Änderung: Neuer Termin und Ort!

Dienstag, 05. November 2019 um 19:30 Uhr

Buchdeckel

"Abgereist, ohne Angabe der Adresse"

Postalische Zeugnisse zu Verfolgung und Terror im Nationalsozialismus

Heinz Wewer

„Abgereist" - wie es auf zahlreichen Briefen und Postkarten stand, die von der Reichspost zurückgesendet wurden, traf fast niemals die Wahrheit. Die Empfänger waren vertrieben worden, weil sie Juden waren.

In Zusammenarbeit mit Zeitzeugen, Sammlern und Archiven hat der Autor über 300 postalische und ergänzende Dokumente zusammengetragen und in einem Buch veröffentlicht, das er vorstellen wird.

Um Voranmeldung unter 05231/99250 wird gebeten.

Veranstalter: Lippischen Landesmuseum Detmold, Naturwissenschaftliche und Historische Verein für das Land Lippe e. V., Koordinierungsstelle NRWeltoffen des Kreises Lippe

Lippisches Landesmuseum Detmold, Ameide 4, 32756 Detmold



Am 9. November finden an vielen Orten in Lippe Gedenkveranstaltungen statt. Hier können wir nur auf die Veranstaltungen hinweisen, von denen wir Kenntnis haben. Weiter Hinweise finden Sie in der örtlichen Presse.

  • Detmold

    Samstag, 09. November 2019 um 17:00 Uhr

    Kranzniederlegung der evangelischen und katholischen Jugend an dem Gedenkstein für die Synagoge in der Lortzingstraße, Detmold



    Samstag, 09. November 2019 um 18:00 Uhr

    Zentrale Gedenkstunde zur Erinnerung an die Reichspogromnacht

    GfCJZ und Stadt Detmold

    Gedenkstätte in der Exterstraße, Detmold



    Samstag, 09. November 2019 um 19:30 Uhr

    Lohff Plakat 14

    Requiem für einen polnischen Jungen

    Komponist: Dietrich Lohff (1941 - 2016)

    Detmolder Vokalensemble
    Instrumentalensemble La réjouissance
    Leitung: Andrea Schwager

    Das „Requiem für einen polnischen Jungen“ erinnert inhaltlich und auch musikalisch an das „War Requiem“(1961) von Benjamin Britten. Der Komponist Dietrich Lohff hat einen Weg aufgezeigt, ohne anzuklagen: Mit seinem Werk hat er Stellung bezogen gegen das Vergessen: Er lässt die Opfer selbst zu Wort kommen. Den acht Teilen des Oratoriums sind Texte von Opfern des Faschismus zugrunde gelegt. So ist das „Requiem für einen polnischen Jungen“ (1997/98) ein musikalisches Mahnmal wider das Vergessen. Das Werk hat bereits eine Vielzahl von Aufführungen in Deutschland, u.a. am 27.1.1999 im Deutschen Bundestag anlässlich einer Feierstunde zum Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz, erlebt.

    Dietrich Lohff schreibt zu seinem „Requiem“: „Die Kirchenmusik darf nicht schweigen, das hat sie schon viel zu lange getan. Es muss ihr möglich sein, das Leid, das der Faschismus über Millionen von Menschen gebracht hat, hörbar zu machen, indem sie den Opfern eine leise – aber deutliche – Stimme verleiht“.

    "Wenn nun langsam die Generation der Augenzeugen der Täter und Opfer verstirbt, ist es an uns, zu mahnen, zu erinnern. Auch wenn es schmerzt und beschämt. Das soll mit dieser Aufführung geschehen." Andrea Schwager

    Stadt Detmold, GfCJZ Lippe

    Eintritt frei. Spenden sind willkommen.

    Kirche Heilig Kreuz, Schubertplatz 10, Detmold



  • Lage

    Samstag, 09. November 2019 um 18:00 Uhr

    Gedenkstunde auf dem Jüdischen Friedhof an der Flurstraße

    Kirchenmusiker begleiten die Veranstaltung. Der Bürgermeister oder eine/r seiner Vertreter/Innen hält eine Rede und Vertreter der Kirchen verlesen die Namen der jüdischen Bewohner von Lage, die im Holocaust umgebracht wurden. Als Abschluss wird das Kaddisch verlesen.

    Flurstraße neben Haus Nr. 9, 32791 Lage



  • Lemgo

    Samstag, 09. November 2019 um 17:30 Uhr

    Gedenkstunde für die Opfer des Holocaust am 9. November 2019

    17:30 Uhr Hof des Frenkel-Hauses, Echternstraße 70, Lemgo

    - Begrüßung durch den Arbeitskreis »9. November Lemgo«
    - Schülerbeiträge


    Schweigender Gang zur Mahn- und Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge

     

    18:00 Uhr Mahn- und Gedenkstätte ehemalige Synagoge, Neue Straße, Lemgo

    - Redebeiträge
    - Musikbeiträge
    - Schweigeminute
    - Schülerbeiträge

    (Ende ca. 18:40 Uhr)

    Hof des Frenkel-Hauses, Echternstr. 70, 32657 Lemgo



Dienstag, 12. November 2019 um 19:30 Uhr und
Mittwoch, 13. November 2019 um 19:30 Uhr

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Dorfgeschichten

Lesung: "Die Verwandlung" von Franz Kafka

Florian Lukas, Schauspieler und Rezitator (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee u.a.)

Die Verwandlung beginnt mit einem der populärsten ersten Sätze der Weltliteratur: ‹Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.› Die Erzählwelt des Textes entfaltet sich aus diesem ersten Satz, der rigoros mit den Regeln realistischer Darstellung bricht. Pflichtbewusst versucht Gregor Samsa, Tuchhändler und Ernährer der Familie, die geplante Geschäftsreise trotz seiner Verwandlung anzutreten, muss aber bald feststellen, dass sein Anblick Eltern und Schwester nicht nur entsetzt, sondern er sich auch nicht länger verständlich machen kann... 

Die Verwandlung fasziniert durch ihren kristallklaren und gleichzeitig rätselhaften Stil und hat zu den verschiedensten Interpretationen angeregt. 

In der Lesung von Florian Lukas kommen der fantastische Verwandlungsvorgang Gregor Samsas, eine geradezu bedrückende Familiengeschichte und die fehlende Empathie mit dem ‹Andersartigen› eindrücklich zusammen.

 Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

Eintritt: 15,- und 22,- Euro
Der Kartenvorverkauf beginnt am 9.9. um 10 Uhr unter der Telefonnummer 05231/3080210 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (ebenfalls ab 9.9.!)

Gaststätte "Zum weißen Ross", große Scheune. Freilichtmuseum Detmold.
Ein Bustransfer vom Parkplatz des Freilichtmuseums ist eingerichtet: Erste Fahrt um 18.45 Uhr, letzte Fahrt um ca. 19.20 Uhr



Mittwoch, 13. November 2019 um 11:30 Uhr

Dorfgeschichten - Schullesung

Lesung aus: "Die Verwandlung" von Franz Kafka

Florian Lukas, Schauspieler und Rezitator (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee u.a.)

Im Rahmen der Schullesung ist Florian Lukas mit einer gekürzten Fassung der Verwandlung zu erleben. Die etwa 50-minütige Lesung richtet sich an Schüler*innen ab Jahrgangsstufe 10.

 Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

Eintritt: 5,- Euro pro Schüler*in
Anmeldungen und Informationen im Literaturbüro OWL (05231/3080210)

Detmolder Sommertheater, Neustadt 24, Detmold

Freitag, 22. November 2019 um 19:30 Uhr

Buchtitelseite

Lesung aus dem Buch "Alma" von Dagmar Fohl

Mit Alma Lapidot-Rakemann und Ulrike von der Linden

Musik für Solocello mit Max Gundermann, Cellist im Kammerorchester Detmold und im Arminius-Quartett.

 

Die Detmolder Tänzerin, Choreografin und Lehrerin Ulrike von der Linden schreibt zu diesem Projekt:

"Ich habe im Sommer 2015 auf der griechischen Insel Samos die Ankunft von Schlauchbooten mit Geflüchteten aus Syrien und dem Irak erlebt, habe den Menschen in die Augen geschaut und mich entschieden etwas zu tun. Durch den Roman „ALMA“ von Dagmar Fohl, der 2017 erschien und die Geschichte des Musikalienhändlers und Cellisten Aaron Stern und seiner Familie während der Zeit des Nationalsozialismus erzählt, wurde mir erneut deutlich vor Augen geführt, dass für viele jüdische Mitbürger damals die Situation eine ähnliche war wie die der Geflüchteten heute. Auch sie wurden bei dem Versuch vor dem Tod zu fliehen von etlichen Ländern abgewiesen, Schiffe durften Häfen nicht anlaufen, die Menschen wurden in den zum großen Teil sicheren Tod zurück geschickt.

Da der Romantitel der Vorname meiner Enkeltochter ist (seit dem 28.2.2019 Mitglied in der Jüdischen Gemeinde Berlin und 14 Jahre alt), war der Entschluss schnell gefasst mit ihr gemeinsam Abschnitte aus dem Roman im Wechsel zu lesen und die angegebenen Musikstücke, vorzugsweise auf dem Cello zu spielen, zu Gehör zu bringen. Der Cellist Max Gundermann, Preisträger mit dem Arminius-Quartett beim Auryn Wettbewerb Kammermusik, konnte dafür gewonnen werden. Mit diesem Projekt wollen wir die Brücke schlagen zwischen dem Schicksal unzähliger jüdischer Mitbürger zur Zeit des Nationalsozialismus und den vielen Menschen, die heute weltweit auf der Flucht sind und auf ähnliches menschenverachtendes Verhalten stoßen."

GfCJZ Lippe

Eintritt 8 € /5€ mit Ermäßigung. Kartenvorbestellung unter 05231/ 29758

Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

Mittwoch, 04. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

Faten Mukarker

"Seit Jahrzehnten warten auf den Frieden - Leben zwischen Mauern"

In der Reihe "Religionen im Gespräch"

Faten Mukarker, Bethlehem

Faten Mukarker wurde in Bethlehem in Palästina geboren, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Sie ist in Deutschland aufgewachsen und hat bis zu ihrem 20. Lebensjahr in der Nähe von Köln gewohnt. 1975 kehrte sie nach Bethlehem/Beit Jala zurück und heiratete.

Bei unserer letzten Israel -und Palästinareise haben wir Frau Mukarker in ihrem Wohnort als faszinierende und verständnisvolle Kennerin des Israel-Palästina-Konfliktes kennen gelernt. In ihrem Vortrag werden die besonderen Bedingungen des alltäglichen Lebens als palästinensische Christin im Mittelpunkt stehen. Sie fragt: „Auf beiden Seiten der Mauer gibt es Menschen, die an einen gerechten Frieden glauben. Aber welche Hürden müssen überwunden werden, damit die beiden Völker endlich wieder zu einem friedvollen Nebeneinander, vielleicht sogar Miteinander finden?“ In eindrücklicher Weise erzählt Frau Mukarker ihre Geschichte und macht deutlich, dass sie sich nichts sehnlicher wünscht als ohne Angst, frei und selbstbestimmt in einem eigenen lebensfähigen Staat neben dem Staat Israel zu leben.

GfCJZ Lippe, Bildungsreferat der lippischen Landeskirche

 

Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

Dienstag, 10. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

Lesung: Gott wohnt im Wedding

Regina Scheer, Berlin

Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die bekannte Berliner Erzählerin deutscher Geschichte (u. a. "Machandel"), hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Werk voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme verwoben.

 

GfCJZ Lippe in Kooperation mit dem Buchhaus am Markt, Detmold

Eintrittskarten zum Preis von 8,- /5,- € erhalten Sie in der Buchhandlung am Markt oder bei der GfCJZ Lippe unter 05231/ 29758. An der Abendkasse kosten die Karten 10€.

Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold



   

Neues:

11. 9. 2018: Onlinestellung der Dokumentation des Jüdischen Friedhofes in Barntrup

17. 5. 2018: Onlinestellung des Buches von Karla Raveh: "Überleben" als e-Buch

4.12.2017: Veröffentlichung einer Broschüre zum Haus Münsterberg

4.12.2017: Freischaltung der Internetseite, die die Online-Version des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold präsentiert.

 

Hier finden Sie uns:

Haus Muensterberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

Haus Münsterberg
Hornsche Str. 38

32756 Detmold

Tel.: +49 5231 29758

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: www.GfCJZ-Lippe.de

 

 

   
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