Mittwoch, 14. November 2018 um 19:30 Uhr

Felix Fechenbach und der lange Schatten der Revolution 1918

Dr. Bärbel Sunderbrink, Stadtarchivarin Detmold

Fechenbach war als junger Mann einer der engsten Vertrauten Kurt Eisners, des ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, und selbst ein wichtiger Protagonist des Münchener Revolutionsgeschehens. Die Wurzeln des mörderischen Hasses der Nationalsozialisten gegen Fechenbach liegen in seinem Wirken in dieser Novemberrevoution vor 100 Jahren in Bayern.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Stadt Detmold

Großer Sitzungssaal, Rathaus am Markt, Detmold.

Donnerstag, 15. November 2018, 19:30 Uhr

Eine jüdische Zeitreise

Lied-Geschichte(n) - Jüdischer Humor

Dany Bober

Ganz im Stil des „Features“, eine Art künstlerisch gestaltete Dokumentation, die auf den Kleinkunstbühnen zur Zeit der Weimarer Republik große Beliebtheit erfahren hat, verbindet Dany Bober Lieder, Berichte, Mundartgedichte und humoristische Einlagen zu einem informativ-unterhaltsamen Kleinkunstprogramm. In seinen Liedern „singt und sagt“ Dany Bober von den Königen David und Salomon, die hellenistisch-römische Zeit, das Maurisch-Spanische Mittelalter, (nach einer Pause) das deutsche Judentum und die jiddischen Volksweisen Osteuropas. Hierzu trägt er Psalmen-Neuvertonungen vor und erzählt die Geschichte, die den Rahmen zu seinen Liedern bildet. Prosa und Gedichte aus dem jüdischen Frankfurt am Main („Vormärz“) und Berlin des 18. und 19. Jahrhunderts runden das „Feature“ liebevoll-ironisch ab. So bietet er einen Abend mit dem richtigen Mix aus Politik und Kultur.

Nicht zuletzt seine Biografie zeichnet den Liedermacher als idealen Vermittler der Vielfalt jüdischer Kultur aus. Im Jahr 1948 im gerade neu geschaffenen Staat Israel geboren, remigrieren seine Eltern mit ihm 1956 in die Geburtsstadt seines Vaters, Frankfurt am Main. Seit 1976 lebt er in Wiesbaden und tritt bereits seit 1975 mit seinen Liedern und Gesprächsbeiträgen auf.

Plakat

Café Cup, Exterstr. 10 32756 Detmold

Freitag, 16. November, 16:00 Uhr

Lesekreis mit Gertrud Wagner

Besprochen wird dieses Mal der Roman: "Herr Wolle lässt noch einmal grüßen" von Sibylle Krause-Burger. Weitere Teilnehmer*innen sind herzlich willkommen.
Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold
Dienstag/Mittwoch 20./21. November

„Dorfgeschichten“ mit Dominique Horwitz.

Die Lesungen im Freilichtmuseum sind ausverkauft.

 

Für die Lesung aus dem Roman "Die Welle" mit Dominique Horwitz im Sommertheater gibt es noch einige Karten für Schulklassen der Sekundarstufe I. Sie können die Karten unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen.

Freitag, 23. November 2018 um 19:00 Uhr, Einlass ab 18:00 Uhr

"Ama la Vita" - Liebe das Leben.

Esther Bejerano meets Microphone Mafia


Lesung und Konzert der KZ-Überlebenden.

Esther Bejerano wurde 1924 in Saarlouis geboren. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und überlebte mit viel Glück die Todesmärsche. Sie spielte im Mädchenorchester von Auschwitz. Mit ihrem Sohn Joram Bejerano und der Band Microphone Mafia rappt die Zeitzeugin auf der Bühne und liest aus ihrem Buch "Erinnerung".

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Veranstalter: Deutsch-Italienischen Gesellschaft in Kooperation mit der Stadt Detmold.

Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold, Sprottauer Str. 9, 32756 Detmold

 

Dienstag, 27.November 2018  17:00 Uhr Ausstellungseröffnung

"Grenzen des Vergessens". Fotografien aus Detmold von Bernd Lange.

Bernd Lange fotografiert mit einem sehr neuen Blick und aus der Perspektive des Jahre 2018 Detmolder Orte, an denen Opfer und Täter des Holocaust in Detmold lebten und arbeiteten und verbindet sie mit Orten öffentlichen Gedenkens.

Veranstalter: Stadt Detmold

Rathaus am Markt, Detmold.

Mittwoch, 28. November 2018 um 18:00 Uhr

„Onkel Franz doch nicht!“ – Historisches Lernen über die Shoah durch die Auseinandersetzung mit individuellem Täterhandeln

Dr. Eva Lettermann

 

Die Tatsache, dass ihr Großonkel Franz Fischer als NS-Verbrecher fast 44 Jahre inhaftiert war, im Familiennarrativ aber stets als „Kriegsgefangener“ bezeichnet wurde, bildet den familienbiografischen Ausgangspunkt der Forschungen Eva Lettermanns.
Ausgehend von der kritischen Aufarbeitung der Biografie ihres Großonkels setzt sich die Detmolder Lehrerin und Fachleiterin in ihrer Dissertation sowohl fachwissenschaftlich, fachdidaktisch als auch familienbiografisch mit individuellem Täterhandeln auseinander. Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen konzipiert sie ein Unterrichtsmodell zum historischen Lernen über die Shoah und reflektiert ihre Unterrichtserfahrungen. In ihrem Detmolder Vortrag wird sie insbesondere die Entscheidungs- und Handlungsspielräume unterschiedlicher Täter thematisieren.

Gäste sind willkommen.

Veranstalter: GfCJZ in Kooperation mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung

Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Detmold, Bruchstraße 38

 

Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 19:30 Uhr

Lesung aus den Werken von Ruth Michaelis-Jena, Detmold, und Jenny Aloni, Paderborn

Ein Projekt des Literaturzirkels Bielefeld mit Musik des Jazzklarinettisten Lothar Henkenjohann.


Die aus Detmold stammende Buchhändlerin und Autorin Ruth Michaelis-Jena wurde durch ihren autobiografischen Bericht "Auch wir waren des Kaisers Kinder" bekannt. Sie gibt hier anschauliche Einblicke in das Leben eines sehr wachen jüdischen Mädchens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schleichender Antisemitismus eskalierte in dem Beschmieren ihres Buchladens bereits im März 1933 - eine Erfahrung, die sie schnellstens Detmold verlassen ließ. Sie lebte bis 1989 in Edinburg. 

Jenny Aloni wurde 1917 in Paderborn geboren und verließ auf Grund antisemitischer Anfeindungen schon als Schülerin und gegen den Willen ihrer Eltern Paderborn. Sie wollte nach Israel emigrieren. Das gelang ihr schließlich noch gerade rechtzeitig mit Hilfe eines Kindertransportes im Jahr 1939. In Israel arbeitete sie in unterschiedlichen sozialen Berufen und schrieb gleichzeitig literarische Texte - weiterhin in ihrer deutschen Muttersprache. Eine Fülle von Romanen, Erzählungen, Gedichten und Tagebucheinträgen sind überliefert und inzwischen auch zugänglich. Jenny Aloni starb 1993 in Ganei Yehuda.

Der Eintritt ist frei.

Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold
   

Neues:

11. 9. 2018: Onlinestellung der Dokumentation des Jüdischen Friedhofes in Barntrup

17. 5. 2018: Onlinestellung des Buches von Karla Raveh: "Überleben" als e-Buch

4.12.2017: Veröffentlichung einer Bropschüre zum Haus Münsterberg

4.12.2017: Freischaltung der Internetseite, die die Online-Version des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold präsentiert.

 

Hier finden Sie uns:

Haus Muensterberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

Haus Münsterberg
Hornsche Str. 38

32756 Detmold

Tel.: +49 5231 29758

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: www.GfCJZ-Lippe.de

 

 

   
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