Sonntag, 26. August 2018 um 11:00 UhrFoto aus dem Inneren der zerstörten Synagoge in der Lortzingstraße
 

Stadtrundgang in Detmold: "Auf jüdischen Spuren"

Gudrun Mitschke-Buchholz

Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch die jüdische Volksschule, einige der sog. Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

 

Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold

 

Sonntag, 9. September 2018 um 14:00 Uhr

Tag des offenen Denkmals: Haus Münsterberg

Öffnung des Hauses Münsterberg am Tag des offenen Denkmals  

Jeweils „um halb“ werden Marlen Dettmer und Sarah Bloch vom Literaturbüro kurze Vorträge zu Geschichte und Bedeutung des Hauses halten. Die Räume der Gesellschaft für Christlich – Jüdische Zusammenarbeit werden geöffnet sein und wir freuen uns über Besucher!

Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38 

 

Freitag, 14. September 2018 um 19:30 Uhr

Im Teuto versteckt und überlebt. Das geheime Leben des Dr. Sommer.

Dr. Marion Meier  

Jeder in einem bestimmten Alter kannte ihn: Den Sexualaufklärer Dr. Jochen Sommer aus der "Bravo". Aber nur wenige kannten den Mann hinter dem Pseudonym, den Arzt, Psychologen und Religionslehrer Dr. Martin Goldstein, der im Bielefelder Westen geboren wurde, dort aufwuchs und der sich vor den Nazis im Teutoburger Wald verstecken musste, denn Goldstein war nach der Terminologie der braunen Machthaber "Halbjude". Dr. Martin Goldstein ist als Dr. Sommer in Deutschland mit seiner Rubrik in der Jugendzeitschrift BRAVO zu einem bedeutenden Aufklärer geworden. Generationen von Teenagern ebnete er den Weg in eine befreite, selbstverständliche Sexualität. Für die Sexualpädagogik ist das Wirken von Martin Goldstein ein Meilenstein mit einem nicht zu unterschätzenden Beitrag zu demokratischer Erziehung. Nach seinem Tod 2012 erhielt er in großen überregionalen Zeitungen würdigende Nachrufe.
Die Bielefelder Journalistin Marion Meier hat sich in ihrem 2015 herausgegeben Buch „Im Teuto versteckt und überlebt“ auf die Spuren des berühmten Arztes und Psychologen begeben und erzählt von ihren Gesprächen mit dem Mann hinter dem Pseudonym Dr. Sommer. Martin Goldstein verdeutlicht in dieser Biographie, wie Verfolgung und Fremdenfeindlichkeit den Alltag einer deutschen Großstadt zur Nazizeit prägten. Dabei gelingt ein Mahnmal, das uns den Wert gelebter Toleranz beeindruckend in Erinnerung ruft.

Die Lesung wird musikalisch umrahmt von der Saxophonistin und Musikpädagogin Gitta Schäfer.

In Kooperation mit der Buchhandlung „Kafka&Co", Detmold. Karten gibt es in der Buchhandlung (Tel: 05231 39569). Der Eintritt ist für die Mitglieder unserer Gesellschaft frei.

Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38 

 

 

Samstag, 22. September 2018 um 7:30 Uhr

Tagesfahrt zur Ausstellung „Exil. Erfahrung und Zeugnis“ nach Frankfurt

Die Ausstellung geht der Frage nach, was es bedeutet, ins Exil gehen zu müssen. Erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte zeigt das Deutsche Exilarchiv 1933 – 1945 eine Dauerausstellung, die folgenden Fragen nach geht: „Was bedeutet es, ins Exil gehe zu müssen? Was erlebt man dort? Gibt es ein Ende des Exils? Und was bleibt vom Exil? Die Ausstellung zeigt Spuren des Exils in 250 einzigartigen Zeugnissen und mehr als 300 Exilveröffentlichungen aus den Beständen des Exilarchivs.

Zusätzlich gibt es die Gelegenheit, die Ausstellung „Damenwahl“ Zum 100. Geburtstag der parlamentarischen Demokratie und zum 100. Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland anzusehen.
Am 19. Januar 1919 war es soweit. Frauen in Deutschland durften zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen. Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit einer großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen.

Gebühr: 69,00 € (inkl. Busfahrt, Eintritt, Führungen) TN-Zahl mind. 20, max. 25.

Bitte melden Sie sich bis zum 13.9. mit der Anmeldenummer R-BA 8 für diese Exkursion an. Telefon: 05231/976742 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In Kooperation mit der Lippischen Landeskirche unter der Leitung von Susanne Schüring-Koop.

 

 

Sonntag, 23. September 2018 um 11:00 UhrPassoverPictureNo2 1938
 

Stadtrundgang in Detmold: „Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold“

Gudrun Mitschke-Buchholz

Am Beispiel dieser Familie soll der jüdischen Geschichte von Detmold mit ihren religiösen Stätten und den ehemals jüdischen Geschäfts- und Wohnhäusern nachgegangen werden. Ebenso werden Detmolder NS-Institutionen thematisiert, die für die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

 

Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold

 

Donnerstag, 27. September 2018 um 19:30 Uhr

Das vergessene jüdische Bethaus in Detmold von 1633

Fred Kaspar, LWL-Amt Denkmalpflege  

Hinter den Häusern Krumme Str. 26 und 28 stand die erste Synagoge von Detmold. Sie war von der Straße aus nicht zu erkennen und nur durch das Haus Krumme Straße 28 zugänglich. Heute ist sie als verfallendes Haus von der Bruchmauerstrasse aus zu sehen.
Der Bau der Synagoge/des Bethauses erfolgte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als es (wieder) eine wohlhabendere Gruppe jüdischer Bürger gab. Ihr Dasein wurde vom Fürstenhaus unterstützt.
Dr. Fred Kaspar ist es zu verdanken, dass die Bedeutung der Synagoge bzw. des Bethauses „als einzigartiges historisches Zeugnis“ in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangte. Er hat als Bauhistoriker im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe das Hinterhaus an der Bruchmauerstraße baugeschichtlich untersucht und erforscht.
Der erkennbare ursprüngliche Bau des Hauses sowie weitere Quellen lassen seiner Meinung nach keinen Zweifel daran aufkommen, dass es als Bethaus, erste Synagoge in Detmold genutzt wurde. Vor dem erschlossenen historischen Hintergrund erweist sich das Gebäude heute als ein zentrales und schützenswertes Zeugnis der jüdischen Bevölkerung in Detmold und steht damit für einen wesentlichen Aspekt der Stadtgeschichte.

In Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Bielefeld-Lippe und dem AK gegen das Vergessen.

Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38 

 

 

 

Sonntag, 7. Oktober 2018 um 11:00 UhrBlick auf den jüdischen Friedhof in Detmold
 

Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

Volker Buchholz

Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

 

Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.

   

Neues:

17. 5. 2018: Onlinestellung des Buches von Karla Raveh: "Überleben" als e-Buch

4.12.2017: Veröffentlichung einer Bropschüre zum Haus Münsterberg

4.12.2017: Freischaltung der Internetseite, die die Online-Version des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold präsentiert.

 

Hier finden Sie uns:

Haus Muensterberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

Haus Münsterberg
Hornsche Str. 38

32756 Detmold

Tel.: +49 5231 29758

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: www.GfCJZ-Lippe.de