Jacob Heinz Wolff wurde am 30. April 1920 in Detmold geboren. Mit seinen Eltern und seinem Bruder Seew Fritz Moritz lebte er in Herford, bis seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war. Nach ihrem Tod verbrachte er zunächst ein Jahr bei Verwandten in Thüringen, um dann in einem jüdischen Kinderheim in Paderborn untergebracht zu werden. Dort blieb er bis zu seinem 14. Lebensjahr.

Seine Großmutter Paula Paradies, die er stets in seinen Ferien in Detmold besuchte, gab ihm inneren Halt und vermochte, ihm das schmerzlich vermisste Elternhaus zu ersetzen. So wurde Detmold nach eigener Aussage zu seiner eigentlichen Heimat.

Ruth Margalit.

aus Panu Derech Band 10

 

Als Ruth Ehrmann wurde sie am 28. Februar 1931 in Heidenoldendorf bei Detmold als Tochter des jüdischen Kaufmanns Wilhelm Ehrmann und Eva Maria Ehrmann, geb. Baierl, geboren. Die Mutter war katholisch, trat aber 1927 zum Judentum über. Ruth und ihre Brüder Hans und Karl wurden jüdisch erzogen und waren dadurch gezwungen, den Judenstern zu tragen, sie entgingen aber den Deportationen 1941/42.

Werner Buchholz und seine Frau Ann.

(Foto: privat)

Werner Buchholz wurde am 24. Oktober 1922 als Sohn des Kaufmanns Julius Buchholz (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) und dessen Frau Elsa, geb. Hellwitz (s. Gedenkbuch) in Detmold geboren.

Den festen Vorsatz, Deutschland zu verlassen und nach Palästina zu emigrieren, setzte die Familie nicht in die Tat um. 1936 zogen sie in der Hoffnung nach Köln, in der Großstadt in größerer Anonymität leben zu können. Doch diese Hoffnungen erfüllten sich nicht: 1941 wurde Julius Buchholz in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert, wo er ein Jahr später umkam. Das Schicksal von Elsa Buchholz bleibt ungeklärt. Es spricht vieles dafür, dass sie ebenfalls nach Litzmannstadt verschleppt wurde. Sie gilt als verschollen.