Samstag, 8. Mai, 11 Uhr

1700 jüdisches Leben in Deutschland
Beeindruckende Performance an der Gedenkstätte „Alte Synagoge“ in Detmold

 

Mit einem Open-Air-Kunstprojekt setzten jetzt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V. und die Geschwister-Scholl-Gesamtschule einen beeindruckenden Akzent im Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Auf diesem Hintergrund wurde bereits im Jahr 2018 gemeinsam mit Schüler*innen (Kunstkurs Jahrgangsstufe 11 unter Leitung von Lehrerin Dorle Timmerhues-Gottschalk) der Geschwister-Scholl-Gesamtschule und der evangelischen Vorsitzenden der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. Bettina Hanke-Postma, eine Projektidee entwickelt, mit einer Kunstaktion auf das lange jüdische Leben in Detmold und Lippe aufmerksam zu machen.

Das Ergebnis sind acht Stoffbahnen mit deutschen und hebräischen Texten aus den heiligen Schriften der Preisungen bzw. der Psalmen, die zwischen den Säulen an der Gedenkstätte am Platz der Alten Synagoge an der Exterstrasse vorübergehend installiert wurden. Mit Bedacht war für die Performance der 8. Mai gewählt worden, der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Detmolds stellvertretende Bürgermeisterin Christ-Dore Richter betonte so auch in ihrem Grußwort, wie wichtig für Jugendliche die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte ist, damit sie ihre Zukunft gestalten können.

In Anwesenheit von Schulleiter Christoph Trappe und einiger beteiligter Schüler*innen des Kunstkurses der Geschwister-Scholl-Gesamtschule erläuterte Bettina Hanke-Postma den Weg von der Idee zur Umsetzung: Die Auseinandersetzung mit den Psalmtexten und deren bildliche Umsetzung, aber auch das Annähern an den Ort der Gedenkstätte mit einer persönlichen Begehung. Ihr besonderer Dank galt der Stadt Detmold, deren städtischer Bauhof ganz unkompliziert die Installation der Fahnen realisierte.

Da die augenblicklichen Corona-bedingten Umstände eine längere Ausstellung an der Gedenkstätte nicht ermöglichten, sollen die Fahnen als Wanderausstellung interessierten Schulen und Organisationen zur Verfügung gestellt werden. Ansprechpartnerin ist Bettina Hanke-Postma unter der Mailadresse GfCJZ-Lippe@t-online.de

Hinweis:

Die Projektpräsentation war als Versammlung mit maximal 30 Teilnehmenden bei der Polizei Lippe angemeldet worden. Die Corona-Abstandsregeln und die Maskenpflicht wurden eingehalten.

Stadtrundgänge auf jüdischen Spuren in Detmold

Neue Synagoge und Landestheater Detmold (Postkarte Sammlung Gudrun Mitschke-Buchholz)

Frau Mitschke-Buchholz

konnte in "normalen" Jahren ab Mai ihre Führungen auf jüdischen Spuren durch Detmold anbieten.

Leider ist das in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie immer noch nicht möglich. Aber die Rundgänge werden wieder stattfinden, sobald es möglich ist. Wir werden Sie hier informieren.

Wir können aber an dieser Stelle erneut auf die Neuauflage des Stadtrundganges in Buchform hinweisen!

Erweiterung des Detmolder Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

Gedenkbuch Logo

Frau Gudrun Mitschke-Buchholz, Autorin des

Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold (www.gedenkbuch-detmold.de),

konnte durch ihre Forschungen hier vor Ort, aber auch in weiteren nationalen und internationalen Archiven und Gedenkstätten in der letzten Zeit neue Beiträge zu bislang nicht genannten Betroffenen erarbeiten. Es handelt sich um Menschen, die mit Detmold verbunden waren, weil sie hier geboren wurden und viele von ihnen die Stadt als ihre Heimat verstanden, oder weil sie für eine Zeitlang hier lebten und so zu einem Teil der städtischen Gesellschaft wurden. Sie alle haben das sog. Dritte Reich nicht überlebt. Sie erlitten Ausgrenzung, Verfolgung und einen gewaltsamen Tod.

Wilhelm Baumann, Alfred Cronberger, Johann Cybulski, Else Frank, Else Goldstein, Else Grünewald, Paula Levy, Rosa Löwenstein, Ilse Marmorstein, Gustav Meierjohann, Hans-Joachim Paulsen, Marta Ransohoff, Anna Schaap, Anna Schuhmacher, Vera Seelig, Amalie Stein, Hermann Steinberg, Theodor Steinheim, Therese Steinheim, Erna Treitel, Paul Willert

Diese Menschen, ihre Lebenswelten und auch ihr Ende sind nun Teil der öffentlichen Erinnerung.

Wir danken Gudrun Mitschke-Buchholz und Rüdiger Schleysing, der auch hier umsichtig und kompetent für die technische Umsetzung gesorgt hat, sowie allen Förderern und Unterstützern dieser wichtigen Arbeit vielmals!

Video-Veröffentlichung, Januar 2021

Karla Raveh Video

„Karla Raveh - die unvergessliche Geschichte einer Holocaust-Überlebenden“

Yvonne Glandien und Janet König

Die beiden Journalistinnen Yvonne Glandien und Janet König haben ein sehr beeindruckendes Video zu Karla Raveh erstellt. Der Film ist sehr gut recherchiert und tief berührend. Der Bericht über das Leben von Karla Raveh wird veranschaulicht durch sorgfältig ausgewählte Fotos und Interviews. „Ich war wirklich ein fröhliches, wildes Mädchen, aber dann war das vorbei“, sagte Karla Raveh 2015. Der Film löst schmerzhafte, aber auch hoffnungsvolle Gefühle aus.

Karla Raveh, die Ehrenbürgerin der Stadt Lemgo, war auch Ehrenvorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe. Sie starb im Mai 2017.

Der Link zum Video lautet: https://www.youtube.com/watch?v=MkFCxMbrrzU&t=7s

Montag, 01. November 2021 um 16:00 Uhr

(Foto: Lippische Landeskirche, Bildungsreferat)

Gemeinsam Bibellesen in der Synagoge

Eine jüdisch-christliche Begegnung

Prof. Matitjahu Kellig und Pastorin Bettina Hanke-Postma

"Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt." Matthäus 5,13.14

 Menschen jüdischen Glaubens und christlichen Glaubens treffen sich in der Synagoge und lesen gemeinsam in der Bibel. Im Zentrum steht die sogenannte "Bergpredigt" aus dem Matthäusevangelium im Zweiten Testament: Matthäus 5-7. Dieser Text besteht aus einer Sammlung von Jesusworten, von denen einige sehr bekannt sind, wie zum Beispiel das Vaterunser.

Zur Vorbereitung lesen Prof. Matitjahu Kellig und Pastorin Bettina Hanke-Postma den Text und überlegen, was er ihnen bedeutet. Sie tauschen sich über ihre Leseerlebnisse aus und laden die Anwesenden ein, mit ihnen auf dieser Grundlage über den eigenen Glauben ins Gespräch zu kommen.
Der jüdische und der christliche Glaube haben viele gemeinsame Inhalte: der Glauben an den einen Gott, die hohe Wertschätzung der Gebote, die große Bedeutung des Gebetes. Die Worte Jesu belegen, dass er Jude war.

Und doch wurde die Existenz Jesu zum Anstoß der Entstehung des Christentums und der Trennung vom Judentum. Auf dem Hintergrund der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wollen wir uns gegenseitig dadurch stärken, dass wir einander zuhören und verstehen lernen.

Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche, Jüdische Gemeinde Herford-Detmold, GfCJZ in Lippe

Die Durchführungsmodalitäten liegen noch nicht fest. Wir werden Sie rechtzeitig informieren.

Synagoge der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, Komturstraße 21, 32052 Herford

   

Neues:

10. 9. 2020: Der Rat der Stadt Detmold beschließt einstimmig den Beitritt Detmolds zum Deutschen Riga-Komitee. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe hatte dies in einem Antrag an die Stadt gefordert und begründet. Aus Detmold waren 1941/42 32 Mitbürger jüdischen Glaubens nach Riga deportiert und dort und im Umfeld ermordet worden. Das Riga-Komitee betreut die Gedenkstätte im Wald von Bikernieki für die insgesamt mehr als 25.000 Opfer.

28. 10. 2019: Für ihre herausragende Arbeit als Autorin des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold erhält Frau Mitschke-Buchholz den Felix-Fechenbach-Preis 2019 der sozialdemokratischen Felix-Fechenbach-Stiftung. Redebeiträge und Bilder der Preisverleihung finden Sie über das Stadtarchiv Detmold. Das Gedenkbuch ist online als eigenständige Internetseite der Gesellschaft einsehbar.

11. 9. 2018: Onlinestellung der Dokumentation des Jüdischen Friedhofes in Barntrup

17. 5. 2018: Onlinestellung des Buches von Karla Raveh: "Überleben" als e-Buch

4.12.2017: Veröffentlichung einer Broschüre zum Haus Münsterberg

4.12.2017: Freischaltung der Internetseite, die die Online-Version des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold präsentiert.

 

Hier finden Sie uns:

Haus Muensterberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

Haus Münsterberg
Hornsche Str. 38

32756 Detmold

Tel.: +49 5231 29758

eMail: GfCJZ-Lippe@t-online.de

Homepage: www.GfCJZ-Lippe.de

 

 

   
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