkbuch-detmold.de. Frau Mitschke-Buchholz findet durch ihre unermüdliche Arbeit immer wieder neue Dokumente und Hinweise zu weiteren Opfern, deren Namen wir lebendig halten möchten. In diesem Sommer haben Nachkommen der Familie des lippischen Rabbiners Moritz Rülf ihre Wurzeln in Detmold gesucht. Sie waren von der Fülle der durch die Digitalisierung leicht zugänglichen Dokumente sehr beeindruckt. Einen offiziellen Besuch der Nachfahren im nächsten Sommer haben wir ins Auge gefasst.

    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstands

    Micheline Prüter-Müller

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  • Circular V 2018
  • Rundbrief IV 2018

    Detmold, den 25. April 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

        im Mai des vergangenen Jahres feierte unsere jüdische Vorsitzende und Freundin Karla Raveh ihren 90. Geburtstag hier in Lippe. Kurz darauf ist sie verstorben. Wir möchten mit einem besonderen Konzert an Karla erinnern, bei dem sie sicherlich gerne dabei gewesen wäre:

    Montag, 14. Mai 2018 um 19:30 Uhr

    Monika Rey FotoEva Schuettler Foto
    „IRGENDWO AUF DER WELT“

    Jüdische Komponisten der 1920er und 30er Jahre

    Konzert mit Monika Rey (Gesang) und Eva Schüttler (Klavier) 

    Eintritt AK: 12 € / VVK: 10 €     Ermäßigung AK: 10 € / VVK: 8 €

    Die Eintrittskarten für das Konzert können Sie per Telefon (Anrufbeantworter) oder Mail in unserem Büro vorbestellen und an der Abendkasse bezahlen. In Lemgo können Sie die Karten an der Kasse des Museums Hexenbürgermeisterhaus oder im Gemeindebüro St. Johann erwerben.

    Veranstalterinnen: Stadt Lemgo, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V., Gedenkstätte Frenkelhaus, Landeszentrale für politische Bildung NRW

    Gemeindezentrum St. Johann, Hinter dem Kloster 1, Lemgo


    Im Januar dieses Jahres ist leider auch der Senior der großen Familie Hochfeld aus Lemgo, Uri Hochfeld, gestorben. Jürgen Scheffler erinnert an ihn in einem eindrucksvollen Text, den wir Ihnen als Anhang an diesen Rundbrief zusenden. Im Mai vergangenen Jahres war Uri Hochfeld anlässlich der Ausstellung „Gehen oder Bleiben“ noch zu einem großen Familientreffen nach Lemgo gekommen!

    Anlässlich der erneut aufgeflammten unsäglichen antisemitischen Vorfälle auch und gerade unter Jugendlichen weisen wir erneut darauf hin, dass wir Führungen auf jüdischen Spuren speziell für Schulklassen anbieten. Informationen und emotionale Berührung ermöglichen Führungen in ganz besonderer Weise. Melden Sie sich per Mail oder Telefon jederzeit in unserer Geschäftsstelle oder direkt bei mir (05231/24776).


    Weiterhin laden wir Sie herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein:


    Dienstag, 15. Mai 2018 um 19:30 Uhr

    Radikalisierung: Jugendliche bauen sich ihren "Lego Islam"

    Dr. Michael Kiefer, Islamwissenschaftler Universität Osnabrück 

    Junge Menschen, die sich gewaltbereiten radikal-islamischen Gruppen anschließen, wissen oft sehr wenig vom Islam. "Man kann sagen, sie bauen sich ihren eigenen "Lego-Islam", so formuliert der Islamwissenschaftler Michael Kiefer das Ergebnis seiner Studie, die er gemeinsam mit Andreas Zwick von der Universität Bielefeld durchgeführt hat.
    Die beiden Wissenschaftler untersuchten 5.757 Postings einer WhatsApp Chat-Gruppe, der zwölf junge Männer im Alter von 15 bis 35 Jahren angehörten und erforschten auf diese Weise, wie es zur Radikalisierung bei jungen Muslimen kommt. Dabei kommen die Wissenschaftler zu überraschenden Ergebnissen. So hätten die Mitglieder der Gruppe kaum Bindungen an Moscheegemeinden oder traditionelle Formen des Glaubens. Risikofaktoren für eine Radikalisierung seien der Übergang von Schule zur Ausbildung, Gewalterfahrung oder andere kritische Lebensereignisse. Michael Kiefer wird an diesem Abend die Studie vorstellen und als Diskussionspartner zur Verfügung stehen.

    Moderation Dr. Katharina Kleine Vennekate

    In der Reihe "Religionen im Gespräch" in Kooperation mit der Ev. Studierendengemeinde Detmold/Lemgo (ESG) und dem Katholischen Bildungswerk Lippe e.V.

    Cafe Viva, Wiesenstraße 5, 32756 Detmold

    Freitag, 18. Mai 2018 um 16:00 Uhr

    Lesekreis

    mit Gertrud Wagner 

    Neue TeilnehmerInnen sind willkommen. Gelesen wird dieses Mal: Clare Hajal, Der Duft der bitteren Orangen.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38, Detmold

     

     

    Sonntag, 27. Mai 2018 um 11:00 UhrPostkarte der zerstörten Synagoge in
                      derLortzingstraße
     

    Stadtrundgang in Detmold: "Auf jüdischen Spuren"

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch die jüdische Volksschule, einige der sog. Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold


    Dienstag, 29. Mai 2018 um 20:30 Uhr


    Abendliches Fastenbrechen - gemeinsam feiern

    Mitte Mai beginnt der Monat Ramadan. In dieser Zeit ist Muslimen das Essen und Trinken in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht erlaubt. Nach Sonnenuntergang wird jeden Abend das Fasten gebrochen und zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. An diesem Abend wollen wir als Menschen mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit gemeinsam das abendliche Fastenbrechen feiern und laden zum Essen ein. Wir starten mit gemeinsamen Vorbereitungen und Gedankenaustausch. Nach Sonnenuntergang wird dann zusammen gegessen.

    Vorbereitende Gruppe: Studierende aus der Burse und Dr. Katharina Kleine Vennekate

    Anmeldung zum Essen bis zum 25.05.2018 erbeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    In der Reihe "Religionen im Gespräch" in Kooperation mit der Ev. Studierendengemeinde Detmold/Lemgo (ESG) und dem Katholischen Bildungswerk Lippe e.V.

    Cafe Viva, Wiesenstraße 5, 32756 Detmold

     

     

    Sonntag, 3. Juni 2018 um 11:00 UhrBlick auf den jüdischen Friedhof in Detmold
     

    Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

    Volker Buchholz

    Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     

    Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.



    In der Reihe „Blicke auf Israel“:

    Dienstag, 19. Juni 2018 um 19:30 Uhr

    Feature-Präsentation mit anschließendem Gespräch mit Heike Tauch

    Mit den Augen eines Scharfschützen.

    Die Geschichte des ehemaligen israelischen Elitesoldaten Nadav Weiman

    Feature von Herlinde Koelbl und Heike Tauch

    Nadav Weiman, Foto Copyright: Herlinde
                        Koelbl 

    Nadav Weiman, Foto Copyright: Herlinde Koelbl

    Mit: Sigrid Burkholder (Sprecherin) und Martin Bross (Voice Over)
    Regie: Heike Tauch
    Redaktion: Wolfgang Schiller
    Produktion: DLF 2017(45 min)

    Wir nehmen ihnen die Handys ab. Einer von uns sitzt die ganze Nacht über bei ihnen, mit dem Gewehr im Anschlag. Das also machten wir, und wir machten es so gut, dass die Familie nicht einmal aufwachte, als wir in das Haus eindrangen. Ich musste also eines der Kinder in seinem Bett aufwecken, mit angelegtem Gewehr, Tarnfarbe im Gesicht - die ganze Nummer. Als der Junge mich dann völlig verängstigt anstarrte, als ich so über ihm stand, die Waffe auf ihn gerichtet, und ihn aus dem Bett holte, dachte ich: ´Hier stimmt was nicht. Das gab’s schon mal in der Geschichte meines Volkes. Nur diesmal bin ich auf der falschen Seite.´ (Nadav Weiman in dem Feature „Mit den Augen eines Scharfschützen“)

    Nadav Weiman wächst in einer Familie mit großer Militärtradition auf: Nadavs Großvater und Urgroßvater kämpften im jüdischen Widerstand, Nadavs Vater im Jom-Kippur- und im ersten Libanon-Krieg, seine Brüder sind Elitekämpfer in der israelischen Armee. Mit 18 Jahren geht auch Nadav voller Überzeugung zur Armee und lässt sich zum Scharfschützen bei einer Eliteeinheit ausbilden. Sein Haupteinsatzgebiet werden die besetzten Gebiete. Mit der Zeit wachsen seine Zweifel am Sinn seiner Antiterroreinsätze.
    Als ihn die Fotografin Herlinde Koelbl 2012 bei ihren Arbeiten zum Ausstellungsprojekt „Targets“ kennenlernt, hat er seinen dreijährigen Dienst bereits beendet und engagiert sich bei „Breaking the Silence“, einer regierungskritischen Organisation von ehemaligen und aktiven israelischen Soldaten.(*) In den Folgejahren hält Koelbl den Kontakt mit ihm aufrecht. 2016, während der Vorbereitungen zu ihrer Ausstellung „Faces of Jerusalem“, trifft sie den inzwischen 30jährigen erneut.


    Herlinde Koelbl - Informationen zur Person der bekannten Künstlerin auf www.herlindekoelbl.de

    Heike Tauch (www.heike-tauch.de), seit 1992 als Autorin und Regisseurin fürs Radio mit Schwerpunkt Hörspiel und Feature. Zuletzt: „Metamorphosen“; (DLF 2015, zusammen mit Florian Goldberg), „Bürger Zweiter Klasse - Eine neu-deutsche Familie“ (DLF 2016, n-ost-Reportagepreis 2017).
    Von 1996-2012 leitete Tauch das Hörtheater für Deutschlandradio in Berlin.

    (*)GfCJZ: Das Treffen von Außenminister Gabriel im April 2017 mit Vertretern der Organisation "Breaking the Silence" in Israel führte zum Eklat mit der israelischen Regierung.

    Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdischer Zusammenarbeit in Lippe e.V.

    Haus Münsterberg
    Hornsche Straße 38, Detmold


    Zum Schluss noch ein besonderes Reiseangebot:

    Israelreise in den Herbstferien 2018
    Es sind noch Plätze frei!

    Die Kirchengemeinden Wöbbel und Reelkirchen bieten vom 17. - 26. Oktober 2018 eine Israelreise mit einem jüdisch-christlichen Schwerpunkt an.
    In Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Krull, Blomberg, und einer weiteren Agentur für Gruppenreisen, wurde ein schönes und zum Teil außergewöhnliches Programm zusammengestellt. Pfarrer Holger Postma und Pfarrerin Bettina Hanke-Postma übernehmen die Reiseleitung zusammen mit einer ortskundigen Reiseführung.
    Die Reise vor Ort, mit Flug von Frankfurt nach Tel Aviv, startet im Süden Israels in der Negev Wüste und am Toten Meer. Nachdem wir Masada besichtigt haben, werden wir in den Norden zum See Genezareth reisen. Besuche in Kapernaum, auf dem Berg der Seligpreisungen leiten uns zu den Spuren Jesu und seiner Jüngerinnen und Jünger. Der Schwerpunkt der Reise liegt in diesem Jahr auf Jerusalem. Wir werden drei Nächte im lutherischen Hospiz in der Altstadt übernachten und vor Ort Begegnungen mit Menschen haben, die dort leben und uns aus ihrer Perspektive über das Leben heute in Israel und Palästina berichten können. Von dort aus werden wir auch nach Bethlehem fahren.
    Eine genaue Reisebeschreibung mit allen Kosten und weiteren Informationen schicken wir ihnen gern zu, rufen Sie an unter 05233-4323. Bettina Hanke-Postma

     
    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstandes –

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei 

    Erinnerung an Uri Hochfeld


  • Circular IV 2018
  • Rundbrief III 2018

    Detmold, den 26. März 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

        

        mit einem herzlichen Gruß zum Pessachfest und zu Ostern möchten wir Sie noch einmal auf zwei bereits angekündigte Veranstaltungen im April aufmerksam machen:

     

    Mittwoch, 11. April 2018 um 19:30 Uhr

    Arnold Schönberg: „Ein Überlebender aus Warschau“
    Musik zum Ghettoaufstand.
    Thomas Krügler

    Werkbetrachtung des siebenminütigen Stückes mit Informationen zum Leben und zur Musik des Komponisten.

    Arnold Schönberg (1874 in Wien-1951 USA), einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat mit der Erfindung der Zwölftontechnik (Dodekaphonie) die Musikwelt revolutioniert. Er war österreichisch-amerikanischer Komponist, Musiktheoretiker, Maler und Dichter.  Als Jude emigrierte er bei Anbruch des Nazireiches in die USA. Die Nachrichten über die Gräueltaten der Nazis veranlassten ihn im Alter von 73 Jahren sein Werk „Ein Überlebender aus Warschau“ op. 46 für Sprecher, Männerchor und Orchester zu komponieren. Es vertont den Tatsachenbericht eines polnischen Juden über die Massaker im Warschauer Ghetto. In nur 12 Tagen vollendet er das Werk am 23. August 1947, das ein Jahr später am 20. Dezember 1948 unter der Leitung von René Leibowitz seine europäische Uraufführung erlebt. 
    Ein Überlebender aus Warschau
    gilt als eines der ausdrucksstärksten Werke Schönbergs von erschütternder Realistik in Text und Musik und stellt eine der wichtigsten und meistrezipierten musikalischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust dar.

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.
     

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

    Montag, 16. April 2018 um 19:30 Uhr

    Ein Mörder aus Detmold. Jürgen Stroop und das Warschauer Ghetto

    Dr. Bärbel Sunderbrink, Leiterin des Stadtarchivs in Detmold

    NS-Täter kamen aus allen Schichten, Milieus und Religionen. Die Frage, was sie zu ihren verbrecherischen Handlungen bewegt hat, ist schwer zu beantworten. In ihrem Vortrag zeichnet Bärbel Sunderbrink den Lebensweg von Jürgen Stroop nach, der in Detmold geboren ist und hier seine prägende Zeit erlebt hat. Der Katasterbeamte machte in der SS Karriere. Im April 1943 erhielt Stroop von Heinrich Himmler den Befehl, den Aufstand im Warschauer Ghetto niederzuschlagen. Sein Bericht über die Zerstörung des Ghettos gehört zu den grausamsten Selbstzeugnissen eines NS-Verbrechers.

    Veranstalter: Stadtarchiv Detmold

    Landesarchiv NRW, Stadtarchiv Detmold, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold

     

    Vorankündigungen für Mai:

    14.5.18, 18.00 Uhr: Konzert zum Geburtstag von Karla Raveh mit Monika Rey und Eva Schüttler. Lemgo, St. Johann. Karten zum Preis von 10,-€ können Sie bereits ab jetzt in unserer Geschäftsstelle zurücklegen lassen.

    27.5.18, 11.00 Uhr: Führung auf jüdischen Spuren der Stadt Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz. Treffpunkt Rathaustreppe, 5,-/2,-€

    3.6.18, 11.00 Uhr: Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz. Treffpunkt Friedhofseingang Spitzenkamptwete. 5,-/2,- €

    19.6. 18, 19.30 Uhr, Haus Münsterberg: Heike Tauch: Mit den Augen eines Scharfschützen. Über die israelische Widerstandsorganisation "Breaking the silence."

    Information zur Studienreise auf den Spuren von Felix Fechenbach nach Würzburg und Mergentheim: Alle bis zum Anmeldeschluss am 25.3. eingegangenen Anmeldungen konnten berücksichtigt werden! Nähere Informationen folgen.

      
    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstandes –

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei

     

  • Circular III 2018 - Translation is pending

     


     

   
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