• Rundbrief IV 2018

    Detmold, den 25. April 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

        im Mai des vergangenen Jahres feierte unsere jüdische Vorsitzende und Freundin Karla Raveh ihren 90. Geburtstag hier in Lippe. Kurz darauf ist sie verstorben. Wir möchten mit einem besonderen Konzert an Karla erinnern, bei dem sie sicherlich gerne dabei gewesen wäre:

    Montag, 14. Mai 2018 um 19:30 Uhr

    Monika Rey FotoEva Schuettler Foto
    „IRGENDWO AUF DER WELT“

    Jüdische Komponisten der 1920er und 30er Jahre

    Konzert mit Monika Rey (Gesang) und Eva Schüttler (Klavier) 

    Eintritt AK: 12 € / VVK: 10 €     Ermäßigung AK: 10 € / VVK: 8 €

    Die Eintrittskarten für das Konzert können Sie per Telefon (Anrufbeantworter) oder Mail in unserem Büro vorbestellen und an der Abendkasse bezahlen. In Lemgo können Sie die Karten an der Kasse des Museums Hexenbürgermeisterhaus oder im Gemeindebüro St. Johann erwerben.

    Veranstalterinnen: Stadt Lemgo, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V., Gedenkstätte Frenkelhaus, Landeszentrale für politische Bildung NRW

    Gemeindezentrum St. Johann, Hinter dem Kloster 1, Lemgo


    Im Januar dieses Jahres ist leider auch der Senior der großen Familie Hochfeld aus Lemgo, Uri Hochfeld, gestorben. Jürgen Scheffler erinnert an ihn in einem eindrucksvollen Text, den wir Ihnen als Anhang an diesen Rundbrief zusenden. Im Mai vergangenen Jahres war Uri Hochfeld anlässlich der Ausstellung „Gehen oder Bleiben“ noch zu einem großen Familientreffen nach Lemgo gekommen!

    Anlässlich der erneut aufgeflammten unsäglichen antisemitischen Vorfälle auch und gerade unter Jugendlichen weisen wir erneut darauf hin, dass wir Führungen auf jüdischen Spuren speziell für Schulklassen anbieten. Informationen und emotionale Berührung ermöglichen Führungen in ganz besonderer Weise. Melden Sie sich per Mail oder Telefon jederzeit in unserer Geschäftsstelle oder direkt bei mir (05231/24776).


    Weiterhin laden wir Sie herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein:


    Dienstag, 15. Mai 2018 um 19:30 Uhr

    Radikalisierung: Jugendliche bauen sich ihren "Lego Islam"

    Dr. Michael Kiefer, Islamwissenschaftler Universität Osnabrück 

    Junge Menschen, die sich gewaltbereiten radikal-islamischen Gruppen anschließen, wissen oft sehr wenig vom Islam. "Man kann sagen, sie bauen sich ihren eigenen "Lego-Islam", so formuliert der Islamwissenschaftler Michael Kiefer das Ergebnis seiner Studie, die er gemeinsam mit Andreas Zwick von der Universität Bielefeld durchgeführt hat.
    Die beiden Wissenschaftler untersuchten 5.757 Postings einer WhatsApp Chat-Gruppe, der zwölf junge Männer im Alter von 15 bis 35 Jahren angehörten und erforschten auf diese Weise, wie es zur Radikalisierung bei jungen Muslimen kommt. Dabei kommen die Wissenschaftler zu überraschenden Ergebnissen. So hätten die Mitglieder der Gruppe kaum Bindungen an Moscheegemeinden oder traditionelle Formen des Glaubens. Risikofaktoren für eine Radikalisierung seien der Übergang von Schule zur Ausbildung, Gewalterfahrung oder andere kritische Lebensereignisse. Michael Kiefer wird an diesem Abend die Studie vorstellen und als Diskussionspartner zur Verfügung stehen.

    Moderation Dr. Katharina Kleine Vennekate

    In der Reihe "Religionen im Gespräch" in Kooperation mit der Ev. Studierendengemeinde Detmold/Lemgo (ESG) und dem Katholischen Bildungswerk Lippe e.V.

    Cafe Viva, Wiesenstraße 5, 32756 Detmold

    Freitag, 18. Mai 2018 um 16:00 Uhr

    Lesekreis

    mit Gertrud Wagner 

    Neue TeilnehmerInnen sind willkommen. Gelesen wird dieses Mal: Clare Hajal, Der Duft der bitteren Orangen.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38, Detmold

     

     

    Sonntag, 27. Mai 2018 um 11:00 UhrPostkarte der zerstörten Synagoge in
                      derLortzingstraße
     

    Stadtrundgang in Detmold: "Auf jüdischen Spuren"

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch die jüdische Volksschule, einige der sog. Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold


    Dienstag, 29. Mai 2018 um 20:30 Uhr


    Abendliches Fastenbrechen - gemeinsam feiern

    Mitte Mai beginnt der Monat Ramadan. In dieser Zeit ist Muslimen das Essen und Trinken in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht erlaubt. Nach Sonnenuntergang wird jeden Abend das Fasten gebrochen und zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. An diesem Abend wollen wir als Menschen mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit gemeinsam das abendliche Fastenbrechen feiern und laden zum Essen ein. Wir starten mit gemeinsamen Vorbereitungen und Gedankenaustausch. Nach Sonnenuntergang wird dann zusammen gegessen.

    Vorbereitende Gruppe: Studierende aus der Burse und Dr. Katharina Kleine Vennekate

    Anmeldung zum Essen bis zum 25.05.2018 erbeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    In der Reihe "Religionen im Gespräch" in Kooperation mit der Ev. Studierendengemeinde Detmold/Lemgo (ESG) und dem Katholischen Bildungswerk Lippe e.V.

    Cafe Viva, Wiesenstraße 5, 32756 Detmold

     

     

    Sonntag, 3. Juni 2018 um 11:00 UhrBlick auf den jüdischen Friedhof in Detmold
     

    Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

    Volker Buchholz

    Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     

    Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.



    In der Reihe „Blicke auf Israel“:

    Dienstag, 19. Juni 2018 um 19:30 Uhr

    Feature-Präsentation mit anschließendem Gespräch mit Heike Tauch

    Mit den Augen eines Scharfschützen.

    Die Geschichte des ehemaligen israelischen Elitesoldaten Nadav Weiman

    Feature von Herlinde Koelbl und Heike Tauch

    Nadav Weiman, Foto Copyright: Herlinde
                        Koelbl 

    Nadav Weiman, Foto Copyright: Herlinde Koelbl

    Mit: Sigrid Burkholder (Sprecherin) und Martin Bross (Voice Over)
    Regie: Heike Tauch
    Redaktion: Wolfgang Schiller
    Produktion: DLF 2017(45 min)

    Wir nehmen ihnen die Handys ab. Einer von uns sitzt die ganze Nacht über bei ihnen, mit dem Gewehr im Anschlag. Das also machten wir, und wir machten es so gut, dass die Familie nicht einmal aufwachte, als wir in das Haus eindrangen. Ich musste also eines der Kinder in seinem Bett aufwecken, mit angelegtem Gewehr, Tarnfarbe im Gesicht - die ganze Nummer. Als der Junge mich dann völlig verängstigt anstarrte, als ich so über ihm stand, die Waffe auf ihn gerichtet, und ihn aus dem Bett holte, dachte ich: ´Hier stimmt was nicht. Das gab’s schon mal in der Geschichte meines Volkes. Nur diesmal bin ich auf der falschen Seite.´ (Nadav Weiman in dem Feature „Mit den Augen eines Scharfschützen“)

    Nadav Weiman wächst in einer Familie mit großer Militärtradition auf: Nadavs Großvater und Urgroßvater kämpften im jüdischen Widerstand, Nadavs Vater im Jom-Kippur- und im ersten Libanon-Krieg, seine Brüder sind Elitekämpfer in der israelischen Armee. Mit 18 Jahren geht auch Nadav voller Überzeugung zur Armee und lässt sich zum Scharfschützen bei einer Eliteeinheit ausbilden. Sein Haupteinsatzgebiet werden die besetzten Gebiete. Mit der Zeit wachsen seine Zweifel am Sinn seiner Antiterroreinsätze.
    Als ihn die Fotografin Herlinde Koelbl 2012 bei ihren Arbeiten zum Ausstellungsprojekt „Targets“ kennenlernt, hat er seinen dreijährigen Dienst bereits beendet und engagiert sich bei „Breaking the Silence“, einer regierungskritischen Organisation von ehemaligen und aktiven israelischen Soldaten.(*) In den Folgejahren hält Koelbl den Kontakt mit ihm aufrecht. 2016, während der Vorbereitungen zu ihrer Ausstellung „Faces of Jerusalem“, trifft sie den inzwischen 30jährigen erneut.


    Herlinde Koelbl - Informationen zur Person der bekannten Künstlerin auf www.herlindekoelbl.de

    Heike Tauch (www.heike-tauch.de), seit 1992 als Autorin und Regisseurin fürs Radio mit Schwerpunkt Hörspiel und Feature. Zuletzt: „Metamorphosen“; (DLF 2015, zusammen mit Florian Goldberg), „Bürger Zweiter Klasse - Eine neu-deutsche Familie“ (DLF 2016, n-ost-Reportagepreis 2017).
    Von 1996-2012 leitete Tauch das Hörtheater für Deutschlandradio in Berlin.

    (*)GfCJZ: Das Treffen von Außenminister Gabriel im April 2017 mit Vertretern der Organisation "Breaking the Silence" in Israel führte zum Eklat mit der israelischen Regierung.

    Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdischer Zusammenarbeit in Lippe e.V.

    Haus Münsterberg
    Hornsche Straße 38, Detmold


    Zum Schluss noch ein besonderes Reiseangebot:

    Israelreise in den Herbstferien 2018
    Es sind noch Plätze frei!

    Die Kirchengemeinden Wöbbel und Reelkirchen bieten vom 17. - 26. Oktober 2018 eine Israelreise mit einem jüdisch-christlichen Schwerpunkt an.
    In Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Krull, Blomberg, und einer weiteren Agentur für Gruppenreisen, wurde ein schönes und zum Teil außergewöhnliches Programm zusammengestellt. Pfarrer Holger Postma und Pfarrerin Bettina Hanke-Postma übernehmen die Reiseleitung zusammen mit einer ortskundigen Reiseführung.
    Die Reise vor Ort, mit Flug von Frankfurt nach Tel Aviv, startet im Süden Israels in der Negev Wüste und am Toten Meer. Nachdem wir Masada besichtigt haben, werden wir in den Norden zum See Genezareth reisen. Besuche in Kapernaum, auf dem Berg der Seligpreisungen leiten uns zu den Spuren Jesu und seiner Jüngerinnen und Jünger. Der Schwerpunkt der Reise liegt in diesem Jahr auf Jerusalem. Wir werden drei Nächte im lutherischen Hospiz in der Altstadt übernachten und vor Ort Begegnungen mit Menschen haben, die dort leben und uns aus ihrer Perspektive über das Leben heute in Israel und Palästina berichten können. Von dort aus werden wir auch nach Bethlehem fahren.
    Eine genaue Reisebeschreibung mit allen Kosten und weiteren Informationen schicken wir ihnen gern zu, rufen Sie an unter 05233-4323. Bettina Hanke-Postma

     
    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstandes –

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei 

    Erinnerung an Uri Hochfeld


  • Circular IV 2018 - Translation is pending

     


     

  • Rundbrief III 2018

    Detmold, den 26. März 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

        

        mit einem herzlichen Gruß zum Pessachfest und zu Ostern möchten wir Sie noch einmal auf zwei bereits angekündigte Veranstaltungen im April aufmerksam machen:

     

    Mittwoch, 11. April 2018 um 19:30 Uhr

    Arnold Schönberg: „Ein Überlebender aus Warschau“
    Musik zum Ghettoaufstand.
    Thomas Krügler

    Werkbetrachtung des siebenminütigen Stückes mit Informationen zum Leben und zur Musik des Komponisten.

    Arnold Schönberg (1874 in Wien-1951 USA), einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat mit der Erfindung der Zwölftontechnik (Dodekaphonie) die Musikwelt revolutioniert. Er war österreichisch-amerikanischer Komponist, Musiktheoretiker, Maler und Dichter.  Als Jude emigrierte er bei Anbruch des Nazireiches in die USA. Die Nachrichten über die Gräueltaten der Nazis veranlassten ihn im Alter von 73 Jahren sein Werk „Ein Überlebender aus Warschau“ op. 46 für Sprecher, Männerchor und Orchester zu komponieren. Es vertont den Tatsachenbericht eines polnischen Juden über die Massaker im Warschauer Ghetto. In nur 12 Tagen vollendet er das Werk am 23. August 1947, das ein Jahr später am 20. Dezember 1948 unter der Leitung von René Leibowitz seine europäische Uraufführung erlebt. 
    Ein Überlebender aus Warschau
    gilt als eines der ausdrucksstärksten Werke Schönbergs von erschütternder Realistik in Text und Musik und stellt eine der wichtigsten und meistrezipierten musikalischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust dar.

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.
     

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

    Montag, 16. April 2018 um 19:30 Uhr

    Ein Mörder aus Detmold. Jürgen Stroop und das Warschauer Ghetto

    Dr. Bärbel Sunderbrink, Leiterin des Stadtarchivs in Detmold

    NS-Täter kamen aus allen Schichten, Milieus und Religionen. Die Frage, was sie zu ihren verbrecherischen Handlungen bewegt hat, ist schwer zu beantworten. In ihrem Vortrag zeichnet Bärbel Sunderbrink den Lebensweg von Jürgen Stroop nach, der in Detmold geboren ist und hier seine prägende Zeit erlebt hat. Der Katasterbeamte machte in der SS Karriere. Im April 1943 erhielt Stroop von Heinrich Himmler den Befehl, den Aufstand im Warschauer Ghetto niederzuschlagen. Sein Bericht über die Zerstörung des Ghettos gehört zu den grausamsten Selbstzeugnissen eines NS-Verbrechers.

    Veranstalter: Stadtarchiv Detmold

    Landesarchiv NRW, Stadtarchiv Detmold, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold

     

    Vorankündigungen für Mai:

    14.5.18, 18.00 Uhr: Konzert zum Geburtstag von Karla Raveh mit Monika Rey und Eva Schüttler. Lemgo, St. Johann. Karten zum Preis von 10,-€ können Sie bereits ab jetzt in unserer Geschäftsstelle zurücklegen lassen.

    27.5.18, 11.00 Uhr: Führung auf jüdischen Spuren der Stadt Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz. Treffpunkt Rathaustreppe, 5,-/2,-€

    3.6.18, 11.00 Uhr: Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz. Treffpunkt Friedhofseingang Spitzenkamptwete. 5,-/2,- €

    19.6. 18, 19.30 Uhr, Haus Münsterberg: Heike Tauch: Mit den Augen eines Scharfschützen. Über die israelische Widerstandsorganisation "Breaking the silence."

    Information zur Studienreise auf den Spuren von Felix Fechenbach nach Würzburg und Mergentheim: Alle bis zum Anmeldeschluss am 25.3. eingegangenen Anmeldungen konnten berücksichtigt werden! Nähere Informationen folgen.

      
    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstandes –

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei

     

  • Circular III 2018 - Translation is pending

     


     

  • Rundbrief II 2018

    Detmold, den 05. Februar 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,


                mit diesem Rundbrief möchten wir Sie auf unsere nächsten Veranstaltungen aufmerksam machen: die bereits angekündigte Vorstellung des digitalisierten Gedenkbuches durch Gudrun Mitschke-Buchholz, den besonderen Kabarettabend zur Erinnerung an den genialen Dichter Kurt Tucholsky mit dem Künstlerduo Raue/Dasch, einen Abend über Arnold Schönberg und seinen Bezug zum Warschauer Ghetto mit „unserem“ Musikkritiker Thomas Krügler und den Vortrag über Jürgen Stroop von der Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink. Die beiden letzteren Veranstaltungen dienen auch der Vorbereitung der Fahrt nach Warschau anlässlich des 75. Jahrestages der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto.

    Bitte beachten Sie, dass wir wegen der begrenzten Anzahl der Plätze und der erhöhten Kosten für den Kabarettabend dieses Mal Karten verkaufen. Melden Sie sich kurz per Mail oder auf dem AB, dann werden die Karten für Sie zurückgelegt!

    Weiterhin teilen wir mit, dass die Wiederaufnahme des Prozesses Matitjahu Kellig gegen Sascha Krolzig nun stattfinden soll am

    Donnerstag, 22. Februar 2018, 8.30 Uhr
    Amtsgericht Bielefeld

    Gerichtsstraße 6

    4. Etage - Sitzungssaal 4089

    Es ist sinnvoll, am 22. Februar schon - ab - 7.30 Uhr am Gericht präsent zu sein, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen werden wieder zu zwangsläufigen Verzögerungen führen.

     

    Dienstag, 20. Februar 2018 um 19:30 Uhr

    173 Leben – Zur neuen Online-Fassung des Detmolder Gedenkbuchs für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
    Vortrag von Gudrun Mitschke-Buchholz (Historikerin und Autorin)

    Das Gedenkbuch ist nun einer weitaus breiteren Öffentlichkeit als bisher verfügbar. Alle Kurzbiographien der Druckfassung aus dem Jahre 2001 wurden nicht nur überarbeitet und durch neu zugängliche Dokumente erheblich erweitert. Es konnten zwölf neu erforschte Lebenswege von Ermordeten aus Detmold hier nun dokumentiert werden. In diesem Vortrag soll dem Spannungsfeld zwischen neuer Quellenlage, einer Vielzahl von digitalen Möglichkeiten, dem hochbürokratisierten und verwaltungstechnischen Agieren des NS-Staates auf der einen Seite und dem Lebens- und Leidensweg von Menschen auf der anderen Seite nachgegangen werden, die hier in Detmold ihr Zuhause, ihre Familien, ihre Nachbarn und Freunde hatten. Denn es gilt, sich bei aller Dokumentation und Wissenschaftlichkeit immer wieder vor Augen zu führen, worüber wir hier handeln: Es geht um 173 Menschen, deren Leben gewaltsam zerstört wurde. (Gudrun Mitschke-Buchholz)

    Link zur Internet-Seite: www.gedenkbuch-detmold.de

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V.

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

    Freitag, 16. März 2018 um 19:30 Uhr

    "Lerne lachen ohne zu weinen"
    Kurt Tucholsky - Literarisches Kabarett
    mit Roswitha Dasch (Geige & Gesang) und Ulrich Raue (Klavier & Gesang)

    Kurt Tucholsky, einer der renommiertesten und vielseitigsten Schriftsteller der Weimarer Republik, hat viele Gedichte, Sketche und Texte zu Chansons geschrieben. Vom bekannten Autor der "Weltbühne" avancierte er bald zum gefragten Texter des angesehenen Berliner Kabaretts "Schall und Rauch". Humorvoll und hintergründig sind seine Texte, die er dem weiblichen Geschlecht auf den Leib schrieb, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Ironie, womit er beim Publikum blendend ankam und für viele Lacher sorgte. Trotz seines beruflichen Erfolges stand die politische Entwicklung in Deutschland gegen ihn. Seine Werke wurden 1933 verbrannt, und es trieb ihn ins schwedische Exil. Roswitha Dasch und Ulrich Raue kombinieren auf abwechslungsreiche Weise gesprochene Texte und Chansons. In der Besetzung Gesang, Violine und Klavier zeigen sie Tucholskys Werk in allen Facetten und spiegeln eine Zeit des deutschen Kabaretts zwischen Agitation und Amüsement.

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

    Eintritt: Abendkasse: 13 €, Vorverkauf: 10 € (Tel.: 05231/29758, per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Buchhandlung `Kafka & Co.` Krumme Str. 8 32756 Detmold)

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

    Mittwoch, 11. April 2018 um 19:30 Uhr

    Arnold Schönberg: „Ein Überlebender aus Warschau“
    Musik zum Ghettoaufstand.
    Thomas Krügler

    Werkbetrachtung des siebenminütigen Stückes mit Informationen zum Leben und zur Musik des Komponisten.

    Arnold Schönberg (1874 in Wien-1951 USA), einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat mit der Erfindung der Zwölftontechnik (Dodekaphonie) die Musikwelt revolutioniert. Er war österreichisch-amerikanischer Komponist, Musiktheoretiker, Maler und Dichter.  Als Jude emigrierte er bei Anbruch des Nazireiches in die USA. Die Nachrichten über die Gräueltaten der Nazis veranlassten ihn im Alter von 73 Jahren sein Werk „Ein Überlebender aus Warschau“ op. 46 für Sprecher, Männerchor und Orchester zu komponieren. Es vertont den Tatsachenbericht eines polnischen Juden über die Massaker im Warschauer Ghetto. In nur 12 Tagen vollendet er das Werk am 23. August 1947, das ein Jahr später am 20. Dezember 1948 unter der Leitung von René Leibowitz seine europäische Uraufführung erlebt. 
    Ein Überlebender aus Warschau
    gilt als eines der ausdrucksstärksten Werke Schönbergs von erschütternder Realistik in Text und Musik und stellt eine der wichtigsten und meistrezipierten musikalischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust dar.

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.
     

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

    Montag, 16. April 2018 um 19:30 Uhr

    Ein Mörder aus Detmold. Jürgen Stroop und das Warschauer Ghetto

    Dr. Bärbel Sunderbrink, Leiterin des Stadtarchivs in Detmold

    NS-Täter kamen aus allen Schichten, Milieus und Religionen. Die Frage, was sie zu ihren verbrecherischen Handlungen bewegt hat, ist schwer zu beantworten. In ihrem Vortrag zeichnet Bärbel Sunderbrink den Lebensweg von Jürgen Stroop nach, der in Detmold geboren ist und hier seine prägende Zeit erlebt hat. Der Katasterbeamte machte in der SS Karriere. Im April 1943 erhielt Stroop von Heinrich Himmler den Befehl, den Aufstand im Warschauer Ghetto niederzuschlagen. Sein Bericht über die Zerstörung des Ghettos gehört zu den grausamsten Selbstzeugnissen eines NS-Verbrechers.

    Veranstalter: Stadtarchiv Detmold

    Landesarchiv NRW, Stadtarchiv Detmold, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold

     

    Der Lesekreis der „Gesellschaft“ mit Gertrud Wagner trifft sich das nächste Mal am Freitag, den 9. März 2018 um 16:00 Uhr im Haus Münsterberg. Die Lektüre, über die dann gesprochen werden soll, ist das Buch von Ursula Krechel: "Shanghai - fern von wo"

    Abschließend laden wir Sie alle sehr herzlich zum öffentlichen Teil unserer diesjährigen Hauptversammlung am Sonntag, den 11. 3. 2018 ab 16:30 Uhr im Haus Münsterberg ein:
    Die neue Broschüre über das Haus Münsterberg,

    Vorstellung und Vortrag von Barbara Klaus: Oskar Münsterberg – Der Familienmensch

      
    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstandes –

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei

     

  • Circular II 2018

     

    Detmold, February 5, 2018

    Dear members and friends of the society, ladies and gentlemen,

       with this newsletter we would like to draw your attention to our coming events: the presentation of the digitalized commemoration book by Gudrun Mitschke-Buchholz (announced in the January newsletter), the very special cabaret evening in remembrance of the ingenious poet Kurt Tucholsky with the two artists Raue/Dasch, an evening about Arnold Schönberg and his relation to the Warsaw Ghetto, presented by “our own” musical critic Thomas Krügler, and the lecture about Jürgen Stroop by the Detmold town archivist Dr. Bärbel Sunderbrink. The two latter events are also meant to prepare participants for the journey to Warsaw on occasion of the 75th anniversary of the submission of the rebellion in the Warsaw ghetto.

    Please note that because of the limited number of seats and the considerable cost of the Cabaret event this time we will sell tickets. Reservations by e-mail or answering machine!


       
    Furthermore we inform you that the process Matitjahu Kellig vs. Sascha Krolzig will be resumed on

    Thursday, February 22, 2018, 8:30
    Amtsgericht (local district court) Bielefeld
    Gerichtsstraße 6
    4th floor, room 4089


    It is advisable to arrive at the courtroom by 7:30, as the necessary security precautions will inevitably lead to delays.

    Tuesday, February 20, 19:30

    173 Lives – about the new internet version of the Detmold commemoration book for the victims of the national socialist tyranny

    Lecture by Gudrun Mitschke-Buchholz (historian and author)

     

    The commemoration book is now available to a far wider public than before. Not only have all the short biographies of the printed version from the year 2001 been revised and greatly extended by recently available documents. Also twelve recently investigated paths of the lives of people from Detmold who were killed can now be documented here. In this lecture the author looks into the new sources of information, a variety of digital possibilities, and the highly bureaucratic and administrative procedures of the NS-dictatorship on the one hand, in relation to the lives and suffering of human beings, who had their homes, their families, their neighbors and friends here in Detmold. For even in the face of scientific procedure and precise documentation, one thing must never be forgotten: We are thinking and talking about 173 human beings, whose lives were destroyed violently. (G.M.-B.)

     

    Organizer: Society for Christian-Jewish Cooperation Lippe

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

    Friday, March 16, 19:30

    How to Laugh Without Crying!”
    Kurt Tucholsky – Literary Cabaret

     

    with Roswitha Dasch (violin & vocals) and Ulrich Raue (piano & vocals)

     

    Kurt Tucholsky, one of the most renowned and versatile authors of the Weimar Republic, wrote many poems, scenes and lyrics. From well-known author of “Die Weltbühne” he soon went on to be a much sought-after text writer of the distinguished Berlin cabaret “Schall und Rauch” (Sound and Smoke). His texts, many of them dediated to the female sex, are humorous and profound, often spiced with a good pinch of irony; they were extremely successful with the audience, who had many a good laugh. In spite of his success, the political development in Germany was against him. His books were burned in 1933, and he decided to go into exile in Sweden.

    Roswitha Dasch's and Ulrich Raue's show is full of variety, a combination of spoken texts and songs. Their use of singing, violin, and piano shows Tucholsky's work in all its facets and reflects a period of the German cabaret between agitation and amusement.

     

    Organizer: Society for Christian-Jewish Cooperation Lippe

    Entrance fee: Box Office: € 13,00; advance booking: € 10,00; (fone: 05231-29758; e-mail: gfcjz-lippe@t-online; ticket sales: Bookshop 'Kafka&Co. Krumme Straße 8, 32756 Detmold)

     

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

    Wednesday, April 11, 19:30

    Arnold Schönberg: “A Survivor from Warsaw”
    Music on the Rebellion in the Ghetto

    Thomas Krugler

     

    Reflection on the seven-minute piece with information on the life and music of the composer

    Arnold Schönberg (born 1874 in Vienna, died 1951 in Los Angeles), one of the most important composers of the 20th century, revolutionized the musical world with the development of the twelve-note music (dodecaphony). The Austrian-American was composer, painter, and poet. As a jew, he emigrated to the United States at the beginning of the Nazi Reich. News about the atrocities of the Nazis induced him at the age of 73 to compose his work “A Survivor from Warsaw” (op. 46) for speaker, male choir, and orchestra. He set to music the factual report of a Polish jew about the massacre in the Warsaw ghetto. On August 23, 1947, in just twelve days, he finished his work, which had its European premiere the following year, on December 20, 1948, conducted by René Leibowitz. “A Survivor from Warsaw” is often found to be one of the most expressive works of Schönberg, with its shattering realism in text and music, and represents one of the most important and most frequently heard musical reflections on the holocaust.

     

    Organizer: Society for Christian-Jewish Cooperation Lippe

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

      

    Monday, April 16, 19:30

    A Murderer from Detmold. Jürgen Stroop and the Warsaw Ghetto.
    Dr. Bärbel Sunderbrink, director of the Detmold archive

     

    Nazi-perpetrators came from all walks of life, classes, and religions. The question of what induced them to their criminal deeds is difficult to answer. In her lecture Bärbel Sunderbrink follows the path of life of Jürgen Stroop, who was born in Detmold and lived here in his formative years. The land registrar made a career in the SS. In April 1943 Stroop received orders from Heinrich Himmler to put down the rebellion in the Warsaw ghetto. His report on the destruction of the ghetto is one of the cruellest autobiographical reports of a Nazi criminal.

     

    Organizer: Detmold Town Archive

    State Archive North-Rhine Westphalia, Detmold Town Archive, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold

     
       The next meeting of the reading circle of our society, hosted by Gertrud Wagner, will be on Friday, February 9 at 16:00 in Haus Münsterberg. The circle will discuss the novel “Shanghai – Fern von wo” by Ursula Krechel. (Shanghai – Far from Where; not yet translated into English) It deals with the lives of exiles from Nazi-Germany in Shanghai.

       

      Last but not least we would to invite to the public part of this year's General Membership Meeting on Sunday, March 9 from 16:30 in Haus Münsterberg. Topic: the new brochure on Haus Münsterberg. Presentation and lecture by Barbara Klaus: Oskar Münsterberg – Der Familienmensch (Oskar Münsterberg - The Family Man

     

    Regards from myself – also on behalf of the entire managing-committee –

     

    Micheline Prüter-Müller

     

    Circular as Pdf-file