• Rundbrief II 2019

     Detmold, den 1. März 2019

     

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    unser Frühjahrsrundbrief möchte Sie auf spannende Veranstaltungen hinweisen, die an verschiedenen Orten in Lippe stattfinden werden: 

    Jürgen Hartmann wird in Extertal den Umgang der Gemeinde Bösingfeld mit ihren jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in Weimarer Zeit und Nationalsozialismus beleuchten; in Wöbbel wird es ein Chorkonzert mit hebräischen Liedern und Klezmermusik geben; Professor Schmuhl von der Universität Bielefeld wird in Detmold seine Untersuchungen über die NS-Vergangenheit des langjährigen Direktors der Musikhochschule Martin Stephani vorstellen; die wissenschaftliche Aufnahme der Grabsteine des Detmolder jüdischen Friedhofes wird vorgestellt und der Lesekreis moderner Literatur befasst sich mit dem Roman von Erich Hackl, "Am Seil". Im zweiten Teil unserer Mitgliederversammlung am 31. März gibt es einen öffentlichen Vortrag von Gudrun Mitschke-Buchholz zur Erinnerung an einen Kindertransport vor 80 Jahren.

    Machen Sie sich mit Hilfe der kommentierten Ankündigungen in diesem Brief oder auf unserer Homepage selbst ein Bild. Wir laden herzlich ein!

    Dienstag, 12. März 2019 um 19:30 Uhr

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    Präsentation der Dokumentation der Grabsteine des neueren jüdischen Friedhofs Detmold

    Natanja Hüttenmeister, Salomon-Steinheim-Institut

    Die Dokumentation ist nun über die Datenbank 'epidat' online verfügbar (http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=dtm). Der Friedhof, auf dem auch Grabsteine eines Vorgängerfriedhofs stehen, birgt fast 300 Jahre jüdische Geschichte in Detmold. Mit einem Vortrag sollen die Ergebnisse der Dokumentation präsentiert und in die allgemeine jüdische Sepulkralkultur eingeordnet werden, wie zum Beispiel die Entwicklung der Grabmalgestaltung, die Bedeutung der Symbolik und Aufbau und Inhalte der hebräischen Inschriften.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38, Detmold



    Freitag, 15. März 2019 um 16:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner.

    Gelesen wird Erich Hackl, "Am Seil".

    Das nächste Mal trifft sich der Kreis am 12. April um 16:00 Uhr. Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38



    Sonntag, 17. März 2019 um 17:00 Uhr

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    „Kunst unterm Kirchturm“

    Hebräische Lieder und Klezmer Musik mit dem Chor TonArt der Kirchengemeinde Wöbbel unter der Leitung von Helena Mansfeld und mit Beate Ramisch(Pianistin und Sängerin) und Mike Pigorsch (Gitarre).

    Kirchengemeinde Wöbbel und GfCJZ.

    Kirche in Wöbbel, Am Kirchborn 2, 32816 Schieder-Schwalenberg



    Dienstag, 19. März 2019 um 19:30 Uhr

    Zwischen Göttern und Dämonen - Martin Stephani und der Nationalsozialismus

    Prof. Hans-Walter Schmuhl, Universität Bielefeld

    Martin Stephani war von 1959-1982 Direktor der damaligen Nord-westdeutschen Musikakademie Detmold. Im zweiten Weltkrieg war er in unterschiedlichen Positionen im Musikwesen der Waffen-SS tätig. Eingesetzt war er seit 1941 zunächst bei der "Leibstandarte SS Adolf Hitler" und anschließend im SS-Führungshauptamt. Das Rektorat der Hochschule hatte anlässlich von Stephanis 100. Geburtstag entschieden, sein Leben historisch aufarbeiten zu lassen. Der ausgewiesene Kenner der NS-Zeit, Prof. Schmuhl, legt nun 2019 ein differenziertes Bild über die Tätigkeiten Stephanis im Dritten Reich und nach 1945 vor.

    GfCJZ in Kooperation mit der Buchhandlung Kafka & Co.

    Eintritt: (Vorverkauf i.d. Buchhandlung) 8.- Euro/ Schüler/Studenten 6,- / Mitglieder der GfCJZ frei.

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38



    Sonntag, 31. März 2019 um 16:30 Uhr

    Panu Derech Band 28

    Erzwungener Aufbruch in ein neues Leben. Fred Herzbergs Flucht mit dem Kindertransport 1939.

    Im zweiten - öffentlichen - Teil der Mitgliederversammlung erinnert die Referentin an den 80. Jahrestag des Kindertransportes mit Fred Herzberg.

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38



    Mittwoch, 03. April 2019 um 19:00 Uhr

    Gedenkstaette

    Die Synagogengemeinde Bösingfeld in Weimarer Zeit und Nationalsozialismus.

    Jürgen Hartmann

    Jürgen Hartmann zeigt am Beispiel des Fleckens Bösingfeld, dass nicht auf Anweisungen „von oben“ gewartet werden musste, um jüdischen Einwohnern das Leben zur Hölle zu machen. Parallel zum erstaunlich frühen Aufstieg der NSDAP in diesem Landesteil nahmen antisemitische Übergriffe zu, bis dahin angesehene Menschen wurden zur Zielscheibe von Beleidigungen und tätlichen Angriffen.

    Gemeinde Extertal und GfCJZ in Lippe.

    Bürgersaal im Rathaus Extertal, Mittelstraße 36, 32699 Extertal/Bösingfeld



                 

    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des Vorstands –

    Micheline Prüter-Müller


     

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular II 2019
  • Rundbrief I 2019

     

    Detmold, den 15. Januar 2019

     

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

                   wir wünschen allen in Nah und Fern ein glückliches neues Jahr!

    Mit diesem Brief und seinen Anlagen laden wir Sie ein zu Veranstaltungen um den Holocaustgedenktag im Januar in mehreren lippischen Kommunen. Etwas ausführlicher weisen wir auf die Veranstaltungen hin, die mit in unserer Verantwortung liegen und die dankenswerterweise unsere katholische Vorsitzende Barbara Klaus organisiert hat. Wir stellen in unterschiedlichen Formen die jüdische Malerin Charlotte Salomon und ihr in vieler Hinsicht besonderes Schicksal vor. Und es wird der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Detmold-Herford, Prof. Matitjahu Kellig, zum Thema Judentum und Antisemitismus in unserer Gesellschaft sprechen – so, wie er dieses ganz aktuell wahrnimmt. Mit beiden Themen gehen wir wieder auf Wünsche ein, die von Ihnen auf der letztjährigen Mitgliederversammlung geäußert wurden. Wir laden Sie schon jetzt herzlich ein, Ihre Wünsche auch in diesem Jahr zu äußern, und zwar am Sonntag, den 31. März um 15.00 Uhr im Haus Münsterberg. Frau Mitschke-Buchholz wird mit einem kleinen Vortrag an den Kindertransport erinnern, mit dem am 6. Februar 1939 Fred Herzberg, der Vater unserer jüdischen Vorsitzenden Joanne Herzberg, Deutschland verlassen konnte. Zu dieser Mitgliederversammlung erhalten Sie noch eine gesonderte Einladung.
                   Im März ist es auch so weit, dass wir die Dokumentation der Grabsteine des neueren jüdischen Friedhofs Detmold präsentieren können. Frau Hüttenmeister vom Salomon-Steinheim-Institut wird dazu am 12.3. Erläuterungen geben. Wir freuen uns sehr, dass dieses große, von Jörg Ehrlicher, Rüdiger Schleysing und Ulrich Heinemann initiierte Projekt nun abgeschlossen und auch über unsere Homepage digital zugänglich ist, bevor das Wetter und die Zeit die Erinnerung gänzlich verblassen lassen werden.

    Zu den Veranstaltungen im Einzelnen:

    Stadt Lage:

    Freitag, 25. 1. 19:30 Uhr, Technikum: Irgendwo auf der Welt… Monika Rey singt Lieder jüdischer Komponisten der 1920ger und 1930ger Jahre – begleitet von Eva Schüttler am Klavier. Veranstalterinnen Stadtbücherei und Musikschule Lage. Eintritt 8€/5€ ermäßigt. Kartenvorverkauf: Buchhandlung Brückmann und Musikschule Lage.

    Samstag, 26. 1. 14:00 Uhr, Jüdischer Friedhof, Flurstr.9: Führung über den Friedhof mit Erläuterungen von Margarete Wissmann. Bitte melden Sie sich unter 05232-95500 bei der VHS Lippe-West an.

    Sonntag, 27. 1. 18:00 Uhr, Heilig-Geist-Kirche, Sedanplatz 4: Shoa-Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des NS.

    Montag, 28. 1. 14:00 Uhr, Sekundarschule, Friedrichstr.33: Max Brod und andere… Schüler lesen aus Werken jüdischer Autoren.

    Montag, 28. 1. 18:30 Uhr: Ausstellung des Stadtarchivs und Vortrag von Dr. Jens-Christian Wagner: Vor aller Augen: KZ-Todesmärsche 1944/45, Am Drawen Hof 1/Clara-Ernst-Platz, Lage. Eine Veranstaltung des „Arbeitskreises gegen das Vergessen“ in Kooperation mit der Stadt Lage und dem Stadtarchiv.

    Dienstag, 29. 1. 19:00 Uhr, Gemeindehaus an der Marktkirche, Lange Str. 70, Lage: Hannes Sonntag liest aus seinem neuesten Roman „Solange es noch geht“ und spielt Klaviermusik von Mendelssohn und Chopin. Eine Anmeldung ist nötig bei der Stadtbücherei unter 05231/ 601420.

    Mehr Informationen finden Sie im Flyer, Lage

    Stadt Blomberg:

    Am 27. Januar um 14:00 Uhr laden die Stadt Blomberg, die Kirchengemeinden und das Hermann-Voechting Gymnasium zu einer Gedenkveranstaltung auf dem alten Jüdischen Friedhof am Ostring in Blomberg ein. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Kirchen und Schülerinnen und Schüler werden der Opfer des Holocaust und der Opfer nationalsozialistischer Verfolgung in der Stadt Blomberg gedenken.


    Stadt Detmold:

    Samstag, 19. 1. ab 19:00 Uhr, Christuskirche Detmold: Viele Töne gegen den Hass. Ein musikalisch-politisches Manifest mit Jazz, Klassik und Weltmusik.

    Samstag, 26. 1. 19:30 Uhr, Michaelkapelle Detmold (an der Gedenkstätte Exterstraße): Musikalische Meditation am Vorabend des Holocaust-Gedenktags mit dem Chor „Cantus Novus“.

    Sonntag, 27. 1. 11:30 Uhr, Grabbe-Gymnasium: „Detmolder erinnern“. Zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus.

    Sonntag, 27. 1. 18:00 Uhr, Ev. Kirche Berlebeck, Kindergartenweg 9: Gottesdienst „Erinnern und Gedenken“ mit Pastorin Iris Opitz-Hollburg und KonfirmandInnen.

    Mehr Informationen finden Sie im Flyer der Stadt Detmold

    Sonntag, 03. Februar 2019 um 11:30 Uhr

    Charlotte Salomon © CCC Filmkunst GmbH

    Filmmatinee gegen das Vergessen CHARLOTTE / CHARLOTTE S.

    BRD/NL 1980. R: Frans Weisz D: Birgit Doll, Elisabeth Trissenaar, Brigitte Horney, 96 Min.

    Eine junge Jüdin sieht 1939 aus Berlin nach Südfrankreich zu den Großeltern, wo sie in der Malerei zu sich selbst findet.
    Gezeigt wird eine sensible Künstlerinnenbiographie, die auf den autobiographischen Bildern von Charlotte Salomon (1917–1943) basiert.
    Ein Film von Artur Brauner. Ausgezeichnet mit dem Bayrischen Filmpreis 1981 für das Drehbuch und die Darsteller.

    Veranstalter: Gesellschaft f. chr.-jüd. Zusammenarbeit in Kooperation mit der der „Filmwelt“ Detmold und der Volkshochschule Detmold/Lemgo

    Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.

    Plakat zum Film

    Filmwelt Detmold, Lange Straße 74, Detmold

     

    Montag, 04. Februar 2019 um 11:00 Uhr

    Charlotte Salomon © CCC Filmkunst GmbH

    Filmmatinee für Schülerinnen und Schüler: CHARLOTTE / CHARLOTTE S.

    Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

    Filmwelt Detmold, Lange Straße 74, Detmold

    Mittwoch, 6. 2. 19:30 Uhr, Neue Aula Grabbe-Gymnasium: Vortrag und Diskussion mit Hajo Funke: „Der Kampf um die Erinnerung Mörderische Paranoia – der nationalsozialistische Judenhass.“ Eine Veranstaltung der Buchhandlung Kafka & Co und der Stadt Detmold.

    Freitag, 08. Februar 2019 um 20:00 Uhr

    Plakat

    „Entartete Musik“.

    Musik und Rezitation mit Werken ver – rückter Künstler.

    Mitwirkende: Pia Buchert (Mezzosopran), Maria Saulich (Klavier), Christian Kleinert (Rezitation)

    Karten: www.reservix.de

    Veranstalterin: Stadt Detmold in Kooperation mit der GfCJZ.

    Hangar 21, Charles-Lindbergh-Ring 10, Detmold


    Sonntag, 10. Februar 2019 um 19:00 Uhr

    Charlotte Salomon – Es ist mein ganzes Leben.

    Lesung mit der Autorin Margret Greiner

    Charlotte Salomon, geboren 1917, wächst in einem großbürgerlichen jüdischen Elternhaus in Berlin auf. Als Jüdin diskriminiert und aus der Kunsthochschule gedrängt, flieht sie mit 21 Jahren ins Exil nach Südfrankreich. Hier beginnt sie wieder zu malen. Zwischen 1940 und 1942 entstehen binnen 18 Monaten 1325 Gouachen expressionistischen Stils.

    Die Referentin Margret Greiner, Lehrerin und Journalistin, hat die historischen Tatsachen recherchiert. In ihrem Vortrag erstellt sie ein atmosphärisch dichtes Bild der Malerin Charlotte Salomon.

    Veranstalter: GfCJZ in Kooperation mit der Buchhandlung am Markt

    Eintritt: 8€ an der Abendkasse, 5€ im Vorverkauf in der Buchhandlung am Markt, Detmold

    Schule am Wall, Paulinenstr.19, Eingang vom Wall.


    Noch bis Freitag, 8. 2. im Rathaus Detmold: Ausstellung „Grenzen des Vergessens“ mit Fotografien von Orten jüdischen Lebens von Bernd Lange.

    Montag, 18. 2. 19:30 Uhr, Landesarchiv, Willi-Hofmannstr.2: Vortrag und Diskussion mit Jürgen Hartmann: „Auf verlorenem Posten. Der Centralverein in Detmold und der Kampf gegen den Antisemitismus (1918 – 1933)".

    Freitag, 15. 2. und Samstag, 16. 2.: Exkursion nach Wuppertal auf den Spuren von Else Lasker-Schüler. Ein Angebot der Grabbe-Gesellschaft und der Peter-Hille-Gesellschaft. Informationen unter www.grabbe.de

    Nach Absprache: Lesung für Schülerinnen und Schüler – Reiner Engelmann: „Der Buchhalter von Auschwitz. Die Schuld von Oskar Gröning.“ Ein Angebot der Stadtbücherei. Anmeldung unter 05231/309411.

     

    Freitag, 15. Februar 2019 um 15:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner.

    Besprochen wird: Eva Gruberova/Helmut Zeller: Taxi am Shabbat, C.H.Beck, 18€.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38, Detmold


    Donnerstag, 21. Februar 2019 um 19:30 Uhr

    Judentum in unserer Gesellschaft – wie wird es wahrgenommen?

    Vortrag und Diskussion in der Reihe "Religionen im Gespräch"

    Referent: Matitjahu Kellig, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold

    Nach dem Holocaust wurden in Deutschland dutzende Gedenkstätten zur Mahnung und Erinnerung errichtet. Viele sind stolz auf diese Erinnerungskultur. Gleichwohl hat 2018 die brennende israelische Flagge vor dem Brandenburger Tor Fragen aufgeworfen:
    Wie wird Judentum in der Bundesrepublik wahrgenommen? Gibt es eine neue Art von Judenfeindlichkeit?
    Herr Matitjahu Kellig wird in seinem Vortrag diese Fragen aufgreifen. Hilfreich sind dabei seine Erfahrungen als weltweit gefragter Konzertpianist und langjähriger Professor an der Hochschule für Musik in Detmold.

    Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V., der Ev. Studierendengemeinde Detmold/Lemgo und des Katholischen Bildungswerkes Lippe e.V.

    Moderation: Barbara Klaus

    Katholisches Gemeindehaus, Schubertplatz 10, 32756 Detmold


    Dienstag, 12. März 2019 um 19:30 Uhr

    Foto: U. Heinemann, 2016

    Präsentation der Dokumentation der Grabsteine des neueren jüdischen Friedhofs Detmold

    Natanja Hüttenmeister, Salomon-Steinheim-Institut

    Die Dokumentation ist nun über die Datenbank 'epidat' online verfügbar (http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=dtm). Der Friedhof, auf dem auch Grabsteine eines Vorgängerfriedhofs stehen, birgt fast 300 Jahre jüdische Geschichte in Detmold. Mit einem Vortrag sollen die Ergebnisse der Dokumentation präsentiert und in die allgemeine jüdische Sepulkralkultur eingeordnet werden, wie zum Beispiel die Entwicklung der Grabmalgestaltung, die Bedeutung der Symbolik und Aufbau und Inhalte der hebräischen Inschriften.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38, Detmold


    Sonntag, 17. März 2019 um 17:00 Uhr

    Kirchturm Wöbbel

    „Kunst unterm Kirchturm“

    Hebräische Lieder und Klezmer Musik mit dem Chor TonArt der Kirchengemeinde Wöbbel unter der Leitung von Helena Mansfeld und mit Beate Ramisch(Pianistin und Sängerin) und Mike Pigorsch (Gitarre).

    Veranstalterinnen: Kirchengemeinde Wöbbel und GfCJZ.

    Kirche in Wöbbel, Am Kirchborn 2, 32816 Schieder-Schwalenberg

    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des Vorstands –

    Micheline Prüter-Müller


     

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular I 2019
  • Rundbrief VI 2018

     

    Detmold, den 15. Oktober 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    antisemitische Äußerungen finden derzeit in der Öffentlichkeit wieder erschreckend viel Platz. Dies ist nicht hinzunehmen. Wir reagieren unter Anderem mit unserem nächsten Vortrag darauf, zu dem wir Sie herzlich einladen:

     

    Montag, den 29. Oktober 2018 um 19:30 Uhr

    Ohne mit und aber! Wie und warum jüdisches Leben wieder deutsch sein kann.


    Michael Rubinstein

    Michael Rubinstein ist Deutscher. Bekennender deutscher Jude – oder jüdischer Deutscher, je nach Betrachtungsweise. Jüdisch und Deutsch klingt auch im Jahr 2018 noch fremd für viele Ohren, oder zumindest ist die Reaktion darauf eher distanziert als selbstverständlich. In seinem von persönlichen Eindrücken und Erfahrungen geprägten Vortrag gewährt Michael Rubinstein hintergründige Einblicke in das heutige jüdische (Gemeinde-)Leben und berichtet offen seine Sicht der Dinge.

    Geboren 1972 in Düsseldorf wurde Rubinstein Diplom-Medienwirt und übernahm 2004 die Geschäftsführung der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen, der viertgrößten Jüdischen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. 2010 wurden die Verantwortlichen der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen, darunter auch Michael Rubinstein, mit dem Preis für Toleranz und Zivilcourage Duisburg ausgezeichnet. 2012 rückte er durch seine Kandidatur als unabhängiger Oberbürgermeister für die Stadt Duisburg in einen breiteren Fokus der Öffentlichkeit und beendete die Wahl auf dem dritten Platz. Gemeinsam mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor veröffentlichte er 2013 das Buch „So fremd und doch so nah – Juden und Muslime in Deutschland“. Seit Mitte 2015 ist er als Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein mit Sitz in Düsseldorf tätig.

    In der Reihe "Religionen im Gespräch". Moderation: Bettina Hanke-Postma

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold

    Gedenkstunden zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November

    finden in mehreren lippischen Kommunen und Kirchengemeinden statt:

    Lage

    18:00 Uhr Gedenkstunde auf dem Jüdischen Friedhof an der Flurstraße neben Haus Nr. 9. Kirchenmusiker begleiten die Veranstaltung. Der Bürgermeister oder eine/r seiner Vertreter/Innen hält eine Rede und Vertreter der Kirchen verlesen die Namen der jüdischen Bewohner von Lage, die im Holocaust umgebracht wurden. Als Abschluss wird das Kaddisch verlesen. Nach der Gedenkstunde wird ins Gemeindehaus der SELK, Flurstraße 17, zu einem Gedankenaustausch eingeladen.

     

    Lemgo

    Der Arbeitskreis »9. November Lemgo« lädt Sie herzlich ein, an der Gedenkstunde teilzunehmen. Die Gedenk- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus wird an diesem Tag ab 16:30 Uhr geöffnet sein.

    17:30 Uhr Treffen im Hof des Frenkel-Hauses, Echternstraße 70 A, Lemgo. Beiträge von Schüler*innen verschiedener Lemgoer Schulen.

    18:00 Uhr Fortsetzung der Gedenkstunde an der Mahn- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge, Neue Straße, Lemgo. Beiträge der Stadt, der Musikschule, der Karla-Raveh-Schule, Auszubildenden der Stadt und der Kirchengemeinden.

    ……………………………………………………………………………………………………………………

    Samstag, 10. November 2018 um 10:30 Uhr

    Feierliche Einweihung des Gedenksteins für Karla Raveh

     

    Zur Erinnerung an Karla Raveh (†2017) wird von der Alten Hansestadt Lemgo für ihre ehemalige Ehrenbürgerin ein Gedenkstein errichtet.

    Der von der Lemgoer Bildhauerin Carolin Engels gestaltete Stein wird vor dem alten jüdischen Friedhof am Ostertorwall in Sichtweite des Lieblingsbaums und in der Nähe des Elternhauses von Karla Raveh seinen Platz finden.

    Die Alte Hansestadt Lemgo lädt Sie herzlich ein, an der feierlichen Einweihung und gleichzeitigen Übergabe des Gedenksteins an die Öffentlichkeit teilzunehmen.

    Alter jüdischer Friedhof, Ostertorwall Lemgo (westlich des Abzweigs Hirtenstraße)

    Ansprachen von Michael Raveh und Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Musik von Beate Ramisch und Mike Pigorsch, Beiträge von Schüler*innen Lemgoer Schulen.

    ……………………………………………………………………………………………………………………

    Samstag, 10. November 2018 um 15:00 Uhr

    Stadtspaziergang »Spurensuche | Jüdisches Leben in Lemgo«


    mit Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn

    Treffpunkt: Eingang Museum Hexenbürgermeisterhaus

     

    Detmold

    (Flyer zu den Veranstaltungen)

    17:00 Uhr Kranzniederlegung der evangelischen und katholischen Jugend an der Gedenktafel der Neuen Synagoge in der Lortzingstraße.

    18:00 Uhr Gedenkstunde am Platz der Alten Synagoge, Exterstraße. Kranzniederlegung durch die Stadt Detmold, Redebeiträge von Schüler*innen des Grabbe-Gymnasiums.

    Im Anschluss gegen 19:00 Uhr


    Orgelkonzert mit Oana Maria Bran

    Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Joseph Löw, Moritz Deutsch und Louis Lewandowsky.
    Improvisationen über ein Gedicht von Paul Celan.


    Die Stadt Detmold, die lutherische Gemeinde und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe laden ein.
    Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

    Martin-Luther-Kirche, Detmold, Schülerstraße.

     

    Steinheim

    18:00 Uhr Stadt, Kirchengemeinde und der Vorstand der Steinheimer Moschee laden die Bevölkerung sehr herzlich zu einer Andacht zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am Platz der ehemaligen Steinheimer Synagoge in der Oberen Marktstraße ein.

     

    Blomberg

    19:30 Uhr: Konzert zum Gedenken an die Opfer der Kriege mit Musik von Gabriel Fauré. Ökumenisches Friedensgebet der Pax Christi Gruppe und der Chorgemeinschaft cantus novus Detmold.

    Evangelisch-reformierte Kirche im Seligen Winkel.

     

    Sonntag, 11. November 2018 um 18:00 Uhr

    Brücken bauen! Erinnern-Gedenken-Versöhnen

    80 Jahre Pogromnacht 9. November 1938

    Deutsch-Israelisches Gedenkkonzert

    Weitere Informationen: Flyer, Veranstaltungshinweis der Stadt Detmold

    Dieses einmalige Konzertprojekt auf Initiative von Prof. Matitjahu Kellig und der Jüdischen Gemeinde Herford/Detmold wird von den Kreisen Herford und Lippe, den Städten Detmold, Herford und Bad Salzuflen, dem Lippischen Heimatbund und den Sparkassen Paderborn-Detmold unterstützt.

    Eintritt 10€ (Schüler, Studenten und Schwerbehinderte frei)

    VVK ab 1.10.2018
    Bad Salzuflen-Theaterkasse im Kurpark und unter www.bad-salzuflen.de
    Tourist-Information Detmold und Herford unter www.reservix.de

    Konzerthalle, Bad Salzuflen

     

    Beachten Sie bitte auch Hinweise in der Presse. Veranstaltungen weiterer lippischer Kommunen oder Kirchengemeindem zum 9. November veröffentlichen wir gerne auf unserer Homepage! Bitte schicken Sie uns Informationen zu.

     

    Mittwoch, 14. November 2018 um 19:30 Uhr

    Felix Fechenbach und der lange Schatten der Revolution 1918

    Dr. Bärbel Sunderbrink, Stadtarchivarin Detmold

    Fechenbach war als junger Mann einer der engsten Vertrauten Kurt Eisners, des ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, und selbst ein wichtiger Protagonist des Münchener Revolutionsgeschehens. Die Wurzeln des mörderischen Hasses der Nationalsozialisten gegen Fechenbach liegen in seinem Wirken in dieser Novemberrevolution vor 100 Jahren in Bayern.

    Der Eintritt ist frei.

    Veranstalter: Stadt Detmold

    Großer Sitzungssaal, Rathaus am Markt, Detmold.

     

    Freitag, 16. November, 16:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner

    Besprochen wird dieses Mal der Roman: "Herr Wolle lässt noch einmal grüßen" von Sibylle Krause-Burger. Weitere Teilnehmer*innen sind herzlich willkommen.
    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold

     

     

    Dienstag/Mittwoch 20./21. November

    „Dorfgeschichten“ mit Dominique Horwitz.

    Die Lesungen im Freilichtmuseum sind ausverkauft.

     

    Für die Lesung aus dem Roman "Die Welle" mit Dominique Horwitz im Sommertheater gibt es noch einige Karten für Schulklassen der Sekundarstufe I. Sie können die Karten unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen.

     

    Die Deutsch-Italienische Gesellschaft und die Stadt Detmold laden ein:

    Freitag, 23. November 2018 um 19:00 Uhr, Einlass ab 18:00 Uhr

    "Ama la Vita" - Liebe das Leben.

    Esther Bejerano meets Microphone Mafia


    Lesung und Konzert der KZ-Überlebenden.

    Esther Bejerano wurde 1924 in Saarlouis geboren. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und überlebte mit viel Glück die Todesmärsche. Sie spielte im Mädchenorchester von Auschwitz. Mit ihrem Sohn Joram Bejerano und der Band Microphone Mafia rappt die Zeitzeugin auf der Bühne und liest aus ihrem Buch "Erinnerung".

    Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

    Veranstalter: Deutsch-Italienischen Gesellschaft in Kooperation mit der Stadt Detmold.

    Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold, Sprottauer Str. 9, 32756 Detmold

     

    Dienstag, 27.November 2018 17:00 Uhr Ausstellungseröffnung

    "Grenzen des Vergessens". Fotografien aus Detmold von Bernd Lange.

    Bernd Lange fotografiert mit einem sehr neuen Blick und aus der Perspektive des Jahre 2018 Detmolder Orte, an denen Opfer und Täter des Holocaust in Detmold lebten und arbeiteten und verbindet sie mit Orten öffentlichen Gedenkens.

    Veranstalter: Stadt Detmold

    Rathaus am Markt, Detmold.

     

     

    In Kooperation mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung laden wir zu einer Wiederholung des Vortrages von Eva Lettermann ein:

    Mittwoch, 28. November 2018 um 18:00 Uhr

    „Onkel Franz doch nicht!“ – Historisches Lernen über die Shoah durch die Auseinandersetzung mit individuellem Täterhandeln

    Dr. Eva Lettermann

     

    Die Tatsache, dass ihr Großonkel Franz Fischer als NS-Verbrecher fast 44 Jahre inhaftiert war, im Familiennarrativ aber stets als „Kriegsgefangener“ bezeichnet wurde, bildet den familienbiografischen Ausgangspunkt der Forschungen Eva Lettermanns.
    Ausgehend von der kritischen Aufarbeitung der Biografie ihres Großonkels setzt sich die Detmolder Lehrerin und Fachleiterin in ihrer Dissertation sowohl fachwissenschaftlich, fachdidaktisch als auch familienbiografisch mit individuellem Täterhandeln auseinander. Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen konzipiert sie ein Unterrichtsmodell zum historischen Lernen über die Shoah und reflektiert ihre Unterrichtserfahrungen. In ihrem Detmolder Vortrag wird sie insbesondere die Entscheidungs- und Handlungsspielräume unterschiedlicher Täter thematisieren.

    Gäste sind willkommen.

    Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Detmold, Bruchstraße 38

     

    Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 19:30 Uhr

    Lesung aus den Werken von Ruth Michaelis-Jena, Detmold, und Jenny Aloni, Paderborn

    Ein Projekt des Literaturzirkels Bielefeld mit Musik des Jazzklarinettisten Lothar Henkenjohann.


    Die aus Detmold stammende Buchhändlerin und Autorin Ruth Michaelis-Jena wurde durch ihren autobiografischen Bericht "Auch wir waren des Kaisers Kinder" bekannt. Sie gibt hier anschauliche Einblicke in das Leben eines sehr wachen jüdischen Mädchens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schleichender Antisemitismus eskalierte in dem Beschmieren ihres Buchladens bereits im März 1933 - eine Erfahrung, die sie schnellstens Detmold verlassen ließ. Sie lebte bis 1989 in Edinburg.

    Jenny Aloni wurde 1917 in Paderborn geboren und verließ auf Grund antisemitischer Anfeindungen schon als Schülerin und gegen den Willen ihrer Eltern Paderborn. Sie wollte nach Israel emigrieren. Das gelang ihr schließlich noch gerade rechtzeitig mit Hilfe eines Kindertransportes im Jahr 1939. In Israel arbeitete sie in unterschiedlichen sozialen Berufen und schrieb gleichzeitig literarische Texte - weiterhin in ihrer deutschen Muttersprache. Eine Fülle von Romanen, Erzählungen, Gedichten und Tagebucheinträgen sind überliefert und inzwischen auch zugänglich. Jenny Aloni starb 1993 in Ganei Yehuda.

    Der Eintritt ist frei.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold

     

    Weitere Mitteilungen:

    Wenn Sie einen Blick auf unsere von Rüdiger Schleysing sehr gut aktualisierte Homepage werfen mögen, finden Sie als einen der neueren Beiträge die Dokumentation der Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Barntrup. Sie konnten durch die Arbeit von Adalbert Böning und Martin Böttcher vor Verwitterung und Vergessen bewahrt werden. Das Beschmieren von Barntruper Häusern mit Nazisymbolen in gleich zwei Nächten im Oktober diesen Jahres erfüllt uns mit Erschrecken und Abscheu.

    In Amerika ist der Schwiegersohn von Felix Fechenbach, der Historiker Richard Sherman im Alter von 88 Jahren verstorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Hanni und seiner ganzen Familie.

     

    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstands

    Micheline Prüter-Müller

    Wenn Sie unseren Rundbrief nicht mehr bekommen möchten, schicken Sie uns bitte eine kurze Mail an die obige Adresse.

     

     

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular VI 2018
   
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