Jacob Heinz Wolff wurde am 30. April 1920 in Detmold geboren. Mit seinen Eltern und seinem Bruder Seew Fritz Moritz lebte er in Herford, bis seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war. Nach ihrem Tod verbrachte er zunächst ein Jahr bei Verwandten in Thüringen, um dann in einem jüdischen Kinderheim in Paderborn untergebracht zu werden. Dort blieb er bis zu seinem 14. Lebensjahr.

Seine Großmutter Paula Paradies, die er stets in seinen Ferien in Detmold besuchte, gab ihm inneren Halt und vermochte, ihm das schmerzlich vermisste Elternhaus zu ersetzen. So wurde Detmold nach eigener Aussage zu seiner eigentlichen Heimat.

Uri bei der Arbeit in der Citrusplantage im Kibbuz Givat Chayyim Ichud.

aus Panu Derech Band 10

 

Am 18. Dezember 1916 wurde Uri Lev-Ron als Rudi Heilbrunn in Detmold geboren. Er war der zweite Sohn des Predigers, Lehrers und späteren Kaufmanns Max Heilbrunn und dessen Frau Else, geb. Buchholz. Sein Bruder Ernst, geboren am 22. März 1914, starb am 26. Oktober 1986 in Israel, seine Schwester Elischewa Limon, früher Gertrud Heilbrunn, lebt in der Schweiz.

Bis zum Umzug der Familie nach Bielefeld im Jahre 1930 besuchte er das Leopoldinum in Detmold und war Mitglied des Jüdischen Pfadfinderbundes, den er 1933 leitete und ihm eine zionistische Prägung verlieh. Schon früh galt sein Interesse der sozialdemokratischen bzw. sozialistischen Politik.

Die gesamte Familie Heilbrunn emigrierte bereits 1933 nach Palästina. Von 1933 bis 1939 arbeitete Uri Lev-Ron zunächst bei der RICA, der Rothschildschen Siedlungsgesellschaft und danach im Orangenhain der Familie.

Gad Eschel

aus Panu Derech Band 10

 

Am 9. Dezember 1926 wurde Gad Eschel als Gerhart Buchholz in Detmold geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Bernhard Buchholz (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) und Irmgard Buchholz, geb. Hellwitz (s. Gedenkbuch).