• Rundbrief IV 2019

     Detmold, den 3. September 2019


    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    in diesem Herbst gibt es viele Veranstaltungen, zu denen wir Sie herzlich einladen. Wir haben alle in diesem heutigen Rundbrief zusammengefasst, werden uns aber erlauben, auf manche, die noch sehr weit entfernt sind, in weiteren Mails hinzuweisen.

    Bereits am 9. September um 10:00 Uhr beginnt im Literaturbüro der Vorverkauf für die diesjährigen „Dorfgeschichten“ im Freilichtmuseum, die wir ja seit einiger Zeit mitveranstalten. Näheres finden Sie unten in der entsprechenden Ankündigung.

    Wir freuen uns sehr, Ihnen berichten zu können, dass das Projekt „Digitalisierung des Gedenkbuches für die Opfer des NS in Detmold“ von Gudrun Mitschke-Buchholz den diesjährigen Preis der Felix-Fechenbach-Stiftung erhalten wird.

    Und dass unsere langjährigen und so besonders aktiven Mitglieder Hanne und Klaus Pohlmann von der Stadt Lemgo mit einer Stele vor dem Engelbert-Kämpfer-Gymnasium geehrt werden sollen. Ab 6. September können Sie diesen Erinnerungsstein dort finden.

    Die Einladungen zu Gedenkveranstaltungen zum 9. November beziehen sich zurzeit nur auf Detmold. Wir bitten Sie, uns alle weiteren Veranstaltungen lippischer Kommunen zu mailen, damit wir auch dazu einladen können.

    Zu unseren Veranstaltungen:



    Donnerstag, 19. September 2019 um 19:30 Uhr

    A3 Plakat Wir sind Juden aus Breslau rgb net

    Film: Wir sind Juden aus Breslau

    Ein Film von Karin Kaper u.a. über das Leben von Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg.

    In Anwesenheit der Regisseurin mit anschließendem Filmgespräch Zusätzliche Schulvorführung im Kino mit Regisseurin am Freitag, den 20.9. um 11.00 Uhr im Kino Filmwelt, Lange Straße 74

    Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

    Anita Lasker Wallfisch, eine wichtige Protagonistin, hielt im letzten Jahr im Deutschen Bundestag die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier. In diesem Jahr ist der 81. Jahrestag der Pogromnacht. Das Kapitel "Pogromnacht" spielt in den Erinnerungen aller Beteiligten eine elementare Rolle.

    www.judenausbreslaufilm.de

    Buchhandlung Kafka & Co., Forum offenes Detmold, NRWeltoffen, Landeszentrale für Politische Bildung NRW, Lippe Service, GfCJZ Lippe

    Eintritt: 5€

    Filmwelt Detmold, Lange Straße 74



    Sonntag, 22. September 2019 um 11:00 Uhr

    Familie Herzberg (v. l.: Fritz, Moritz, Johanna, Gerda), Pessach 1938 (© Sammlung Joanne Herzberg)

    Stadtrundgang in Detmold: „Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold“

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Am Beispiel dieser Familie soll der jüdischen Geschichte von Detmold mit ihren religiösen Stätten und den ehemals jüdischen Geschäfts- und Wohnhäusern nachgegangen werden. Ebenso werden Detmolder NS-Institutionen thematisiert, die für die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

    Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold



    Freitag, 27. September 2019 um 16:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner.

    Gelesen wird "Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger

    Neue Teilnehmer*innen sind immer herzlich willkommen!

    Haus Münsterberg,  Hornsche Straße 38, Detmold



    Sonntag, 06. Oktober 2019 um 11:00 Uhr

    Blick auf den jüdischen Friedhof in Detmold

    Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

    Volker Buchholz

    Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

    Die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende frei.

    Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.



    Sonntag, 13. Oktober 2019 um 11:00 Uhr

    Foto aus dem Inneren der zerstörten Synagoge in der Lortzingstraße

    Stadtrundgang in Detmold: "Auf jüdischen Spuren"

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Dieser Rundgang führt nun in einen anderen Teil Detmolds als bisher (u .a. Sachsenstr. und Emilienstr.) und stellt Wohn- und Geschäftshäuser jüdischer Bürgerinnen und Bürger und sog. Judenhäuser in den Mittelpunkt. Auch Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren, sollen gezeigt werden.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende frei.

    Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold



    Änderung: Neuer Termin und Ort!

    Dienstag, 05. November 2019 um 19:30 Uhr

    Buchdeckel

    "Abgereist, ohne Angabe der Adresse"

    Postalische Zeugnisse zu Verfolgung und Terror im Nationalsozialismus

    Heinz Wewer

    „Abgereist" - wie es auf zahlreichen Briefen und Postkarten stand, die von der Reichspost zurückgesendet wurden, traf fast niemals die Wahrheit. Die Empfänger waren vertrieben worden, weil sie Juden waren.

    In Zusammenarbeit mit Zeitzeugen, Sammlern und Archiven hat der Autor über 300 postalische und ergänzende Dokumente zusammengetragen und in einem Buch veröffentlicht, das er vorstellen wird.

    Veranstalter: Lippischen Landesmuseum Detmold in Kooperation mit der Koordinierungsstelle NRWeltoffen des Kreises Lippe

    Lippischen Landesmuseum Detmold, Ameide 4, 32756 Detmold



    Samstag, 09. November 2019 um 17:00 Uhr

    Kranzniederlegung zum Gedenken an die Reichspogromnacht durch die evangelische und katholische Jugend an dem Gedenkstein für die Synagoge in der Lortzingstraße, Detmold



    Samstag, 09. November 2019 um 18:00 Uhr

    Zentrale Gedenkstunde zur Erinnerung an die Reichspogromnacht

    Stadt Detmold und GfCJZ Lippe

    Gedenkstätte in der Exterstraße, Detmold



    Samstag, 09. November 2019 um 19:30 Uhr

    Lohff Plakat 14

    Requiem für einen polnischen Jungen

    Komponist: Dietrich Lohff (1941 - 2016)

    Detmolder Vokalensemble
    Instrumentalensemble La réjouissance
    Leitung: Andrea Schwager

    Das „Requiem für einen polnischen Jungen“ erinnert inhaltlich und auch musikalisch an das „War Requiem“(1961) von Benjamin Britten. Der Komponist Dietrich Lohff hat einen Weg aufgezeigt, ohne anzuklagen: Mit seinem Werk hat er Stellung bezogen gegen das Vergessen: Er lässt die Opfer selbst zu Wort kommen. Den acht Teilen des Oratoriums sind Texte von Opfern des Faschismus zugrunde gelegt. So ist das „Requiem für einen polnischen Jungen“ (1997/98) ein musikalisches Mahnmal wider das Vergessen. Das Werk hat bereits eine Vielzahl von Aufführungen in Deutschland, u.a. am 27.1.1999 im Deutschen Bundestag anlässlich einer Feierstunde zum Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz, erlebt.

    Dietrich Lohff schreibt zu seinem „Requiem“: „Die Kirchenmusik darf nicht schweigen, das hat sie schon viel zu lange getan. Es muss ihr möglich sein, das Leid, das der Faschismus über Millionen von Menschen gebracht hat, hörbar zu machen, indem sie den Opfern eine leise – aber deutliche – Stimme verleiht“.

    "Wenn nun langsam die Generation der Augenzeugen der Täter und Opfer verstirbt, ist es an uns, zu mahnen, zu erinnern. Auch wenn es schmerzt und beschämt. Das soll mit dieser Aufführung geschehen." Andrea Schwager

    Stadt Detmold, GfCJZ Lippe

    Eintritt frei. Spenden sind willkommen.

    Heilig Kreuz Kirche, Schubertplatz 10, Detmold



    Dienstag, 12. November 2019 um 19:30 Uhr und
    Mittwoch, 13. November 2019 um 19:30 Uhr

    17-05-10-Pressetermin-Weissensee-RalfR RR79384

    Dorfgeschichten

    Lesung: "Die Verwandlung" von Franz Kafka

    Florian Lukas, Schauspieler und Rezitator (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee u.a.)

    Die Verwandlung beginnt mit einem der populärsten ersten Sätze der Weltliteratur: ‹Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.› Die Erzählwelt des Textes entfaltet sich aus diesem ersten Satz, der rigoros mit den Regeln realistischer Darstellung bricht. Pflichtbewusst versucht Gregor Samsa, Tuchhändler und Ernährer der Familie, die geplante Geschäftsreise trotz seiner Verwandlung anzutreten, muss aber bald feststellen, dass sein Anblick Eltern und Schwester nicht nur entsetzt, sondern er sich auch nicht länger verständlich machen kann... 

    Die Verwandlung fasziniert durch ihren kristallklaren und gleichzeitig rätselhaften Stil und hat zu den verschiedensten Interpretationen angeregt. 

    In der Lesung von Florian Lukas kommen der fantastische Verwandlungsvorgang Gregor Samsas, eine geradezu bedrückende Familiengeschichte und die fehlende Empathie mit dem ‹Andersartigen› eindrücklich zusammen.

    Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

    Eintritt: 15,- und 22,- Euro
    Der Kartenvorverkauf beginnt am 9.9. um 10 Uhr unter der Telefonnummer 05231/3080210 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (ebenfalls ab 9.9.!)

    Gaststätte "Zum weißen Ross", große Scheune. Freilichtmuseum Detmold.
    Ein Bustransfer vom Parkplatz des Freilichtmuseums ist eingerichtet: Erste Fahrt um 18.45 Uhr, letzte Fahrt um ca. 19.20 Uhr



    Mittwoch, 13. November 2019 um 11:30 Uhr

    Dorfgeschichten - Schullesung

    Lesung aus: "Die Verwandlung" von Franz Kafka

    Florian Lukas, Schauspieler und Rezitator (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee u.a.)

    Im Rahmen der Schullesung ist Florian Lukas mit einer gekürzten Fassung der Verwandlung zu erleben. Die etwa 50-minütige Lesung richtet sich an Schüler*innen ab Jahrgangsstufe 10.

    Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

    Eintritt: 5,- Euro pro Schüler*in
    Anmeldungen und Informationen im Literaturbüro OWL (05231/3080210)

    Detmolder Sommertheater, Neustadt 24, Detmold



    Freitag, 22. November 2019 um 19:30 Uhr

    Buchtitelseite

    Lesung aus dem Buch "Alma" von Dagmar Fohl

    Mit Alma Lapidot-Rakemann und Ulrike von der Linden

    Musik für Solocello mit Max Gundermann, Cellist im Kammerorchester Detmold und im Arminius-Quartett.

     

    Die Detmolder Tänzerin, Choreografin und Lehrerin Ulrike von der Linden schreibt zu diesem Projekt:

    "Ich habe im Sommer 2015 auf der griechischen Insel Samos die Ankunft von Schlauchbooten mit Geflüchteten aus Syrien und dem Irak erlebt, habe den Menschen in die Augen geschaut und mich entschieden etwas zu tun. Durch den Roman „ALMA“ von Dagmar Fohl, der 2017 erschien und die Geschichte des Musikalienhändlers und Cellisten Aaron Stern und seiner Familie während der Zeit des Nationalsozialismus erzählt, wurde mir erneut deutlich vor Augen geführt, dass für viele jüdische Mitbürger damals die Situation eine ähnliche war wie die der Geflüchteten heute. Auch sie wurden bei dem Versuch vor dem Tod zu fliehen von etlichen Ländern abgewiesen, Schiffe durften Häfen nicht anlaufen, die Menschen wurden in den zum großen Teil sicheren Tod zurück geschickt.

    Da der Romantitel der Vorname meiner Enkeltochter ist (seit dem 28.2.2019 Mitglied in der Jüdischen Gemeinde Berlin und 14 Jahre alt), war der Entschluss schnell gefasst mit ihr gemeinsam Abschnitte aus dem Roman im Wechsel zu lesen und die angegebenen Musikstücke, vorzugsweise auf dem Cello zu spielen, zu Gehör zu bringen. Der Cellist Max Gundermann, Preisträger mit dem Arminius-Quartett beim Auryn Wettbewerb Kammermusik, konnte dafür gewonnen werden. Mit diesem Projekt wollen wir die Brücke schlagen zwischen dem Schicksal unzähliger jüdischer Mitbürger zur Zeit des Nationalsozialismus und den vielen Menschen, die heute weltweit auf der Flucht sind und auf ähnliches menschenverachtendes Verhalten stoßen."

    GfCJZ Lippe

    Eintritt 8 € /5€ mit Ermäßigung. Kartenvorbestellung unter 05231/ 29758

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold



    Mittwoch, 04. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

    Faten Mukarker

    "Seit Jahrzehnten warten auf den Frieden - Leben zwischen Mauern"

    In der Reihe "Religionen im Gespräch"

    Faten Mukarker, Bethlehem

    Faten Mukarker wurde in Bethlehem in Palästina geboren, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Sie ist in Deutschland aufgewachsen und hat bis zu ihrem 20. Lebensjahr in der Nähe von Köln gewohnt. 1975 kehrte sie nach Bethlehem/Beit Jala zurück und heiratete.

    Bei unserer letzten Israel- und Palästinareise haben wir Frau Mukarker in ihrem Wohnort als faszinierende und verständnisvolle Kennerin des Israel-Palästina-Konfliktes kennen gelernt. In ihrem Vortrag werden die besonderen Bedingungen des alltäglichen Lebens als palästinensische Christin im Mittelpunkt stehen. Sie fragt: „Auf beiden Seiten der Mauer gibt es Menschen, die an einen gerechten Frieden glauben. Aber welche Hürden müssen überwunden werden, damit die beiden Völker endlich wieder zu einem friedvollen Nebeneinander, vielleicht sogar Miteinander finden?“ In eindrücklicher Weise erzählt Frau Mukarker ihre Geschichte und macht deutlich, dass sie sich nichts sehnlicher wünscht als ohne Angst, frei und selbstbestimmt in einem eigenen lebensfähigen Staat neben dem Staat Israel zu leben.

    GfCJZ Lippe, Bildungsreferat der lippischen Landeskirche

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold



    Dienstag, 10. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

    Lesung:  Regina Scheer: Gott wohnt im Wedding

    Regina Scheer, Berlin

    Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

    Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die bekannte Berliner Erzählerin deutscher Geschichte (u. a. "Machandel"), hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Werk voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme verwoben.

    GfCJZ Lippe in Kooperation mit dem Buchhaus am Markt, Detmold

    Eintrittskarten zum Preis von 8,- /5,- € erhalten Sie in der Buchhandlung am Markt oder bei der GfCJZ Lippe unter 05231/ 29758. An der Abendkasse kosten die Karten 10€.

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold



    Viele Grüße im Namen des ganzen Vorstands -  und für all unseren jüdischen Mitglieder und Freunde ein herzliches Schana Tova für ein möglichst glückliches und friedliches neues Jahr!

    Micheline Prüter-Müller

     

     

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular IV 2019

    Detmold, September 6, 2019

    Ladies and gentlemen, dear members and friends,

    This autumn there are many events to which we cordially invite you. We have summarized them all in today's newsletter, but we will take the liberty of pointing out some that are still very far away in further mails.

    Already on September 9 at 10:00 a.m. the advance sale for this year's "Dorfgeschichten" (Village Stories) in the Open Air Museum, which we have been co-organizing for some time, will begin in the Literature Office. More details can be found below in the corresponding announcement.

    We are very pleased to report that the project "Digitalization of the Memorial Book for the Victims of National Socialism in Detmold" by Gudrun Mitschke-Buchholz will receive this year's Felix Fechenbach Foundation Prize.

    And that our long-standing and particularly active members Hanne and Klaus Pohlmann will be honored by the town of Lemgo with a stele in front of the Engelbert-Kämpfer-Gymnasium. From September 6 on you can find this memorial stone there.

    The invitations to commemorative events on November 9 currently refer only to Detmold. We ask you to mail us all further events of Lippe municipalities, so that we can invite you.

    To our events:

    Thursday, September 19,  2019, 19:30

    A3 Plakat Wir sind Juden aus Breslau rgb net

    Film: We are Jews from Breslau

    A film by Karin Kaper about the life of Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg.

    In the presence of the director followed by a film talk. Additional school performance at the cinema with director on Friday, 20.9. at 11.00 a.m. at the Kino Filmwelt, Lange Straße 74.

    A film of current explosiveness, which sets a forceful example against growing nationalist and anti-Semitic currents in Europe. A film which shows where a catastrophic policy of isolation of refugees can lead to. A film, which connects both the life experiences of the protagonists and the founding of the State of Israel with the experiences of the Holocaust.

    Anita Lasker Wallfisch, an important protagonist, last year held a speech in the German Bundestag at the Holocaust memorial ceremony. This year is the 81 st anniversary of pogrom night. The chapter "Pogrom Night" plays an elementary role in the memories of all protagonists.

    Buchhandlung Kafka & Co., Forum offenes Detmold, NRWeltoffen, Landeszentrale für Politische Bildung NRW, Lippe Service, GfCJZ Lippe

    Entrance fee: 5 €

    Filmwelt Detmold, Lange Straße 74

     

    Sunday, September 22, 2019, 11:00

    Familie Herzberg (v. l.: Fritz, Moritz, Johanna,                  Gerda), Pessach 1938 (© Sammlung Joanne Herzberg)

    Guided tour in Detmold: On the traces of the Jewish family Herzberg from Detmold

    Guide: Gudrun Mitschke-Buchholz

    The Jewish history of Detmold with its religious sites and the former Jewish shops and apartment buildings is to be illustrated with the example of this family. Detmold Nazi-institutions, which were responsible for the persecution and deprivation of civil rights of the Jewish populace, will also be highlighted.

    The tour takes about 1 1/2 to 2 hours, the fee is 5 € per person; students and apprentices 2 €

    Meeting point: Townhall Detmold, open staircase

     

    Friday, September 27, 2019, 16:00

    Reading Circle with Gertrud Wagner

    The group will talk about Arno Geiger's novel "Unter der Drachenwand

    New participants are very welcome!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

    Sunday, October 6,  2019, 11:00

    Blick auf den jüdischen Friedhof in Detmold

    Guided Tour of the Jewish Cemetery in Detmold

    Guide: Volker Buchholz

    Volker Buchholz

    For this tour men are requested to wear a kippa or a similar headcover.

    Regular fee € 5 (Students and apprentices free ).

    The group will meet at the entrance of the cemetery at Spitzenkamptwete, opposite No. 35.

     

    Sunday, October 13, 2019, 11:00

    Foto aus dem Inneren der zerstörten Synagoge in                  der Lortzingstraße

    Guided Tour: Jewish Traces in Detmold

    Guide: Gudrun Mitschke-Buchholz

    This tour now leads to another part of Detmold than before (e.g. Sachsenstr. and Emilienstr.) and focuses on residential and commercial buildings of Jewish citizens and so-called Jewish houses. Also places of the NS-institutions, which were responsible for the persecution and discrimination of the Jewish population in Detmold, are to be shown.

    The tour will take about one and a half to two hours. Regular fee € 5 (Students and apprentices € 2).

    Meeting point: Townhall Detmold, open staircase

     

    Tuesday, November 5, 2019, 19:30

    Buchtitelseite

    "Departed, no address given."

    Postal testimonies to persecution and terror in National Socialism

    Heinz Wewer

    "Departed" - as it was written on numerous letters and postcards sent back by the Reichspost, was almost never true. The recipients had been expelled because they were Jews.

    In collaboration with contemporary witnesses, collectors and archives, the author has compiled over 300 postal and supplementary documents and published them in a book that he will present.

    Organizer: Lippischen Landesmuseum Detmold in cooperation with Koordinierungsstelle NRWeltoffen des Kreises Lippe

    Lippischen Landesmuseum Detmold, Ameide 4, 32756 Detmold

     

    Saturday, November 9,  2019, 17:00

    Wreath-laying ceremony to commemorate the Reichspogromnacht by the Protestant and Catholic youth at the memorial stone for the synagogue in Lortzingstraße, Detmold

     

    Saturday, November 9,  2019, 18:00

    Central hour of remembrance of the Reichspogromnacht (Night of the Pogrom)

    Stadt Detmold und GfCJZ Lippe

    Memorial in the Exterstraße, Detmold

     

    Saturday, November 9, 2019, 19:30

    Lohff Plakat 14

    Requiem for a Polish boy

    Composer: Dietrich Lohff (1941 - 2016)

    Detmold Vocal Ensemble
    Instrumental ensemble La réjouissance
    Head: Andrea Schwager

    The "Requiem for a Polish Boy" is reminiscent of Benjamin Britten's "War Requiem" (1961) in both content and music. The composer Dietrich Lohff has shown a way without accusing: with his work he has taken a stand against oblivion: He allows the victims themselves to have their say. The eight parts of the oratorio are based on texts by victims of fascism. The "Requiem for a Polish Boy" (1997/98) is a musical memorial against oblivion. The work has already experienced numerous performances in Germany, among others on January 27,1999 in the German Bundestag on the occasion of a ceremony commemorating the liberation of the Auschwitz concentration camp.

    Dietrich Lohff writes about his "Requiem": "Church music must not remain silent, it has done so for far too long. It must be possible for it to make the suffering that fascism has brought to millions of people audible by giving the victims a soft - but clear - voice.

    "When now slowly the generation of eyewitnesses of the perpetrators and victims dies, it is up to us to admonish, to remind. Even if it is painful and embarrassing. This is what should happen with this performance." Andrea Schwager

    Stadt Detmold, GfCJZ Lippe

    Entrance: free. Donations are welcome.

    Church Heilig Kreuz, Schubertplatz 10, Detmold

     

    Tuesday, November 12, 2019, 19:30 and
    Wednesday, November 13, 2019, 19:30

    17-05-10-Pressetermin-Weissensee-RalfR RR79384

    Dorfgeschichten (Village Stories)

    Reading: "The transformation" by Franz Kafka

    Florian Lukas, actor and reciter (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee a.o.)

    The Transformation begins with one of the most popular first sentences in world literature: 'When Gregor Samsa woke up one morning from restless dreams, he found himself in his bed transformed into a tremendous vermin'. The narrative world of the text unfolds from this first sentence, which rigorously breaks with the rules of realistic representation. Gregor Samsa, cloth merchant and breadwinner of the family, duty-consciously tries to start the planned business trip despite his transformation, but soon finds out that his sight not only horrifies his parents and sister, but also that he can no longer make himself understood...

    The Transformation fascinates with its crystal clear and at the same time enigmatic style and has inspired many different interpretations.

    In the reading by Florian Lukas the fantastic transformation process of Gregor Samsas, an almost oppressive family story and the lack of empathy with the 'different' come together impressively.

    Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

    Entrance fee: 15,- and 22,- €. Advance ticket sales begin on 9.9. at 10 a.m. under the telephone number 05231/3080210 or at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (also from 9.9.!)

    Restaurant "Zum weißen Ross", big barn. Open-air Museum Detmold. There is a bus transfer from the parking lot of the open-air museum: First journey at 18.45, last journey at 19.20.

     

    Wednesday, November 13, 2019, 11:30

    Dorfgeschichten (Village Stories) - School Reading

    Reading from: "The Transformation" by Franz Kafka

    Florian Lukas, actor and reciter (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee a.o.)

    As part of the school reading, Florian Lukas can be experienced with a shortened version of The Transformation. The reading, which lasts about 50 minutes, is aimed at pupils from grade 10 onwards.

    Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

    Entrance fee: 5,- € per pupil
    Registrations and information in the Literaturbüro OWL (05231/3080210)

    Detmolder Sommertheater, Neustadt 24, Detmold

     

    Friday, November 22, 2019, 19:30

    Buchtitelseite

    Reading from the book "Alma" by Dagmar Fohl

    Music for solo cello with Max Gundermann, cellist in the Detmold Chamber Orchestra and the Amadeus Quartet

    Alma Lapidot-Rakemann and Ulrike von der Linden

    The Detmold dancer, choreographer and teacher Ulrike von der Linden writes about this project:

    "In the summer of 2015, I experienced the arrival of inflatable boats with refugees from Syria and Iraq on the Greek island of Samos, looked people in the eye and decided to do something. The novel "ALMA" by Dagmar Fohl, which appeared in 2017 and tells the story of the music dealer and cellist Aaron Stern and his family during the Nazi era, made it clear to me once again that for many Jewish fellow citizens at that time the situation was similar to that of the fugitives today. They, too, were rejected by many countries in their attempt to flee from death; ships were not allowed to call at ports, and people were sent back in most cases to certain death.

    As the title of the novel is the first name of my granddaughter (since 28.2.2019 a member of the Jewish Community of Berlin and 14 years old), the decision was quickly made to read parts of the novel together with her in turn and to listen to the music, preferably played on the cello. The cellist Max Gundermann, winner of the Auryn Chamber Music Competition with the Arminius Quartet, could be won. With this project we want to build a bridge between the fate of countless Jewish fellow citizens during the National Socialist era and the many people who today are fleeing all over the world and encounter similar inhuman behaviour."

    GfCJZ Lippe

    Entrance fee 8 € /5€ with reduction. Ticket reservation under 05231/ 29758

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

     

    Wednesday, December 4, 2019, 19:30

    Faten Mukarker, Abubiju [CC0], via Wikimedia                  Commons

    "For decades waiting for peace - life between walls"

    In the series "Religions in Conversation".

    Faten Mukarker, Bethlehem

    Faten Mukarker was born in Bethlehem, Palestine, where she still lives with her family. She grew up in Germany and lived near Cologne until she was 20 years old. In 1975 she returned to Bethlehem/Beit Jala and got married.

    During our last trip to Israel and Palestine we got to know Mrs. Mukarker in her place of residence as a fascinating and understanding authority on the Israel-Palestine conflict. Her lecture will focus on the special conditions of everyday life as a Palestinian Christian. She asks: "On both sides of the wall there are people who believe in a just peace. But which obstacles must be overcome so that the two peoples can finally again find a peaceful coexistence, perhaps even togetherness? In an impressive way Mrs. Mukarker tells her story and makes it clear that she desires nothing more than to live without fear, free and self-determined in her own viable state next to the state of Israel.

    GfCJZ Lippe, Educational department of the lippische Landeskirche

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

     

    Tuesday, December 10, 2019, 19:30

    Buchtitelseite

    Reading: Gott wohnt im Wedding (God lives in Wedding)

    Regina Scheer, Berlin

    All of them are connected with each other and fatefully with the formerly red Wedding, this poor district of Berlin - with the run-down house in Utrechter Straße. Leo, who returns to Germany from Israel after 70 years, although he never really wanted to. His granddaughter Nira, who loves Amir, who opened a falafel snack bar in Berlin. Laila, who doesn't even know that her Sinti family once lived here. And finally old Gertrud, who discovered Leo and his friend Manfred in 1944 in their hiding place in the attic, but did not betray them. Regina Scheer, the well-known Berlin narrator of German history (including "Machandel"), has woven the lives of her protagonists into a literary work full of truthfulness and human warmth.

    GfCJZ Lippe in cooperation with the Buchhaus am Markt, Detmold

    Tickets at the price of 8,- /5,- € are available at the "Buchhaus am Markt" or at the GfCJZ Lippe under 05231/ 29758. Tickets cost 10€ at the box office.

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

     

    Greetings on behalf of the whole board - and for all our Jewish members and friends a warm Schana Tova for a happy and peaceful New Year!

     

    Micheline Prüter-Müller

    Circular as Pdf-file

     

  • Rundbrief III 2019

     Detmold, den 26. Juni 2019


    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    die Stadt Oerlinghausen begeht in diesem Sommer den 125. Jahrestag der Gründung ihrer – wahrscheinlich dritten – Synagoge, die heute, wie Sie sicherlich wissen, als Galerie und Ausstellungsstätte genutzt wird. Zu diesem Anlass wird Jürgen Hartmann einen Vortrag über die Geschichte der Synagoge halten. Das Einladungsschreiben der Gemeinde, des Kunstvereins und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe finden Sie im Anhang. Wir laden Sie alle sehr herzlich dazu ein!

    Sonntag, 21. Juli 2019 um 11:30 Uhr

    Eine Gemeinde und ihre Synagoge

    Zum 125jährigen Bestehen der Synagoge Oerlinghausen

    Jürgen Hartmann

    Als die Synagogengemeinde Oerlinghausen am 26. Juli 1894 ihr neues - vermutlich drittes - Gotteshaus in der Tönsbergstraße einweihte, befand sich die einst so stolze und zahlenmäßig große Gemeinschaft bereits in einem Schrumpfungsprozess. Zugleich war es ein Zeitpunkt, der geprägt war von einem massiven politischen Antisemitismus, der auch an den jüdischen Oerlinghausern nicht spurlos vorüber ging. Die Nationalsozialisten setzten schließlich einem Gemeindeleben, das im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts seinen Anfang genommen hatte, keine fünf Jahrzehnte nach dem Neubau der Synagoge mit dem Holocaust ein brutales Ende. Die Synagoge hat diese Zeit, wenn auch nicht gänzlich unbeschadet, überstanden. Ein staatenloser Schuhmacher, selbst von den Machthabern verfolgt, hatte das Gebäude im Juli 1938 gekauft.

    Im Mittelpunkt des Vortrages des Historikers Jürgen Hartmann steht die Geschichte der dritten Synagoge von 1894, dem Zentrum jüdischen Gemeindelebens.

    Veranstalter: Stadt Oerlinghausen, Kunstverein Oerlinghausen und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe

    Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Besichtigung der Synagoge.

    Saal des Bürgerhauses der Stadt Oerlinghausen, Tönsbergstraße 3


    Außerdem möchten wir Sie auf zwei aktuelle Veranstaltungen hinweisen:

    Freitag, 28. Juni 2019 um 16:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner.

    Gelesen wird: "Monster“ von Yishai Sarid

    Neue Teilnehmer sind immer herzlich willkommen!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

    Sonntag, 30. Juni 2019 um 11:00 Uhr

    Blick auf den jüdischen Friedhof in Detmold

    Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

    Volker Buchholz

    Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

    Die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende frei.

    Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.

     

    Elischewa LimonZum Ende gibt es noch eine traurige Botschaft, denn am 20. Juni ist in der Schweiz eine der allerletzten Zeitzeuginnen, Frau Elischewa Limon, gestorben. Viele Besuche in ihrer Heimatstadt Detmold haben sie einem größeren Kreis von Menschen in Lippe bekannt gemacht. Mit besonders schönen Briefen und Karten voller lebendiger Erinnerungen hat sie lange Zeit die Freundschaft zu vielen von uns gehalten. Elischewa wurde 99 Jahre alt. Sie wurde als Gertrud Heilbrunn in Detmold geboren und ist die Schwester von Uri Lev Ron (Rudi Heilbrunn) und die Tochter des Lehrers, Predigers und Kaufmanns Max Heilbrunn und seiner Frau Else, geb. Buchholz, deren Hellsichtigkeit die Familie ihre rechtzeitige Auswanderung nach Israel verdankte. Mit ihrem Mann Aron siedelte Elischewa später in die Schweiz um und verbrachte ihre letzten Lebensjahre in dem Jüdischen Altersheim Lengnau. Wir sind traurig und senden unser Mitgefühl an Elischewas Familien in der Schweiz und in Israel!

     

    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des Vorstands –

    Micheline Prüter-Müller

     

     

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  • Circular III 2019 not yet translated
  • Rundbrief II 2019

     Detmold, den 1. März 2019

     

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    unser Frühjahrsrundbrief möchte Sie auf spannende Veranstaltungen hinweisen, die an verschiedenen Orten in Lippe stattfinden werden: 

    Jürgen Hartmann wird in Extertal den Umgang der Gemeinde Bösingfeld mit ihren jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in Weimarer Zeit und Nationalsozialismus beleuchten; in Wöbbel wird es ein Chorkonzert mit hebräischen Liedern und Klezmermusik geben; Professor Schmuhl von der Universität Bielefeld wird in Detmold seine Untersuchungen über die NS-Vergangenheit des langjährigen Direktors der Musikhochschule Martin Stephani vorstellen; die wissenschaftliche Aufnahme der Grabsteine des Detmolder jüdischen Friedhofes wird vorgestellt und der Lesekreis moderner Literatur befasst sich mit dem Roman von Erich Hackl, "Am Seil". Im zweiten Teil unserer Mitgliederversammlung am 31. März gibt es einen öffentlichen Vortrag von Gudrun Mitschke-Buchholz zur Erinnerung an einen Kindertransport vor 80 Jahren.

    Machen Sie sich mit Hilfe der kommentierten Ankündigungen in diesem Brief oder auf unserer Homepage selbst ein Bild. Wir laden herzlich ein!

    Dienstag, 12. März 2019 um 19:30 Uhr

    IMG 7281 150dpi

    Präsentation der Dokumentation der Grabsteine des neueren jüdischen Friedhofs Detmold

    Natanja Hüttenmeister, Salomon-Steinheim-Institut

    Die Dokumentation ist nun über die Datenbank 'epidat' online verfügbar (http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=dtm). Der Friedhof, auf dem auch Grabsteine eines Vorgängerfriedhofs stehen, birgt fast 300 Jahre jüdische Geschichte in Detmold. Mit einem Vortrag sollen die Ergebnisse der Dokumentation präsentiert und in die allgemeine jüdische Sepulkralkultur eingeordnet werden, wie zum Beispiel die Entwicklung der Grabmalgestaltung, die Bedeutung der Symbolik und Aufbau und Inhalte der hebräischen Inschriften.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38, Detmold



    Freitag, 15. März 2019 um 16:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner.

    Gelesen wird Erich Hackl, "Am Seil".

    Das nächste Mal trifft sich der Kreis am 12. April um 16:00 Uhr. Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38



    Sonntag, 17. März 2019 um 17:00 Uhr

    TurmWoebbel 150dpi

    „Kunst unterm Kirchturm“

    Hebräische Lieder und Klezmer Musik mit dem Chor TonArt der Kirchengemeinde Wöbbel unter der Leitung von Helena Mansfeld und mit Beate Ramisch(Pianistin und Sängerin) und Mike Pigorsch (Gitarre).

    Kirchengemeinde Wöbbel und GfCJZ.

    Kirche in Wöbbel, Am Kirchborn 2, 32816 Schieder-Schwalenberg



    Dienstag, 19. März 2019 um 19:30 Uhr

    Zwischen Göttern und Dämonen - Martin Stephani und der Nationalsozialismus

    Prof. Hans-Walter Schmuhl, Universität Bielefeld

    Martin Stephani war von 1959-1982 Direktor der damaligen Nord-westdeutschen Musikakademie Detmold. Im zweiten Weltkrieg war er in unterschiedlichen Positionen im Musikwesen der Waffen-SS tätig. Eingesetzt war er seit 1941 zunächst bei der "Leibstandarte SS Adolf Hitler" und anschließend im SS-Führungshauptamt. Das Rektorat der Hochschule hatte anlässlich von Stephanis 100. Geburtstag entschieden, sein Leben historisch aufarbeiten zu lassen. Der ausgewiesene Kenner der NS-Zeit, Prof. Schmuhl, legt nun 2019 ein differenziertes Bild über die Tätigkeiten Stephanis im Dritten Reich und nach 1945 vor.

    GfCJZ in Kooperation mit der Buchhandlung Kafka & Co.

    Eintritt: (Vorverkauf i.d. Buchhandlung) 8.- Euro/ Schüler/Studenten 6,- / Mitglieder der GfCJZ frei.

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38



    Sonntag, 31. März 2019 um 16:30 Uhr

    Panu Derech Band 28

    Erzwungener Aufbruch in ein neues Leben. Fred Herzbergs Flucht mit dem Kindertransport 1939.

    Im zweiten - öffentlichen - Teil der Mitgliederversammlung erinnert die Referentin an den 80. Jahrestag des Kindertransportes mit Fred Herzberg.

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38



    Mittwoch, 03. April 2019 um 19:00 Uhr

    Gedenkstaette

    Die Synagogengemeinde Bösingfeld in Weimarer Zeit und Nationalsozialismus.

    Jürgen Hartmann

    Jürgen Hartmann zeigt am Beispiel des Fleckens Bösingfeld, dass nicht auf Anweisungen „von oben“ gewartet werden musste, um jüdischen Einwohnern das Leben zur Hölle zu machen. Parallel zum erstaunlich frühen Aufstieg der NSDAP in diesem Landesteil nahmen antisemitische Übergriffe zu, bis dahin angesehene Menschen wurden zur Zielscheibe von Beleidigungen und tätlichen Angriffen.

    Gemeinde Extertal und GfCJZ in Lippe.

    Bürgersaal im Rathaus Extertal, Mittelstraße 36, 32699 Extertal/Bösingfeld



                 

    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des Vorstands –

    Micheline Prüter-Müller


     

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular II 2019
   
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