Kurt Gumpel wurde am 28. März 1922 in Lemgo als drittes Kind der Kaufleute Gustav Gumpel und Rosalie, geborene Mosberg, geboren. Sein Vater betrieb in der Mittelstraße 82 ein Geschäft für „Manufakturen und Betten“. Da die jüdische Gemeinde in Lemgo keinen eigenen Rabbiner oder Prediger hatte, leitete er oft den Gottesdienst.

Bereits 1936 mussten Kurts Eltern ihr Geschäft schließen. Nach dem Tod des Vaters im Jahre 1937 verkaufte die Mutter zwei Jahre später das Haus.

Kurt Gumpel wuchs in Lemgo auf und besuchte zunächst die Volksschule. Der Übergang zum Realgymnasium wurde ihm im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern Hans und Herbert (später Mordechai) verwehrt. Nach dem Abschluss der Volksschule fand Kurt aufgrund seiner Religionszughörigkeit keine Lehrstelle.

Mordechai Gumpel.

aus Panu Derech Band 10

 

Mordechai (früher Herbert) Gumpel wurde am 14. Februar 1912 in Lemgo als ältester von drei Söhnen des Kaufmanns Gustav Gumpel und seiner Ehefrau Rosalie, geborene Mosberg, geboren.

Nach der Volksschule besuchte er das Realgymnasium in Lemgo bis zur Mittleren Reife, um danach eine kaufmännische Lehre zu machen. Sein künstlerisches Interesse war aber bereits seit seiner Jugend stark entwickelt, und so absolvierte Herbert Gumpel in den Jahren 1935 bis 1936 eine künstlerische Ausbildung in Frankfurt. Er besuchte das Studio für Bildende Kunst des Kulturbundes Deutscher Juden. Als seine Eltern 1936 ihr Geschäft in Lemgo schließen mussten, ging Gumpel, wie später seine jüngeren Brüder Hans und Kurt auf Hachschara in Neuendorf in der Nähe von Berlin, um sich auf seine geplante Auswanderung nach Palästina vorzubereiten. 1939 gelang ihm die Emigration nach Palästina, wo er den Vornamen Mordechai annahm.

Ruth Margalit.

aus Panu Derech Band 10

 

Als Ruth Ehrmann wurde sie am 28. Februar 1931 in Heidenoldendorf bei Detmold als Tochter des jüdischen Kaufmanns Wilhelm Ehrmann und Eva Maria Ehrmann, geb. Baierl, geboren. Die Mutter war katholisch, trat aber 1927 zum Judentum über. Ruth und ihre Brüder Hans und Karl wurden jüdisch erzogen und waren dadurch gezwungen, den Judenstern zu tragen, sie entgingen aber den Deportationen 1941/42.