• Rundbrief II 2018

    Detmold, den 05. Februar 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,


                mit diesem Rundbrief möchten wir Sie auf unsere nächsten Veranstaltungen aufmerksam machen: die bereits angekündigte Vorstellung des digitalisierten Gedenkbuches durch Gudrun Mitschke-Buchholz, den besonderen Kabarettabend zur Erinnerung an den genialen Dichter Kurt Tucholsky mit dem Künstlerduo Raue/Dasch, einen Abend über Arnold Schönberg und seinen Bezug zum Warschauer Ghetto mit „unserem“ Musikkritiker Thomas Krügler und den Vortrag über Jürgen Stroop von der Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink. Die beiden letzteren Veranstaltungen dienen auch der Vorbereitung der Fahrt nach Warschau anlässlich des 75. Jahrestages der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto.

    Bitte beachten Sie, dass wir wegen der begrenzten Anzahl der Plätze und der erhöhten Kosten für den Kabarettabend dieses Mal Karten verkaufen. Melden Sie sich kurz per Mail oder auf dem AB, dann werden die Karten für Sie zurückgelegt!

    Weiterhin teilen wir mit, dass die Wiederaufnahme des Prozesses Matitjahu Kellig gegen Sascha Krolzig nun stattfinden soll am

    Donnerstag, 22. Februar 2018, 8.30 Uhr
    Amtsgericht Bielefeld

    Gerichtsstraße 6

    4. Etage - Sitzungssaal 4089

    Es ist sinnvoll, am 22. Februar schon - ab - 7.30 Uhr am Gericht präsent zu sein, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen werden wieder zu zwangsläufigen Verzögerungen führen.

     

    Dienstag, 20. Februar 2018 um 19:30 Uhr

    173 Leben – Zur neuen Online-Fassung des Detmolder Gedenkbuchs für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
    Vortrag von Gudrun Mitschke-Buchholz (Historikerin und Autorin)

    Das Gedenkbuch ist nun einer weitaus breiteren Öffentlichkeit als bisher verfügbar. Alle Kurzbiographien der Druckfassung aus dem Jahre 2001 wurden nicht nur überarbeitet und durch neu zugängliche Dokumente erheblich erweitert. Es konnten zwölf neu erforschte Lebenswege von Ermordeten aus Detmold hier nun dokumentiert werden. In diesem Vortrag soll dem Spannungsfeld zwischen neuer Quellenlage, einer Vielzahl von digitalen Möglichkeiten, dem hochbürokratisierten und verwaltungstechnischen Agieren des NS-Staates auf der einen Seite und dem Lebens- und Leidensweg von Menschen auf der anderen Seite nachgegangen werden, die hier in Detmold ihr Zuhause, ihre Familien, ihre Nachbarn und Freunde hatten. Denn es gilt, sich bei aller Dokumentation und Wissenschaftlichkeit immer wieder vor Augen zu führen, worüber wir hier handeln: Es geht um 173 Menschen, deren Leben gewaltsam zerstört wurde. (Gudrun Mitschke-Buchholz)

    Link zur Internet-Seite: www.gedenkbuch-detmold.de

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V.

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

    Freitag, 16. März 2018 um 19:30 Uhr

    "Lerne lachen ohne zu weinen"
    Kurt Tucholsky - Literarisches Kabarett
    mit Roswitha Dasch (Geige & Gesang) und Ulrich Raue (Klavier & Gesang)

    Kurt Tucholsky, einer der renommiertesten und vielseitigsten Schriftsteller der Weimarer Republik, hat viele Gedichte, Sketche und Texte zu Chansons geschrieben. Vom bekannten Autor der "Weltbühne" avancierte er bald zum gefragten Texter des angesehenen Berliner Kabaretts "Schall und Rauch". Humorvoll und hintergründig sind seine Texte, die er dem weiblichen Geschlecht auf den Leib schrieb, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Ironie, womit er beim Publikum blendend ankam und für viele Lacher sorgte. Trotz seines beruflichen Erfolges stand die politische Entwicklung in Deutschland gegen ihn. Seine Werke wurden 1933 verbrannt, und es trieb ihn ins schwedische Exil. Roswitha Dasch und Ulrich Raue kombinieren auf abwechslungsreiche Weise gesprochene Texte und Chansons. In der Besetzung Gesang, Violine und Klavier zeigen sie Tucholskys Werk in allen Facetten und spiegeln eine Zeit des deutschen Kabaretts zwischen Agitation und Amüsement.

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

    Eintritt: Abendkasse: 13 €, Vorverkauf: 10 € (Tel.: 05231/29758, per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Buchhandlung `Kafka & Co.` Krumme Str. 8 32756 Detmold)

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

    Mittwoch, 11. April 2018 um 19:30 Uhr

    Arnold Schönberg: „Ein Überlebender aus Warschau“
    Musik zum Ghettoaufstand.
    Thomas Krügler

    Werkbetrachtung des siebenminütigen Stückes mit Informationen zum Leben und zur Musik des Komponisten.

    Arnold Schönberg (1874 in Wien-1951 USA), einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat mit der Erfindung der Zwölftontechnik (Dodekaphonie) die Musikwelt revolutioniert. Er war österreichisch-amerikanischer Komponist, Musiktheoretiker, Maler und Dichter.  Als Jude emigrierte er bei Anbruch des Nazireiches in die USA. Die Nachrichten über die Gräueltaten der Nazis veranlassten ihn im Alter von 73 Jahren sein Werk „Ein Überlebender aus Warschau“ op. 46 für Sprecher, Männerchor und Orchester zu komponieren. Es vertont den Tatsachenbericht eines polnischen Juden über die Massaker im Warschauer Ghetto. In nur 12 Tagen vollendet er das Werk am 23. August 1947, das ein Jahr später am 20. Dezember 1948 unter der Leitung von René Leibowitz seine europäische Uraufführung erlebt. 
    Ein Überlebender aus Warschau
    gilt als eines der ausdrucksstärksten Werke Schönbergs von erschütternder Realistik in Text und Musik und stellt eine der wichtigsten und meistrezipierten musikalischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust dar.

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.
     

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

    Montag, 16. April 2018 um 19:30 Uhr

    Ein Mörder aus Detmold. Jürgen Stroop und das Warschauer Ghetto

    Dr. Bärbel Sunderbrink, Leiterin des Stadtarchivs in Detmold

    NS-Täter kamen aus allen Schichten, Milieus und Religionen. Die Frage, was sie zu ihren verbrecherischen Handlungen bewegt hat, ist schwer zu beantworten. In ihrem Vortrag zeichnet Bärbel Sunderbrink den Lebensweg von Jürgen Stroop nach, der in Detmold geboren ist und hier seine prägende Zeit erlebt hat. Der Katasterbeamte machte in der SS Karriere. Im April 1943 erhielt Stroop von Heinrich Himmler den Befehl, den Aufstand im Warschauer Ghetto niederzuschlagen. Sein Bericht über die Zerstörung des Ghettos gehört zu den grausamsten Selbstzeugnissen eines NS-Verbrechers.

    Veranstalter: Stadtarchiv Detmold

    Landesarchiv NRW, Stadtarchiv Detmold, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold

     

    Der Lesekreis der „Gesellschaft“ mit Gertrud Wagner trifft sich das nächste Mal am Freitag, den 9. März 2018 um 16:00 Uhr im Haus Münsterberg. Die Lektüre, über die dann gesprochen werden soll, ist das Buch von Ursula Krechel: "Shanghai - fern von wo"

    Abschließend laden wir Sie alle sehr herzlich zum öffentlichen Teil unserer diesjährigen Hauptversammlung am Sonntag, den 11. 3. 2018 ab 16:30 Uhr im Haus Münsterberg ein:
    Die neue Broschüre über das Haus Münsterberg,

    Vorstellung und Vortrag von Barbara Klaus: Oskar Münsterberg – Der Familienmensch

      
    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstandes –

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei

     

  • Circular II 2018

     

    Detmold, February 5, 2018

    Dear members and friends of the society, ladies and gentlemen,

       with this newsletter we would like to draw your attention to our coming events: the presentation of the digitalized commemoration book by Gudrun Mitschke-Buchholz (announced in the January newsletter), the very special cabaret evening in remembrance of the ingenious poet Kurt Tucholsky with the two artists Raue/Dasch, an evening about Arnold Schönberg and his relation to the Warsaw Ghetto, presented by “our own” musical critic Thomas Krügler, and the lecture about Jürgen Stroop by the Detmold town archivist Dr. Bärbel Sunderbrink. The two latter events are also meant to prepare participants for the journey to Warsaw on occasion of the 75th anniversary of the submission of the rebellion in the Warsaw ghetto.

    Please note that because of the limited number of seats and the considerable cost of the Cabaret event this time we will sell tickets. Reservations by e-mail or answering machine!


       
    Furthermore we inform you that the process Matitjahu Kellig vs. Sascha Krolzig will be resumed on

    Thursday, February 22, 2018, 8:30
    Amtsgericht (local district court) Bielefeld
    Gerichtsstraße 6
    4th floor, room 4089


    It is advisable to arrive at the courtroom by 7:30, as the necessary security precautions will inevitably lead to delays.

    Tuesday, February 20, 19:30

    173 Lives – about the new internet version of the Detmold commemoration book for the victims of the national socialist tyranny

    Lecture by Gudrun Mitschke-Buchholz (historian and author)

     

    The commemoration book is now available to a far wider public than before. Not only have all the short biographies of the printed version from the year 2001 been revised and greatly extended by recently available documents. Also twelve recently investigated paths of the lives of people from Detmold who were killed can now be documented here. In this lecture the author looks into the new sources of information, a variety of digital possibilities, and the highly bureaucratic and administrative procedures of the NS-dictatorship on the one hand, in relation to the lives and suffering of human beings, who had their homes, their families, their neighbors and friends here in Detmold. For even in the face of scientific procedure and precise documentation, one thing must never be forgotten: We are thinking and talking about 173 human beings, whose lives were destroyed violently. (G.M.-B.)

     

    Organizer: Society for Christian-Jewish Cooperation Lippe

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

    Friday, March 16, 19:30

    How to Laugh Without Crying!”
    Kurt Tucholsky – Literary Cabaret

     

    with Roswitha Dasch (violin & vocals) and Ulrich Raue (piano & vocals)

     

    Kurt Tucholsky, one of the most renowned and versatile authors of the Weimar Republic, wrote many poems, scenes and lyrics. From well-known author of “Die Weltbühne” he soon went on to be a much sought-after text writer of the distinguished Berlin cabaret “Schall und Rauch” (Sound and Smoke). His texts, many of them dediated to the female sex, are humorous and profound, often spiced with a good pinch of irony; they were extremely successful with the audience, who had many a good laugh. In spite of his success, the political development in Germany was against him. His books were burned in 1933, and he decided to go into exile in Sweden.

    Roswitha Dasch's and Ulrich Raue's show is full of variety, a combination of spoken texts and songs. Their use of singing, violin, and piano shows Tucholsky's work in all its facets and reflects a period of the German cabaret between agitation and amusement.

     

    Organizer: Society for Christian-Jewish Cooperation Lippe

    Entrance fee: Box Office: € 13,00; advance booking: € 10,00; (fone: 05231-29758; e-mail: gfcjz-lippe@t-online; ticket sales: Bookshop 'Kafka&Co. Krumme Straße 8, 32756 Detmold)

     

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

    Wednesday, April 11, 19:30

    Arnold Schönberg: “A Survivor from Warsaw”
    Music on the Rebellion in the Ghetto

    Thomas Krugler

     

    Reflection on the seven-minute piece with information on the life and music of the composer

    Arnold Schönberg (born 1874 in Vienna, died 1951 in Los Angeles), one of the most important composers of the 20th century, revolutionized the musical world with the development of the twelve-note music (dodecaphony). The Austrian-American was composer, painter, and poet. As a jew, he emigrated to the United States at the beginning of the Nazi Reich. News about the atrocities of the Nazis induced him at the age of 73 to compose his work “A Survivor from Warsaw” (op. 46) for speaker, male choir, and orchestra. He set to music the factual report of a Polish jew about the massacre in the Warsaw ghetto. On August 23, 1947, in just twelve days, he finished his work, which had its European premiere the following year, on December 20, 1948, conducted by René Leibowitz. “A Survivor from Warsaw” is often found to be one of the most expressive works of Schönberg, with its shattering realism in text and music, and represents one of the most important and most frequently heard musical reflections on the holocaust.

     

    Organizer: Society for Christian-Jewish Cooperation Lippe

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

      

    Monday, April 16, 19:30

    A Murderer from Detmold. Jürgen Stroop and the Warsaw Ghetto.
    Dr. Bärbel Sunderbrink, director of the Detmold archive

     

    Nazi-perpetrators came from all walks of life, classes, and religions. The question of what induced them to their criminal deeds is difficult to answer. In her lecture Bärbel Sunderbrink follows the path of life of Jürgen Stroop, who was born in Detmold and lived here in his formative years. The land registrar made a career in the SS. In April 1943 Stroop received orders from Heinrich Himmler to put down the rebellion in the Warsaw ghetto. His report on the destruction of the ghetto is one of the cruellest autobiographical reports of a Nazi criminal.

     

    Organizer: Detmold Town Archive

    State Archive North-Rhine Westphalia, Detmold Town Archive, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold

     
       The next meeting of the reading circle of our society, hosted by Gertrud Wagner, will be on Friday, February 9 at 16:00 in Haus Münsterberg. The circle will discuss the novel “Shanghai – Fern von wo” by Ursula Krechel. (Shanghai – Far from Where; not yet translated into English) It deals with the lives of exiles from Nazi-Germany in Shanghai.

       

      Last but not least we would to invite to the public part of this year's General Membership Meeting on Sunday, March 9 from 16:30 in Haus Münsterberg. Topic: the new brochure on Haus Münsterberg. Presentation and lecture by Barbara Klaus: Oskar Münsterberg – Der Familienmensch (Oskar Münsterberg - The Family Man

     

    Regards from myself – also on behalf of the entire managing-committee –

     

    Micheline Prüter-Müller

     

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  • Rundbrief I 2018

    Detmold im Januar 2018

     

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

        mit diesem ersten Rundbrief des neuen Jahres wünschen wir Ihnen alles Gute – verbunden mit der Hoffnung, dass dieses neue Jahr nicht wieder durch ausgrenzendes Verhalten und Gewaltbereitschaft gekennzeichnet sein werde. Unsere Stimme gegen diese Tendenzen muss laut und eindeutig sein. Erneut auflodernder Antisemitismus in Deutschland und der ganzen Welt ist gefährlich und nicht hinzunehmen. Wir versuchen in Detmold gemeinsam mit der Stadt und vielen Institutionen mit Veranstaltungen anlässlich des Holocaustgedenktages am 27. Januar (siehe Flyer) und mit dem Versand einer interessanten kleinen Broschüre der EKD zum Umgang mit dem Thema Antisemitismus (siehe Link) Stellung zu beziehen und Hintergründe auszuleuchten. Ähnliches geschieht in anderen lippischen Kommunen, auf deren Aktivitäten wir ebenfalls gerne hinweisen, wenn uns entsprechende Informationen zugeleitet werden. Der schnelle digitale Versand unserer Mitteilungen und unsere immer wieder aktualisierte Homepage werden Ihnen auch im neuen Jahr zügig Information ermöglichen.

          So möchten wir Sie heute bitten, die angehängten Flyer und Materialien zur Kenntnis zu nehmen und immer mal wieder unsere Homepage aufzurufen, da wir in diesem Brief nur die von unserer „Gesellschaft“ mitorganisierten Veranstaltungen noch einmal explizit erwähnen. Falls Sie den Rundbrief per Post erhalten, melden Sie sich bitte kurz in der Geschäftsstelle, falls Sie einzelne Flyer zugesandt haben möchten. Es wäre zu teuer, sie alle mit zu versenden.

        Zunächst möchten wir Sie einladen zur Eröffnung der Fotoausstellung „Der alte jüdische Friedhof in Detmold. Grabsteine, die Geschichten erzählen.“ Der lippische Künstler Ulrich Heinemann, der einige seiner wunderbaren Bilder bereits im Landesmuseum anlässlich des Jubiläums des Künstlerbundes zeigen konnte, hat diese Ausstellung gestaltet. Der ehemalige Stadtarchivar Dr. Andreas Ruppert wird die Ausstellung eröffnen. Der Termin ist der 11. Januar 2018 um 17:00 Uhr im Rathaus der Stadt Detmold (siehe Flyer).

        Das Jahr 2018 wird auch geprägt sein von der Erinnerung an die Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto vor 75 Jahren. Der Detmolder SS-General Jürgen Stroop war damals verantwortlich für die brutale Zerstörung des Ghettos und die Tötung tausender Menschen. In Polen ist bis heute nahezu jedem der Name dieses Detmolders bekannt. Das Buch „Gespräche mit dem Henker“ von Kasimierz Moczarski, das es inzwischen in einer Neuauflage gibt, zeigt erschreckende Einblicke in das Leben und Denken eines Detmolder Bürgers zur NS-Zeit. Insbesondere das Landesarchiv NRW und das Stadtarchiv Detmold unter der Leitung von Dr. Bärbel Sunderbrink und der Archivpädagogin Heike Fiedler bemühen sich mit mehreren Veranstaltungen um Information und Aufklärung. (siehe Flyer des Landesarchivs).

        Die Lippische Landeskirche veranstaltet gemeinsam mit der Stadt Detmold und uns zu diesem Anlass eine „Gedenkreise nach Polen“ vom 19. – 23. April 2018. Die Gruppe wird an den offiziellen Gedenkfeiern in Warschau teilnehmen, an einem Konzert und einem Gottesdienst, wird eine Stadtführung mit Synagogen- und Museumsbesuchen erhalten und eine Begegnung mit der polnisch-reformierten Gemeinde erleben. Für unsere Mitglieder stehen einige freie Plätze zur Verfügung. Bitte melden Sie sich mit dem Formular auf dem angehängten Flyer bis zum 31. 1. 18 an. Die Anmeldeformulare können auch im Haus Münsterberg abgeholt oder auf Wunsch zugeschickt werden. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Die Leitung der Gruppe haben Dieter Bökemeier und Sabine Hartmann.  Der Preis beträgt 420,- € im Doppelzimmer, EZ-Zuschlag 130,- € und für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende, deren Teilnahme ausdrücklich gewünscht ist, 150,- €. Eine Ermäßigung ist auf Anfrage möglich.

         Die zentrale Veranstaltung zum Holocaustgedenktag in Detmold wird in diesem Jahr vom Felix-Fechenbach-Berufskolleg ausgerichtet und wird auch im Zeichen der Erinnerung an Felix Fechenbach stehen. Sie steht unter dem Titel „Opfer und Täter – Schatten der Vergangenheit“ und beginnt am Samstag, den 27. Januar 2018 um 10:30 Uhr im Kolleg an der Saganer Straße 4. Zu unserer Freude haben Mitglieder der Familie Fechenbach aus der Schweiz und aus Finnland ihre Teilnahme zugesagt. So werden der Enkel Fechenbachs, Carl Fey, mit seiner Familie kommen sowie die Enkelin Kathie Wiederkehr und der Urenkel Tobias. Wer von Ihnen sich an dem Besuchsprogramm am 27. und 28. Januar beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen und möge sich kurz telefonisch melden!

        Der große Erfolg und die große Nachfrage für das Konzert mit Monika Rey und Eva Schüttler am 9. November haben die Stadt Detmold und uns veranlasst, Ihnen eine Wiederholung des Konzertes anzubieten (siehe Flyer):
    „Irgendwo auf der Welt. Jüdische Komponisten der 1920er und 30er Jahre.“ Samstag, 3. Februar 2018 im Grabbe-Gymnasium Detmold, Neue Aula, Küster-Meyer-Platz 2. Karten zum Preis von 10 € gibt es unter www.reservix.de, der Tourist-Information Detmold und allen LZ-Geschäftsstellen.

        Seit Dezember 2017 ist das Digitale Detmolder Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft online!  Sie können diese herausragende Arbeit von Gudrun Mitschke-Buchholz abrufen unter www.gedenkbuch-detmold.de .
    Wir laden Sie dazu für Dienstag, den 20. Februar 2018 um 19:30 Uhr zu einem Vortrag in das Haus Münsterberg ein:
    Gudrun Mitschke-Buchholz: 173 Leben – zur neuen Online-Fassung des Detmolder Gedenkbuchs für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
    .
    Das Gedenkbuch ist nun einer weitaus breiteren Öffentlichkeit als bisher verfügbar. Alle Kurzbiographien der Druckfassung aus dem Jahre 2001 wurden nicht nur überarbeitet und durch neu zugängliche Dokumente erheblich erweitert. Es konnten zwölf neu erforschte Lebenswege von Ermordeten aus Detmold hier nun dokumentiert werden. In diesem Vortrag soll dem Spannungsfeld zwischen neuer Quellenlage, einer Vielzahl von digitalen Möglichkeiten, dem hochbürokratisierten und verwaltungstechnischen Agieren des NS-Staates auf der einen Seite und dem Lebens- und Leidensweg von Menschen auf der anderen Seite nachgegangen werden, die hier in Detmold ihr Zuhause, ihre Familien, ihre Nachbarn und Freunde hatten. Denn es gilt, sich bei aller Dokumentation und Wissenschaftlichkeit immer wieder vor Augen zu führen, worüber wir hier handeln: Es geht um 173 Menschen, deren Leben gewaltsam zerstört wurde. (G.M-B)


        Der Lesekreis der „Gesellschaft“ mit Gertrud Wagner trifft sich das nächste Mal am Freitag, den 2. Februar 2018 um 16:00 Uhr im Haus Münsterberg. Die verbindliche Lektüre ist David Grossmann: Kommt ein Pferd in eine Bar.
    Bitte melden Sie sich bei Interesse telefonisch an.

        Ein besonderes Gastspiel mit dem Künstlerduo Ulrich Raue/ Roswitha Dasch möchten wir Ihnen bereits jetzt vorankündigen:
    Freitag, 16. März 2018 um 19.30 Uhr im Haus Münsterberg, Detmold:

    Raue und Dasch: Lerne Lachen ohne zu weinen! Lesung und Musik zu Kurt Tucholsky.

        Am 4. Dezember des letzten Jahres wurde eine neue Broschüre des Heimatbundes in der Reihe Lippische Kulturlandschaften vorgestellt und mit interessanten Presseartikeln begleitet. Thema ist das Haus Münsterberg. Das Heft berichtet anschaulich über Oskar Münsterberg, seine kunsthistorische Sammlung und Ausstattung des Hauses und über die sehr besondere Geschichte dieses Gebäudes, seinen Erhalt und die gegenwärtige Nutzung. Sie können es zum Preis von 4€ in der Geschäftsstelle erwerben. Wir möchten die Publikation während unserer Mitgliederversammlung am 11. März noch einmal genauer vorstellen. Die Mitautorin Barbara Klaus wird Ihnen einige Einblicke dazu geben. Bitte merken Sie sich auch diesen Termin bereits jetzt vor.

        Zu Chanukka hatten wir diese Broschüre zu unseren jüdischen Freunden in aller Welt geschickt. Viele von ihnen haben uns herzliche Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche zukommen lassen. Geschrieben haben uns Michael und Dani Raveh, Miriam Stutz mit Grüßen ihrer Mutter Elischewa Limon, Hanni und Richard Sherman-Fechenbach, Michael Meyer, Varda Avitov – Heilbrunn, Uri Cohen, Gabi Schleyer, Ellen und Scott Page und Uri und Yael Michaelis. Und nun erreicht uns gerade die traurige Nachricht, dass Uri Michaelis in der ersten Januarwoche in Israel gestorben ist. -  Wir erinnern uns sehr herzlich an diesen warmherzigen und unternehmungslustigen Sohn des ehemaligen Detmolders Meir Michaelis und unser Mitgefühl gehört seiner zweiten Ehefrau Yael, mit der Uri mehrfach in Detmold auf den Spuren seiner Familiengeschichte zu Besuch gewesen ist!

        Für heute grüße ich Sie im Namen des ganzen Vorstandes sehr herzlich und hoffe, dass manche der angezeigten Veranstaltungen Ihr Interesse wecken konnten.

    Micheline Prüter-Müller

     

    Rundbrief als Pdf-Datei

     

  • Circular I 2018

    Detmold, January 2018

     

    Dear members and friends of the society, ladies and gentlemen,

     

        with this first newsletter of the new year we would like to wish you all the very best – in the hope that the coming year will not again be characterized by attempts at social exclusion and by violent tendencies. We must raise our voices loud and clear against such developments. A revival of anti-semitism in Germany and the world is dangerous and unacceptable. Together with the local authorities of Detmold and other public institutions we will try to demonstrate our point of view and give background information through several events on the occasion of Holocaust Commemoration Day on January 27 (see flyer) and by distributing copies of an interesting brochure of the Union of German Prostestant Churches dealing with the topic 'anti-semitism' (see link).
    Similar enterprises are happening in other towns in Lippe; we will be pleased to include recommendations in our newsletters if we receive any information concerning such events and efforts. By means of the fast internet distribution of our newsletters as well as by regular updates of our website we will be able to keep you informed fast and regularly.


        So today we invite you to take a look at the attached flyer and the additional information, and occasionally to peruse our website, as our newsletter only contains those events that are organized or co-organized by our society. If you receive the newsletter via (paper-)mail, please notify our office if you would like us to send you a copy of a flyer. To include flyers in all our letters would be too expensive.

        First of all we would like to invite you to the opening of the photo exposition „The old Jewish graveyard in Detmold. Gravestones that tell stories“. The local artist Ulrich Heinemann, who could already show some of his wonderful pictures in the 'Landesmuseum' on the occasion of the anniversary of the 'Künstlerbund Lippe' (Lippe League of Artists), has arranged this exposition. The former archivist of Detmold, Dr. Andreas Ruppert, will be pleased to open the exposition. Opening day is January 11 at 5 p.m. in the Detmold town hall. (see  flyer).

        This year will also be affected by the memory of the submission of the uprising in the Warsaw ghetto 75 years ago. SS general Jürgen Stroop from Detmold was in charge of the brutal destruction of the ghetto and the killing of thousands of people. His name is known to almost everyone in Poland up to the present day. The book „Talks with the Hangman“ by Kasimierz Moczarski, recently reprinted, gives shocking insight into the life and thinking of a Detmold citizen of the Nazi era. The archive of North Rhine-Westphalia and the Detmold archive with its director Dr. Bärbel Sunderbrink are especially committed to provide deeper information on the subject. (see flyer of the NRW archive)

        Because of this anniversary the 'Lippische Landeskirche' (union of Protestant churches in the county) together with the town of Detmold and our society has organized a „Commemorative Journey to Poland“ from April 19 to 23. The group will take part in the official commemoration in Warsaw, a religious service, and a concert; there will be a guided tour including visits to museums and synagogues, and a meeting with members of the Polish Reformed Church. A few free places are available for members of our society. Please register with the form in the attached flyer until January 31. Forms can also be obtained in Haus Münsterberg, or sent by request.The places will be given out in order of registration. Dieter Bökemeier and Sabine Hartmann will supervise the group. The price is € 420,00 if you share a double room, an additional € 130,00 for a single room. Students and other trainees, who are explicitly invited, will pay € 150,00. Reduction by request.

     
        The central event on the Holocaust Commemoration Day will be organized and presented by Felix-Fechenbach-Berufskolleg (Vocational Training College). The event will focus on the memory of Felix-Fechenbach, the school's namesake. The leading motto is „Victims and Perpetrators – Shadows from the Past“. The event starts at 10:30 on January 27 in the College (Saganer Str. 4). We are happy that members of the Fechenbach family from Switzerland and Finland will attend, specifically Felix Fechenbach's grandson Carl Fey and his family, and his granddaughter Kathie Wiederkehr and her son Tobias. Anyone who wishes to participate in the visitors' programme is very welcome to do so; please notify us by phone!

        The great success and demand for the concert of Monika Rey and Eva Schüttler on November 9 has induced the town of Detmold and our society to offer you a repetition of the concert (see flyer): „Anywhere in the World“. Jewish composers of the 20s and 30s.“ Saturday, February 3 in Grabbe-Gymnasium Detmold, new assembly hall, Küster-Meyer-Platz 2. Tickets (€ 10,-) are available at www.reservix.de, at the Detmold Tourist Information and at all offices of 'Lippische Landeszeitung' (our regional newspaper).

        The digital Detmold commemoration book for the victims of the national socialist tyranny was put online in December 2017! This outstanding study by Gudrun Mitschke-Buchholz is available under  www.gedenkbuch-detmold.de .
    We invite you to a lecture about this book in Haus Münsterberg on February 20 at 19:30.
    Gudrun Mitschke-Buchholz: 173 Lives – about the new internet version of the Detmold commemoration book for the victims of the national socialist tyranny.
    The commemoration book is now available to a far wider public than before.
    Not only have all the short biographies of the printed version from the year 2001 been revised and greatly extended by recently available documents. Also twelve recently investigated paths of the lives of people from Detmold who were killed can now be documented here. In this lecture the author looks into the new sources of information, a variety of digital possibilities, and the highly bureaucratic and administrative procedures of the NS-dictatorship on the one hand, in relation to the lives and suffering of human beings, who had their homes, their families, their neighbors and friends here in Detmold. For even in the face of scientific procedure and precise documentation, one thing must never be forgotten: We are thinking and talking about 173 human beings, whose lives were destroyed violently. (G.M.-B.)

        The next meeting of the reading circle of our society, hosted by Gertrud Wagner, will be on Friday, February 2 at 16:00 in Haus Münsterberg. The mandatory reading matter will be David Grossmann's 'Kommt ein Pferd in eine Bar' (from the Hebrew 'Sus echad nichnas lebar') If you wish to join, please give us a ring.

        Please take note of a special guest performance with the two artists Ulrich Raue/Roswitha Dash:
    Friday, March 16, 19:30 in Haus Münsterberg, Detmold:
    Raue and Dasch: How to Laugh Without Crying! Reading and Music; texts by Kurt Tucholsky.

        A new brochure of the 'Lippische Heimatbund' (a society for the promotion of historical and cultural awareness of our region) was published in the series 'Cultural Landscapes of Lippe', accompanied by some interesting press articles. It deals with Haus Münsterberg. The brochure tells us about Oskar Münsterberg, his collection of cultural history, the interior and the very special history of this building, its preservation and present use. It is available for € 4,00 in our office. We would like to present the publication in more detail in our membership assembly on March 11. The co-author Barbara Klaus will give you further insight. Please take not of the date.

        On the occasion of Chanukka we have sent this brochure to our Jewish friends all over the world. Many of them have accorded us their best wishes for Christmas and the New Year. We received greetings from Michael and Dani Raveh, Miriam Stutz with regards from her mother Elischewa Limon, Hanni and Richard Sherman-Fechenbach, Michael Meyer, Varda Avitov-Heilbrunn, Uri Cohen, Gabi Schleyer, Ellen and Scott Page, and Uri and Yahel Michaelis. And just now the sad news has reached us that Uri Michaelis died in Israel in the first week of January. - We fondly remember this warm-hearted and enterprising son of the former Detmold citizen Meir Michaelis; our compassion is with his second wife Yahel, who accompanied Uri several times on visits to Detmold on the traces of his family history!

        Best wishes from myself and the entire managing-committee, and I hope that some of the announced events have raised your interest.


    Micheline Prüter-Müller

     

    Circular as Pdf-file

     

Detmold, Ende Oktober 2017

  • Rundbrief VIII 2017

  • Flyer: Aufruf zur Solidarität mit Prof. Kellig beim Prozesstermin am 16. November 2017

  • Auszug aus dem Verfassungsschutzbericht NRW 2016 zur Organisation "Die Rechte"

  • Flyer zu den Veranstaltungen zum 9. November in Lemgo

   
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