Jacob Heinz Wolff wurde am 30. April 1920 in Detmold geboren. Mit seinen Eltern und seinem Bruder Seew Fritz Moritz lebte er in Herford, bis seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war. Nach ihrem Tod verbrachte er zunächst ein Jahr bei Verwandten in Thüringen, um dann in einem jüdischen Kinderheim in Paderborn untergebracht zu werden. Dort blieb er bis zu seinem 14. Lebensjahr.

Seine Großmutter Paula Paradies, die er stets in seinen Ferien in Detmold besuchte, gab ihm inneren Halt und vermochte, ihm das schmerzlich vermisste Elternhaus zu ersetzen. So wurde Detmold nach eigener Aussage zu seiner eigentlichen Heimat.

Eine vierjährige Maurerlehre in Bocholt konnte er 1937 mit der Gesellenprüfung abschließen.

Während des Novemberpogroms 1938 wurde er für kurze Zeit inhaftiert. In der Silvesternacht 1938/39 wurde Jacob Wolff beim Grenzübertritt an der holländischen Grenze wiederum festgenommen. Durch die Emdener Polizei wurde er in das KZ Sachsenhausen verschleppt.

Im Dezember 1939 konnte er Deutschland verlassen und nach Palästina emigrieren. Es gelang ihm auf abenteuerliche Weise, das Land, das seine neue Heimat werden sollte, mit dem Schiff „Patria“ zu erreichen. Sein erstes Jahr verbrachte er zunächst in dem Einwanderercamp Atlith. Jacob Wolff, der Goldy Hirsch aus Wien heiratete, lebte in verschiedenen Kibbuzim, bis ihn sein Weg in den landwirtschaftlichen Moshaw Beit Yitzak führte. Hier starb er am 23. Dezember 2007.