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aus Panu Derech Band 10

Devora Backschitzki wurde am 5. Mai 1922 als Ilse Buchholz in Detmold geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Bernhard Buchholz (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) und Irmgard, geb. Hellwitz (s. Gedenkbuch).

Werner Buchholz und seine Frau Ann.

(Foto: privat)

Werner Buchholz wurde am 24. Oktober 1922 als Sohn des Kaufmanns Julius Buchholz (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) und dessen Frau Elsa, geb. Hellwitz (s. Gedenkbuch) in Detmold geboren.

Den festen Vorsatz, Deutschland zu verlassen und nach Palästina zu emigrieren, setzte die Familie nicht in die Tat um. 1936 zogen sie in der Hoffnung nach Köln, in der Großstadt in größerer Anonymität leben zu können. Doch diese Hoffnungen erfüllten sich nicht: 1941 wurde Julius Buchholz in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert, wo er ein Jahr später umkam. Das Schicksal von Elsa Buchholz bleibt ungeklärt. Es spricht vieles dafür, dass sie ebenfalls nach Litzmannstadt verschleppt wurde. Sie gilt als verschollen.

 

Jacob Heinz Wolff wurde am 30. April 1920 in Detmold geboren. Mit seinen Eltern und seinem Bruder Seew Fritz Moritz lebte er in Herford, bis seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war. Nach ihrem Tod verbrachte er zunächst ein Jahr bei Verwandten in Thüringen, um dann in einem jüdischen Kinderheim in Paderborn untergebracht zu werden. Dort blieb er bis zu seinem 14. Lebensjahr.

Seine Großmutter Paula Paradies, die er stets in seinen Ferien in Detmold besuchte, gab ihm inneren Halt und vermochte, ihm das schmerzlich vermisste Elternhaus zu ersetzen. So wurde Detmold nach eigener Aussage zu seiner eigentlichen Heimat.