Karla Raveh besichtigt das Uhlmann-Haus im Freilichtmuseum in Detmold.

(Foto: privat)

 

Karla Raveh, geborene Frenkel, wurde am 15. Mai 1927 als zweitälteste Tochter von Walter Frenkel und seiner Frau Herta, geborene Rosenberg, in Lemgo geboren.

Während des Novemberpogroms 1938 wurden ihr Vater und auch ihr Onkel verhaftet. Karla und ihre Geschwister Helga und Ludwig  (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) mussten wie alle jüdischen Schüler die staatliche Schule verlassen und besuchten fortan die jüdische Schule in der Gartenstraße in Detmold. (S. hierzu: Gartenstraße 6. Zur Geschichte der eines Detmolder „Judenhauses“ und seiner Bewohner. In: Wolfgang Müller: Juden in Detmold. Gesammelte Beiträge zur jüdischen Geschichte und ihre Aufarbeitung in Archiv und Schule. Hg. v. Micheline Prüter-Müller. – Lage 2008, S. 17-51.)

Gad Eschel

aus Panu Derech Band 10

 

Am 9. Dezember 1926 wurde Gad Eschel als Gerhart Buchholz in Detmold geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Bernhard Buchholz (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) und Irmgard Buchholz, geb. Hellwitz (s. Gedenkbuch).

Mordechai Gumpel.

aus Panu Derech Band 10

 

Mordechai (früher Herbert) Gumpel wurde am 14. Februar 1912 in Lemgo als ältester von drei Söhnen des Kaufmanns Gustav Gumpel und seiner Ehefrau Rosalie, geborene Mosberg, geboren.

Nach der Volksschule besuchte er das Realgymnasium in Lemgo bis zur Mittleren Reife, um danach eine kaufmännische Lehre zu machen. Sein künstlerisches Interesse war aber bereits seit seiner Jugend stark entwickelt, und so absolvierte Herbert Gumpel in den Jahren 1935 bis 1936 eine künstlerische Ausbildung in Frankfurt. Er besuchte das Studio für Bildende Kunst des Kulturbundes Deutscher Juden. Als seine Eltern 1936 ihr Geschäft in Lemgo schließen mussten, ging Gumpel, wie später seine jüngeren Brüder Hans und Kurt auf Hachschara in Neuendorf in der Nähe von Berlin, um sich auf seine geplante Auswanderung nach Palästina vorzubereiten. 1939 gelang ihm die Emigration nach Palästina, wo er den Vornamen Mordechai annahm.