Samstag, 21. März 2026 um 14:00 Uhr

Jacqueline Gies (Foto, © Jacqueline Gies)

Zwischen Schweigen und Verantwortung

Eine Familiengeschichte im Schatten des Nationalsozialismus

Jacqueline Gies

Jacqueline Gies erzählt keine gewöhnliche Familiengeschichte, sondern ein persönliches Zeugnis über Erinnerung, Verantwortung und den Umgang mit einer belasteten Vergangenheit. Vorbelastet durch ihren Familiennamen sucht sie nach Wahrheit und fragt, wie man mit einer Erbschaft aus Schuld lebt.
Ihr Großvater, Robert Gies, war Ministeramtschef von Karl Hermann Frank in Prag. In dieser Zeit wurden Tausende Menschen verfolgt, deportiert und ermordet.
Ihr Vortrag ist ein Appell, sich der eigenen Geschichte mit all ihren Facetten zu stellen und dem Mut, das Schweigen zwischen den Generationen zu brechen.

Jacqueline Gies (*1967, Trier) studierte Kunstgeschichte und Germanistik und ist heute Lehrerin an einer Berliner Oberschule. Als Enkelin des SS-Standartenführers Robert Gies, Ministeramtschef von Karl Hermann Frank in Prag, setzt sie sich intensiv mit ihrer familiären NS-Vergangenheit auseinander. Seit 2017 berichtet sie öffentlich über ihre Geschichte, unter anderem in der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz, im Anne Frank Haus und im Centro Ana Frank in Buenos Aires. 
Sie engagiert sich für eine lebendige Erinnerungskultur und betont die Verantwortung der Nachgeborenen.

anno 1578

Mittelstraße 70 in Lemgo