Mordechai Gumpel.

aus Panu Derech Band 10

 

Mordechai (früher Herbert) Gumpel wurde am 14. Februar 1912 in Lemgo als ältester von drei Söhnen des Kaufmanns Gustav Gumpel und seiner Ehefrau Rosalie, geborene Mosberg, geboren.

Nach der Volksschule besuchte er das Realgymnasium in Lemgo bis zur Mittleren Reife, um danach eine kaufmännische Lehre zu machen. Sein künstlerisches Interesse war aber bereits seit seiner Jugend stark entwickelt, und so absolvierte Herbert Gumpel in den Jahren 1935 bis 1936 eine künstlerische Ausbildung in Frankfurt. Er besuchte das Studio für Bildende Kunst des Kulturbundes Deutscher Juden. Als seine Eltern 1936 ihr Geschäft in Lemgo schließen mussten, ging Gumpel, wie später seine jüngeren Brüder Hans und Kurt auf Hachschara in Neuendorf in der Nähe von Berlin, um sich auf seine geplante Auswanderung nach Palästina vorzubereiten. 1939 gelang ihm die Emigration nach Palästina, wo er den Vornamen Mordechai annahm.

Werner Buchholz und seine Frau Ann.

(Foto: privat)

Werner Buchholz wurde am 24. Oktober 1922 als Sohn des Kaufmanns Julius Buchholz (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) und dessen Frau Elsa, geb. Hellwitz (s. Gedenkbuch) in Detmold geboren.

Den festen Vorsatz, Deutschland zu verlassen und nach Palästina zu emigrieren, setzte die Familie nicht in die Tat um. 1936 zogen sie in der Hoffnung nach Köln, in der Großstadt in größerer Anonymität leben zu können. Doch diese Hoffnungen erfüllten sich nicht: 1941 wurde Julius Buchholz in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert, wo er ein Jahr später umkam. Das Schicksal von Elsa Buchholz bleibt ungeklärt. Es spricht vieles dafür, dass sie ebenfalls nach Litzmannstadt verschleppt wurde. Sie gilt als verschollen.

Ruth Margalit.

aus Panu Derech Band 10

 

Als Ruth Ehrmann wurde sie am 28. Februar 1931 in Heidenoldendorf bei Detmold als Tochter des jüdischen Kaufmanns Wilhelm Ehrmann und Eva Maria Ehrmann, geb. Baierl, geboren. Die Mutter war katholisch, trat aber 1927 zum Judentum über. Ruth und ihre Brüder Hans und Karl wurden jüdisch erzogen und waren dadurch gezwungen, den Judenstern zu tragen, sie entgingen aber den Deportationen 1941/42.

   
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