Uri bei der Arbeit in der Citrusplantage im Kibbuz Givat Chayyim Ichud.

aus Panu Derech Band 10

 

Am 18. Dezember 1916 wurde Uri Lev-Ron als Rudi Heilbrunn in Detmold geboren. Er war der zweite Sohn des Predigers, Lehrers und späteren Kaufmanns Max Heilbrunn und dessen Frau Else, geb. Buchholz. Sein Bruder Ernst, geboren am 22. März 1914, starb am 26. Oktober 1986 in Israel, seine Schwester Elischewa Limon, früher Gertrud Heilbrunn, lebt in der Schweiz.

Bis zum Umzug der Familie nach Bielefeld im Jahre 1930 besuchte er das Leopoldinum in Detmold und war Mitglied des Jüdischen Pfadfinderbundes, den er 1933 leitete und ihm eine zionistische Prägung verlieh. Schon früh galt sein Interesse der sozialdemokratischen bzw. sozialistischen Politik.

Die gesamte Familie Heilbrunn emigrierte bereits 1933 nach Palästina. Von 1933 bis 1939 arbeitete Uri Lev-Ron zunächst bei der RICA, der Rothschildschen Siedlungsgesellschaft und danach im Orangenhain der Familie.

1939 siedelte er in den Kibbuz Alonim über, wo er seine Frau Zipora kennenlernte. Beide schlossen sich 1946 dem Kibbuz Kfar Szold an. 1951 führten Kontroversen innerhalb der sozialistischen Kibbuzbewegung, der Uri Lev-Ron als Sekretär der allgemeinen Arbeiterpartei angehörte, zur Spaltung. So beschloss er, diesen Kibbuz zu verlassen, um in Giv’at Hayyim Ichud mit Gleichgesinnten neu zu beginnen.

Seine Frau, mit der er vier Kinder und zehn Enkelkinder hatte, verstarb 1983.

Uri Lev-Ron widmete sich mit großem Interesse der Archäologie und ließ auch Besuchergruppen in Israel an seinem umfassenden Wissen teilhaben.

Die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Lippe und Detmold und auch die Erinnerungskultur dieser Stadt begleitete er mit sehr wachem Geist und konstruktiver Kritik. Seine Anregungen und Impulse waren eine große Bereicherung und Inspiration.

Uri Lev-Ron starb fast 84-jährig am 17. November 2000.