• Rundbrief III 2018

    Detmold, den 26. März 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

        

        mit einem herzlichen Gruß zum Pessachfest und zu Ostern möchten wir Sie noch einmal auf zwei bereits angekündigte Veranstaltungen im April aufmerksam machen:

     

    Mittwoch, 11. April 2018 um 19:30 Uhr

    Arnold Schönberg: „Ein Überlebender aus Warschau“
    Musik zum Ghettoaufstand.
    Thomas Krügler

    Werkbetrachtung des siebenminütigen Stückes mit Informationen zum Leben und zur Musik des Komponisten.

    Arnold Schönberg (1874 in Wien-1951 USA), einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat mit der Erfindung der Zwölftontechnik (Dodekaphonie) die Musikwelt revolutioniert. Er war österreichisch-amerikanischer Komponist, Musiktheoretiker, Maler und Dichter.  Als Jude emigrierte er bei Anbruch des Nazireiches in die USA. Die Nachrichten über die Gräueltaten der Nazis veranlassten ihn im Alter von 73 Jahren sein Werk „Ein Überlebender aus Warschau“ op. 46 für Sprecher, Männerchor und Orchester zu komponieren. Es vertont den Tatsachenbericht eines polnischen Juden über die Massaker im Warschauer Ghetto. In nur 12 Tagen vollendet er das Werk am 23. August 1947, das ein Jahr später am 20. Dezember 1948 unter der Leitung von René Leibowitz seine europäische Uraufführung erlebt. 
    Ein Überlebender aus Warschau
    gilt als eines der ausdrucksstärksten Werke Schönbergs von erschütternder Realistik in Text und Musik und stellt eine der wichtigsten und meistrezipierten musikalischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust dar.

    Veranstalterin: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.
     

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

    Montag, 16. April 2018 um 19:30 Uhr

    Ein Mörder aus Detmold. Jürgen Stroop und das Warschauer Ghetto

    Dr. Bärbel Sunderbrink, Leiterin des Stadtarchivs in Detmold

    NS-Täter kamen aus allen Schichten, Milieus und Religionen. Die Frage, was sie zu ihren verbrecherischen Handlungen bewegt hat, ist schwer zu beantworten. In ihrem Vortrag zeichnet Bärbel Sunderbrink den Lebensweg von Jürgen Stroop nach, der in Detmold geboren ist und hier seine prägende Zeit erlebt hat. Der Katasterbeamte machte in der SS Karriere. Im April 1943 erhielt Stroop von Heinrich Himmler den Befehl, den Aufstand im Warschauer Ghetto niederzuschlagen. Sein Bericht über die Zerstörung des Ghettos gehört zu den grausamsten Selbstzeugnissen eines NS-Verbrechers.

    Veranstalter: Stadtarchiv Detmold

    Landesarchiv NRW, Stadtarchiv Detmold, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold

     

    Vorankündigungen für Mai:

    14.5.18, 18.00 Uhr: Konzert zum Geburtstag von Karla Raveh mit Monika Rey und Eva Schüttler. Lemgo, St. Johann. Karten zum Preis von 10,-€ können Sie bereits ab jetzt in unserer Geschäftsstelle zurücklegen lassen.

    27.5.18, 11.00 Uhr: Führung auf jüdischen Spuren der Stadt Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz. Treffpunkt Rathaustreppe, 5,-/2,-€

    3.6.18, 11.00 Uhr: Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz. Treffpunkt Friedhofseingang Spitzenkamptwete. 5,-/2,- €

    19.6. 18, 19.30 Uhr, Haus Münsterberg: Heike Tauch: Mit den Augen eines Scharfschützen. Über die israelische Widerstandsorganisation "Breaking the silence."

    Information zur Studienreise auf den Spuren von Felix Fechenbach nach Würzburg und Mergentheim: Alle bis zum Anmeldeschluss am 25.3. eingegangenen Anmeldungen konnten berücksichtigt werden! Nähere Informationen folgen.

      
    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstandes –

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei

     

  • Circular III 2018 - Translation is pending

     


     

   
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